Bemerkenswert

es steht geschrieben

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

Unterbrochen und gefolgt von einem langen Eingangssermon zunächst ein INHALTSVERZEICHNIS; folglich kann ein Jeglicher nach seinem Wunsche hier wie dort fortfahren und darf die angehängte Litanei gerne überspringen, ran an die Texte! Ich füge hinter dem Titel und einer kurzen Genreangabe einen Link ein, einfach anklicken und überraschen lassen.

Altervativ, denn nichts ist ohne Alternative, es gibt immer eine andere Möglichkeit, womit nicht gesagt ist, was die bessere Wahl ist, läßt sich oben etwas anklicken: Kontakt z.B., oder eben Kapitel. So müßte man, thematisch eingegrenzt, auf die Beiträge kommen, die gerade konvenieren. Ob man meiner leichthändigen Einteilung folgen will bleibt natürlich dem jeweiligen Leser überlassen, es gibt inhaltliche Unklarheiten, Überschneidungen, aber irgendwie und irgendwann mußte ich mich halt entscheiden!

Die (bisherigen) Kapitel sind:

Kapitel 1: Hunde und andere Lebewesen

Kapitel 2: Science Fiktion, historisierende Fiktion

Kapitel 3: Märchen, Fabeln, Fantasy, Legenden, Sagenhaftes

Kapitel 4: Kriminalgeschichten und Thriller (meist unter Verzicht auf all zu phantastische – siehe dafür andere Kapitel – Elemente)

Kapitel 5: Kurzgeschichten aus der aktuellen Welt der mitmenschlichen Gesellschaft, mehr oder weniger realitätsnah anmutend

Kapitel 6: EVA. Das sind Geschichten rund um die gleichnamige Figur (Krimi, Fantasy…?)

Kapitel 7: Lyrik, bunt gemischt

Kapitel 8: Kinderlieder und -geschichten

Kapitel 9: Bredouille

Als denn, INHALTSVERZEICHNIS oder Kapitel oder: im Anfang war das Wort (aber der modernen Zeit entsprechend habe ich dann auch noch ein Bildnis von diesem oder jenem gewagt), beachte die Reihung, das erste (1.) ist also tatsächlich das ersteingestellte, scrollt man die ganzen Texte runter also das letzte Stück! Na typisch, den armen (mehr pflügenden als fliegenden?) Gaul von hinten her aufgezäumt! Beginnen wir mit dem Ältesten, dem Letzten, denn diese sollen die Ersten sein – womöglich war das auch schon innerhalb so eines bekannten, mehrfach übersetzten Blogs, den der damalige, noch der Antike verhaftete Erstverfasser nicht recht verstand (aber, wie gesagt, man kann sowohl im folgenden Verzeichnis wie unter Kapiteln nicht nur sich verirren, hin und her scrollen, sondern auch den Verweis anklicken und sollte dann bei der Geschichte, dem Text oder was auch immer landen):

1. Im Ungefähren verloren – Lyrik/Gedicht (Achtung, kann Hund enthalten!) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/im-ungefaehren-verloren/
2. Die einheitliche Feldtheorie – Science fiction    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/die-einheitliche-feldtheorie/
3. Nachrichten aus finsteren Folterzeiten – Lyrisches Gedicht https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/nachrichten-aus-finsteren-folterzeiten/
4. Parabel von Schwaben und Leuten – Parabel     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/parabel-von-schwaben-und-leuten/
5. Anser vulpes – Fabel. Oder halt Tiergeschichte    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/anser-vulpes/
6. Ich, Autor – Kurzgeschichte   https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/ich-autor/
7. Tiermagierin – Märchen (eine der ein klein wenig längeren Geschichtchen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/tiermagierin/
8. Bericht für den AAK – Science fiction    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/bericht-fuer-den-aak/
9. Bukowski, Charles – Lyrik/Gedicht    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/bukowski-charles/
10. The real horror of the heights (in Deutsch! – Fantasy/Science fiction, enthält wie es sich gehört Fluggeräte wie z.B. Nr. 24)     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/the-real-horror-of-the-heights/
11. Als er das Brot brach – Lyrik/Gedicht – +!     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/als-er-das-brot-brach/
12. Lehrer und Schüler im Zwiegespräch und Die Tante aus dem Jemen – 2 Dialoge      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/lehrer-und-schueler-im-zwiegespraech/
13. A Gsangl für’n Jandl – Lyrik/Gedicht      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/a-gsangl-fuern-jandl/
14. Aus dem Wörterbuch der Caniden – Spielerei, unvollendete, kann Hunde enthalten! https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/woerterbuch-der-caniden/
15. Schnodahüpferl – ja, eben das halt    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/schnodahuepferl/
16. Haiku 1 – Haiku     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/haiku-1/

17. Haiku 2 Glockenblume – Haiku    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/haiku-2-die-glockenblume/
18. Haiku. Benn. 2x. – Haiku? nun, auf der Haiku – Silbenzählung beruhende Gedichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/haiku-benn-2x/
19. Gebet – Lyrik/Gedicht, +!     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/das-gebet/
20. „Komm mit“ – Fabel     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/komm-mit/
21. Gemeinsame Interessenlage – Kurzgeschichte    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/gemeinsame-interessenlage/
22. Klassische Bahnfahrt – Fantasy     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/klassische-bahnfahrt/
23. lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit, geschweige denn den Viechern jeder Species! – Fabel, Text wie meist auf deutsch, und weder Mensch noch Haushund treten selbst auf      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/07/homo-homini-lupus-est-non-homo-quom-qualis-sit-non-novit-geschweige-denn-die-viecher/
24. Trudeln – Kurzgeschichte (enthält Fluggeräte ebenso wie z.B. Nr. 10) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/14/trudeln/
25. Joan Maynard! – Lyrik/Gedicht    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/14/joan-maynard/
26. den poet frag konkret/dekonstruktion – Lyrik/Kampfgedicht, direkte Aktion https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/24/den-poet-fragt-konkret/
27. Nächtliche Erscheinung – Haiku     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/27/naechtliche-erscheinung-haiku/
28. Wintersonnenstrahlen – Haiku     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/27/wintersonnenstrahlen-haiku/
29. Auf den Tod eines Rollstuhlfahrers: – Lyrik/Gedicht/Nachruf https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/03/16/auf-den-tod-eines-rollstuhlfahrers/
30. Das Tagebuch von Tarascon – Legende, also +; ein bißchen länger https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/03/16/das-tagebuch-von-tarascon/
31. Eine Piratengeschichte mit Irish Wolfhounds – unfertig, eigentlich nur eine Ankündigung      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/03/17/213/
32. Im Zeichen lesen – Kurzgeschichte ohne passendes passables Happy End https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/in-zeichen-lesen/
33. „Carpe diem“ oder „die Müh ist klein, der Spaß ist groß, du glaubst zu schieben und du wirst geschoben“ – Kurzgeschichte mit arg vielen Zitaten und gravierenden Ereignissen       https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/carpe-diem-oder-die-mueh-ist-klein-der-spass-ist-gross-du-glaubst-zu-schieben-und-du-wirst-geschoben/
34. Bushi, der Weg des Kriegers und das Handwerk – historisierende Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/bushi-der-weg-des-kriegers-und-das-handwerk/
35. Jenny Killerbee or if it snows, if it snows… – nicht unbekanntes Märchen (deutsch) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/jenny-killerbee-or-if-it-snows-if-it-snows/
36. Altsteinzeit – Dialog   https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/08/12/altsteinzeit/
37. Conus oder: Ferien am Meer – Lyrik/Gedicht    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/08/12/conus-oder-ferien-am-meer/
38. I’m the tiger! – Kurzgeschichte (deutsch. Ja doch, einschließlich fremdsprachiger Einwürfe)       https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/12/16/im-the-tiger/
39. Schutzrituale bei Vollmond – Fantasy – Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/02/10/schutzrituale-bei-vollmond/
40. Von Affen und noch anderen Affen. Dystopisches Märchen/Fabel https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/02/10/von-affen-und-noch-anderen-affen-ein-dystopisches-maerchen/
41. Harry und die Zwänge – Ein Sachbeitrag zur Diskussion Sonderbeschulung versus Inklusion oder halt eben nur eine Kurzgeschichte    https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/02/10/harry-und-die-zwaenge-ein-sachbeitrag-zur-diskussion-sonderbeschulung-versus-inklusion/
42. Der spinnt, der Junge – Kurzgeschichte     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/der-spinnt-der-junge/
43. Innovationsstau – Kurzgeschichte, wohl kaum mehr Science fiction, eher Dystopie jetzt          https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/innovationsstau/
44. Reinkarnation – Fantasy – Kurzgeschichte mit Fee, + nur für ganz Überempfindliche https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/reinkarnation/
45. Min Deern! Dat du min Leevsten büst! – Kurzgeschichte (deutsch, aber ja doch) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/min-deern-dat-du-min-leevsten-buest/
46. Wenn Gott eine Türe schließt, so öffnet er ein Fenster – Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/wenn-gott-eine-tuere-schliesst-so-oeffnet-er-ein-fenster/
47. Dinner for only one – Kurzgeschichte (deutsch)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/dinner-for-only-one/
48. Den Frauen von Augusta Vindelicum gewidmet, in Memoriam heilige Afra und Agnes Bernauerin – Gedicht mit volkstümlichen Anklängen Typ Schnodahüpferl https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/die-frauen-von-augusta-vindelicum-gewidmet-in-memoriam-heilige-afra-und-agnes-bernauerin/
49. Wieso das Füttern der Elefanten verboten ist und wie Eva und Max das herausfanden – Kriminalkurzgeschichte mit Eva        https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/wieso-das-fuettern-der-elefanten-verboten-ist/
50. Informationstafel – Lyrik/Gedicht/Betriebsanleitung https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/informationstafel/
51. Dichterlesung – Kurzgeschichte                                                            https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/dichterlesung/

52. El Cid –  einigermaßen fabelhafte Kurzgeschichte, aber nicht auf spanisch      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/14/el-cid/

Das INHALTSVERZEICHNIS geht unterhalb weiter. Nur eine kleine Einfügung und Erläuterung:

Ich habe manchmal Bilder eingefügt, zur Auflockerung und Erbauung sowie um den digitalen Apparat (gebrauchte Canon EOS 500D, vorher wollte ich nie eine C., da ich ja am allerwenigsten in Schluchten fotografiere, wenngleich Heine schon sagte: baue dein Fotostudio/deine Dunkelkammer im Tal und nicht auf dem Gipfel) auszuprobieren, denn ich war noch etwas aus der Zeit gefallen. Für Interessierte: nach der Agfa Clack, die auch das Eingangsbild lieferte, lang ist’s her, und die einen Ehrenplatz auf dem Regal hat kam als tatsächlich eigene – dazwischen schon wieder Leihgaben, darunter eine schöne Minolta und später eine halbkaputte Agfa Spiegelreflex – richtige Kamera gleich die Minolta Spiegelreflex (Dynax 5000i), und lange hab ich mich geweigert, so richtig zur digital – elektronischen Fraktion zu wechseln, die ersten kleinen Digicameras waren insbesondere objektiv gesehen ja nicht so das Wahre. Für Schnappschüsse zu langsam, für Bilder zu schlecht, der Zoom ein Graus, zum Mitnehmen, zugegeben, ganz praktisch. Ich bin immer noch ein Fan des belichteten Materials statt vieler Pixel, sehe aber selbstverständlich den praktischen Nutzwert – aberzehntausende Bilder, die man unschwer wieder löschen kann oder, nähme man sich die Zeit, könnte…, nie mehr wegen eines Motivs überlegen, lohnt sich das? Und, böse gesagt, nicht fotografieren sondern nachträglich bearbeiten (allerdings auch wieder: wenn man’s kann und die Zeit aufwendet) bis alles paßt.. na ja. Wie gesagt, schon praktisch. Und gelegentlich habe ich mich auch bei freilich stark begrenzter Befähigung zeichnerisch versucht. So, weiter mit dem INHALSVERZEICHNIS:

53. Bildnis aus einem angeblich hundefreundlichen Landstrich (Photodokumentation) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/05/09/421/

54. Phytagoras‘ Kiefer und Isaac reloaded (Photos für den Geometrie- und Physikunterricht) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/05/09/phytagoras-kiefer/

55. das Geheimnis des Waldbauern (photografisches Bildnis mit Hund) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/02/das-geheimnis-des-waldbauern/

56. das rindige Rind (Photo)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/02/das-rindige-rind/

57. die Wahrheit über die Liebe (mittels photografischer Abbildung erläutert) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/02/die-wahrheit-ueber-die-liebe/

58. hochauflösende Grafik (Kurztext in Form eines Kurzinterviews) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/10/hochaufloesende-grafik/

59. rötlich erblüht der Garten (2 photografische Blumenbilder) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/10/roetliche-erblueht-der-garten/

60. aber ein großer Schritt für die Menschheit (Bild)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/aber-ein-grosser-schritt-fuer-die-menschheit/

61.Vor Pygmalion (Bild)                                                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/vor-my-fair-lady/

62. Lamageister (Bild)                                                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/lamageister/

63. Löwenkindheit (Bild)                                                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/loewenkindheit/

64. Ernest oder: der Tod, der Tod – Versuch eines Essays mit notizhaft angedeuteter Rahmengeschichte, folglich etwas länger trotz fehlender Cocktailrezepte                                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/23/ernest-oder-der-tod-der-tod/

65. Gesprächsangebot an linkische Freunde oder: dem unaufrichtigen Kommunisten gewidmet – aufgeworfene Gedanken über ein neueres Buch, ach was, anhand eines solchen, nicht mal essayistisch    https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/gespraechsangebot-an-linkische-freunde-oder-dem-unaufrichtigen-kommunisten-gewidmet/

66. Das Tier im Käfig – lyrisch in Zeilen Gepresstes      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/das-tier-im-kaefig/

67. Meine Nächte sind heißer als deine Tage oder: aus Lilis frühen Erzählungen – Fantasy, +, Kurzgeschichte                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/meine-naechte-sind-heisser-als-deine-tage-oder-aus-lilis-fruehen-erzaehlungen/

68. Bin ich der Hüter meines Bruders? – sozusagen historisierende Fantasy, +, Kurzgeschichte                                                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/bin-ich-der-hueter-meines-bruders/

69. Zwei Segel, schon wieder (s.a. 77) – Lyrik, auch wenn das C.F. Meyer ungleich besser kann                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/zwei-segel-ich-denke-an-c-f-meyer/

70. Unerwartete Impression.  – Lyrischer Versuch aus den Liedern Aotearoa https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/16/unerwartete-impression/

71. Gesang in der Badewanne – durchaus musikalische Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/16/gesang-in-der-badewanne/

72. Ne Kuh – Lyrik mit philosophischem Anspruch      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/25/ne-kuh/

73. Des Menschen guter Kern – Kurzgeschichte, Thriller     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/25/des-menschen-guter-kern/

74. Naja Pallidas Tanz – Kurzgeschichte (Max erscheint erstmals als Nebenfigur, also Krimianklang)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/25/naja-pallidas-tanz/

75. Matratzentango – Kurzgeschichte, surreal     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/05/matratzentango/

76. die fehlenden betenden Hände – Bild    https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/05/die-fehlenden-betenden-haende/

77. Beim Lesen eines Gedichtes (C.F. Meyers zwei Segel) – zwei Gedichte (s. a. 69)                                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/11/beim-lesen-eines-gedichtes-c-f-meyers-zwei-segel/

78. Antanzen oder Ania, tanz – Kurzgeschichte aus ferner Zeit und fernem Land; photografisch unterstützt                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/11/tanz-ania/

79. ER  – sehr geraffte Kurzgeschichte (++) bzw. All Dialog Anfang  https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/12/25/79-er/

80. Einmal im Wald (denn ewig schweigt dieser) – längere Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/17/einmal-im-wald-denn-ewig-schweigt-dieser/

81. Horst und der letzte Bulle, zwei Nachrufe hallen aus dem letzten Jahr herüber –  nur als Nekrolog gedachte mahnende Erinnerungen an bestimmte Verstorbene https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/24/horst-und-der-letzte-bulle-zwei-nachrufe-hallen-aus-dem-letzten-jahr/

82. Helen spricht – kurze Rede einer längst Vergangenen https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/24/82-helen-spricht/

83. türen – ein paar kurz hintereinandergereihte Worte zu diesen Menschenklappen, meinetwegen als Lyrik zu betrachten      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/24/tueren/

84. Der Lund von Basketville – Detektivkurzgeschichte mit vorbildlichen Protagonisten https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/06/der-lund-von-korbdorf/

85. Himmelsflügel – ein Gedicht im alten Stile nach einer erlebten Himmelserscheinung am Morgen         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/06/himmelsfluegel/

86. moderne Kulturreisen – Kurzgeschichte aus gegebenem Anlaß, ob sie viral geht? https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/06/aktuelle-kulturreisen/

87. Canotili al dente – Kurzgeschichte, Fantasy     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/canotili-al-dente/

88. Optimal. – Kurzerzählung einer Optimierungssüchtigen https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/86-optimal/

89. Mantodea – fabelhafte Kurzgeschichte      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/89-mantodea/

90. beste Freundin für immer – Kurzgeschichte     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/89-beste-freundin-fuer-immer/

91. Vom bösen alten Wolf, bereinigtes Kindermärchen für das reifere Kind von heute, moralisch und belehrend – kurzes Märchen                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/29/vom-boesen-alten-wolf-bereinigtes-kindermaerchen-fuer-das-reifere-kind-von-heute-moralisch-und-belehrend/

92. O Tempora, o Mores! – Kurzgeschichte, Fantasy     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/29/92-o-tempora-o-mores-oder-wem-alles-die-stunde-schlaegt/

93.  Utopia, jetzt endlich da – statt Anarchie jetzt oder nie – eine für alle Fälle aktuell vorbereitete Festrede                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/29/93-utopia-jetzt-endlich-da-statt-anarchie-jetzt-oder-nie-festrede-zum-84-jahrestag-der-neuen-zukunftsgewandten-gesellschaftsneuordnung-mit-genehmigten-kritischen-anmerkungen-von-herrn-han/

94. Utilitarismus – Science fiction, Kurzgeschichte        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/utilitarismus/

95. Starterlaubnis für Cessna – Kurzgeschichte/Krimi         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/starterlaubnis-fuer-cessna/

96. Süße Rache – Kurzgeschichte/Krimi                                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/suesse-rache/

97. Eine Studienfahrt in Scharlachrot – kurzer Detektivkrimi                             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/97-eine-studienfahrt-in-scharlachrot/

98. In der Sonne – eine kurze Kindergeschichte mit leicht utopischem Einschlag   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/04/15/in-der-sonne/

99. Frühe Stunde – eine nicht wortgetreue Wiedergabe einstiger Geschehnisse   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/04/15/99-fruehe-stunde/

100. meine sehr willkommenen Gartengäste – Bilder fleißiger Bienchen           https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/02/meine-sehr-willkommenen-gartengaeste/

101. Phoenix aus der Soße – Bild                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/02/101-phoenix-aus-der-sosse/

102. Kryptozoologische Funde – Bilder                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/03/kryptozoologische-funde/

103. Wer hat die Bank geklaut? – Bild                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/03/wer-hat-die-bank-geklaut/

104. Die Wüste lebt – zum Glück – Bilder                                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/03/die-wueste-lebt-zum-glueck-ja-auch/

105. Allzeit Gesundheit und Kindersegen dazu – Bild zum Muttertag             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/10/105-allzeit-gesundheit-und-kindersegen-dazu/

106. Loxodonta africana und Elephas maximus – 2 Bilder                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/10/loxodonta-africana-und-elephas-maximus/

107. Das moderne Märchen, …  – einige Vorschläge zur angelegentlichen Neufassung nach amerikanischer Maßgabe    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/das-moderne-marchen/

108. Wenn der Wind nicht weht -Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/108-wenn-der-wind-nicht-weht/

109. Monotyp – Introspektive Selbsterzählung eines Einzigartigen (+)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/109-monotyp/

110. über Helikoptereltern und ihre Wirkungen – Kurzgeschichte, Fantasy, https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/110-uber-helikoptereltern-und-ihre-wirkungen/

111. beziehungsreiche Jugenderlebnisse – Kurzgeschichten oder: Eva erzählt https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/111-beziehungsreiche-jugenderlebnisse/

112. Eine Insel – sehr kurze Geschichte, Gedankenmonolog   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/112-eine-insel/

113. Ein junger Soldat -sehr kurze Geschichte                                                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/112-ein-junger-soldat/

114. Pietà        (Bild +)                                                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/pieta/

115. Aus der kleinen Zauberschau (Bild)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/aus-der-kleinen-zauberschau/

116. Aus dem Alltag des Klapperstorchs (Bild) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/aus-dem-alltag-des-klapperstorchs/

117. Aus der Reihe: Sprichwörter und ihr Nutzwert im Alltag   (Bild)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/aus-der-reihe-sprichworter-und-ihr-nutzwert-im-alltag/

118. Koi und Haiku (Bild)                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/koi-und-haiku/

119. The origin of a dark knight  (Bild)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/the-origin-of-a-dark-knight/

120. Aus der Serie: Zukunft und Alltag. Die Küche von morgen (Bild)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/serie-zukunft-und-alltag-die-kuche-von-morgen/

121. Das (höhere) Management und das Aussterben (Bild) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/das-hohere-management-und-das-aussterben/

122. Der kriminalistische Spürsinn in Schigl (Kurzgeschichte, Krimi)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/der-kriminalistische-spursinn-in-schigl/

123. Der kriminalistische Spürsinn   (Kurzgeschichte, Krimi)                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/123-der-kriminalistische-spursinn/

124. Coworking (Bild)                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/coworking/

125. Polizeiliche Maßnahme (Bild)                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/125-polizeiliche-masnahme/

126. Nonnennamensvorschläge (Bild – +++)               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/nonnennamensvorschlage/

127. Das ist der Bär… (Bild)                                                          https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/127-das-ist-der-bar/

128. Aus der Paläontologie (Bild)                                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/aus-der-palaontologie-der-kreide/

129.  Originalbild der ersten und bisher einzigen echten Miss – Universe – Wahl  (Bild)                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/originalbild-der-ersten-und-bisher-einzigen-echten-miss-universe-wahl/

130. Schwarzgürtelhai (Bild)                                                                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/schwarzgurtelhai/

131. Schulungsbilder (Bilder zur gegenwärtigen Seuchenproblematik)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/14/131-schulungsbilder-zur-covid19-vermeidung/

132. Die Totenmaske (Krimi, Kurzgeschichte, ein klein bißchen länger)           https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/21/132-die-totenmaske/

133. Spieltrieb (Kurzgeschichte, Fantasy)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/04/134-spieltrieb/

134. Einen Planeten kolonisieren (Kurzgeschichte, Fantasy) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/04/134-einen-planeten-kolonisieren/

135.   Eine Lanze für die Polizei aber auch für die Journaille (kritischer 2020 aktueller Artikel)                                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/04/eine-lanze-fur-die-polizei-aber-auch-fur-die-journaille/

136. Fake News      (noch ein in 2020 aktueller kritischer Artikel)                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/18/fake-news/

137. Herr Geppert (Fantasy, Kurzgeschichte)                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/18/137-herr-geppert/

138. Süße Kleine (eine fabelhafte Kurzgeschichte)                                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/26/suse-kleine/

139. Der voreilige Schuß am ersten Mai (Kurzgeschichte enthält Hund) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/der-voreilige-schuss-am-ersten-mai/

140. Noch eine unerzählte Geschichte vom amerikanischen Traum  (Kurzgeschichte)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/140-noch-eine-unerzahlte-geschichte-vom-amerikanischen-traum/

141. Allein. Oder: Unfall mit Folgen (kurze, dramatische Geschichte)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/141-monotyp/

142. Das Leben kann so schön sein (Kurzgeschichte mit Krimicharakter)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/142-das-leben-kann-so-schon-sein/

143. Megalosaurus Maxime (Kurzgeschichte mit neuen Erkenntnissen über das spurlose Verschwinden der Urzeitechsen)       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/143-megalosaurus-maxime/

144. Die Wendeltreppe (Krimikurzgeschichte)                                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/144-die-wendeltreppe/

145. Eine Fabel betreffend Herrn Strauchmaier (kurze Erzählung mit mehr floralen Elementen)                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/10/145-eine-fabel-betreffend-herrn-strauchmaier/

146. Zwingende Gründe, den deutschen Weltraumbahnhof zentraler und auf stabilerem Grund zu errichten  (kurzes Statement aus architektonisch – technischer Sicht mit besonderer Berücksichtigung der Statik)                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/15/146-zwingende-grunde-den-deutschen-weltraumbahnhof-zentraler-und-auf-stabilerem-grund-zu-errichten/

147. derdiedas Wehr (fachkompetenter, sachlicher Gastbeitrag zu aktuellen militärpolitischen Grundsatzentscheidungen)                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/15/147-derdiedas-wehr/

148. Terror. Eine üble Horrorgeschichte aus einem Lande vor unserer Zeit (Versuch einer verständlichen, modernen Übersetzung altüberlieferter Erzählungen)          https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/26/terror-eine-geschichte-aus-einem-lande-vor-unserer-zeit/

149. Rassismus und Straßenbahn (Kurzerzählung) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/26/149-rassismus-und-strasenbahn/

150. Spannung auf dem Ponyhof (Krimi mit Kommissar Flüder)                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/spannung-auf-dem-ponyhof/

151. Deus ex machina (Kneipenkurzgeschichte mit Fantasy – Elementen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/151-deus-ex-machina/

152. Gespräch zweier beliebiger pubertärer Schuljungs im Schlafgemach des Internats (kurzer Dialog)                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/152-gesprach-zweier-beliebiger-pubertarer-schuljungs-im-schlafgemach-des-internats/

153. Der Weintrunk. (Ein Poem nach einer Vorlage von Kerner)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/153-der-weintrunk/

154. Testudo (Eine kurze, nicht zuletzt tierschutzrelevante maritime Geschichte in der Tradition Robinson Crusoes)                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/154-testudo/

155. Einzahn (Ebenfalls wie vor eine tierschutzrelevante, aber meerferne Geschichte)     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/155-einzahn/

156. Der Tierarzt (Sehr kurze, aber anders als die vorigen keineswegs tierschutzrelevante Geschichte)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/156-der-tierarzt/

157. Grundbedingungen des Überlebens… (Kurzgeschichte, die unter denen, die im hohen Gras leben, spielt)                                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/157-grundbedingungen-des-uberlebens-fur-acinonyx-jubatus-und-connochaetes-taurinus-albojubatus-unter-den-bedingungen-des-okosystems/

158. Windsbraut (eine stürmische, sehr kurze Geschichte aus den tiefsten Wäldern)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/windsbraut/

159. Louise, das Glück und das Schneeglöckchen (Poem. Aus gegenwärtigem Anlaß, zum Preise)                                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/10/17/159-louise-das-gluck-und-das-schneeglockchen/

160. Sachbeschädigung. Oder: ungerächt! Ungerecht. (ein Dialog) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/10/17/160-sachbeschadigung-oder-ungerecht-ungeracht/

161. Christl kommt mit der Post (Krimi, mal wieder mit dem Detektiv aus der Bäckereigilde)                                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/161-christl-kommt-mit-der-post/

162.  Natürlich muß es eine Öffnung geben, irgendwo muß eine Öffnung sein! (Phantasiegeschichte zwischen Flüssigkeiten und ein wenig Fauna)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/162-naturlich-muss-es-eine-offnung-geben-irgendwo-muss-die-offnung-sein/

163. En swaren Drom (Kurzgeschichte, aber keine Sorge, nicht auf platt)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/162-en-swaren-drom/

164. Umpf (eine Geschichte von früher, viel früher)                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/164-umpf/

165. Hannibal oder warum der Natursprung abgeschafft wurde (eine herbeigefabelte Geschichte voller Unwahrscheinlichkeiten und ebensolcher philosophischer und historischer Bezüge)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/164-hannibal-oder-weshalb-der-natursprung-abgeschafft-wurde/

166. Nebelfetzen (eine dramatische Geschichte vom Kampf mit der Natur, aber nicht nur)                                                                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/166-nebelfetzen/

167. Die Torte des Todes (Kriminalkurzgschichte mit mal wieder und passenderweise dem Bäckerdetektiv H.Schließscheu)            https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/167-die-torte-des-todes/

169. Nach Camelot (eine alte Rittersage. Oder ihr Nachsatz) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/169-nach-camelot-oder-bedwyr-fab-beddrawg/

170. Eispickel. (ein kurzer Thrill)                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/170-eispickel/

171. Hochstapler, japanische (Kriminalgeschichte mit dem Bäckermeister von Korbdorf)                                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/171-hochstapler-japanische/

172. Wir wollten niemals auseinandergehen (kurze Erzählung von der Liebe, dem Leben und dem Tod sowie dem notwendigen Essen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/wir-wollten-niemals-auseinandergehen/

173. Wir sollten niemals auseinandergeh’n ( aufregend, aber kurz und bündig)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/173-wir-sollten-niemals-auseinandergehn/

174. Der Drache (eine, wie der Titel bereits sagt, völlig aus der phantastischen Luft gegriffene Geschichte wie man sie vielleicht früher mal geglaubt hätte)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/174-der-drache/

175. Diebsgesindel (Poem)                                           https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/177-diebsgesindel/

176. Gestammel. Oder: Franz Werfel (unter Gedichte zu erfassen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/176-gestammel-oder-franz-werfel/

177. Trollheimen (ein ganz unüblich kurzer Ausflug in die Nordlandsaga)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/28/178-trollheimen/

178. Kein Jahr der Graugans. Keine fromme Weihnachtslegende in diesem, keine erbauliche Osterlektüre für das nächste Jahr. (Fabel) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/24/178-kein-jahr-der-graugans/

179. Werfuchs. (Fantasy, Kurzgeschichte)                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/30/werfuchs/

180. Die Geldbörse. (Krimi)                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/30/180-die-verlorene-geldborse-oder-was-der-moderne-ulysses-kurzgeschichte-versprochen-schon-wieder-mal-an-nur-einem-einzigen-tag-durchlebt/

181. derdiedas Wirbelsäule (Bild, ja, so ne Zeichnung halt!)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/31/2061/

182. der erfüllte amerikanische Traum (Bild, gezeichnet)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/31/182-der-amerikanische-traum-endlich-erfullt/

183. Hart bis in den Tod (gezeichnetes Bild)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/31/183-hart-bis-in-den-tod/

184. Von den Vitalienbrüdern und ihren Freunden (nur Bilddokumentation)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/02/von-den-vitalienbrudern-und-ihren-freunden/

185. Die Truhe (Kurzgeschichte mit märchenhaften Zügen für nicht zu kleine Kinder)                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/09/die-truhe/

186. Apnoetaucher (Kurzerzählung)                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/09/186-apnoetaucher/

187. Entführung (Kriminalkurzgeschichte)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/17/187-entfuhrung/

188. Das Problem mit der Kunst (kurze Erzählung, mehr betrachtend)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/188-das-problem-mit-der-kunst/

189. Der alte Trapper und sein Hund (Kurzerzählung)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/189-der-alte-trapper-und-sein-hund/

190. Amok (Kurzgeschichte nach einer weitaus berühmteren Vorauserzählung) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/190-amok/

191. Fred und das Parkhaus (Kurzgeschichte) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/191-fred-und-das-parkhaus/

192. Eindringling! oder: der Wächter des Waldes (Kurzgeschichte) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/192-eindringling-oder-der-wachter-des-waldes/

193. Mord aus Beschämung (kurzer Krimi aus Korbdorf/Basketville)          https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/23/189-mord-aus-beschamung/

194. Der Feuerteufel von der Latvia (Spannungs- und Seefahrtgeschichte)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/23/194-der-feuerteufel-von-der-latvia/

196. Der Höhepunkt der Schatzsuche (kurze, dramatische Erzählung aus heimischen Wäldern)                                           https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/23/196-der-hohepunkt-der-schatzsuche/

197. Am Ziel der Reise (eine belanglose, alltägliche Reisegeschichte)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/197-am-ziel-der-reise/

198. Der Tierschutz und das Problem mit den Spendern (eine unnötig reißerische Geschichte)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/der-tierschutz-und-das-problem-mit-den-spendern/

199. Balletteuse (weithergeholte Tanzphantasie)                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/199-balletteuse/

200. Volksliedgut. Ein Fachaufsatz mit sprachwissenschaftlichem Anspruch (ebendas, nichts sonst) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/199-volksliedgut-ein-fachaufsatz-mit-sprachwissenschaftlichem-anspruch/

201. Ersatz (ein Katz – und – Maus – Spiel)                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/201-ersatz/

202. Metamorph (von der Macht der Worte)                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/202-metamorph/

203. Scyllas Schwester, Charybdis‘ Bruder (Science Fiktion)            https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/203-scyllas-schwester-charybdis-bruder/

204. Radioteleskop (Science Fiktion)                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/204-radioteleskop/

205.  Eine kurze, romantische Erzählung, in der der Mann im Mond daherkommt, aber nicht nur er allein             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/205-eine-kurze-romantische-erzahlung-in-der-der-ganz-marchenhaft-der-mann-im-mond-daherkommt-aber-nicht-nur-er-allein/

206. Bär & Grill (Story from the far, far West/deutsch)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/205-bar-grill/

207. In der einzelnen Wunde (surreale Ausformungen)           https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/207-in-der-einzelnen-wunde/

208. Assistenzsystem (eine ebenso moderne wie verruchte Angelegenheit)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/02/07/208-assistenzsystem/

209.  Eine irgendwie modern anmutende Indianergeschichte (nicht einzuordnende Phantastik)                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/02/07/209-eine-irgendwie-modern-anmutende-indianergeschichte-aus-dem-alten-und-blutigen-wilden-westen-so-dass-man-nicht-wissen-kann-wann-die-eigentlich-spielt/

210. Toilettenhygiene (Kurzgeschichte aus der Welt absolut alltäglicher Verrichtungen)                                                            https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/02/07/210-toilettenhygiene/

211.  Asche. Eine Traum von einem Essay.   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/02/asche-oder-aske-nach-dem-sundenfall/

212. Anna modern. Zeitlose Zukunftsphantasie https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/02/212-anna-modern-und-deshalb-sehr-kurz-und-plakativ/

213. Der Blitz. (Ein lehrhaftes Poem)                          https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/213-der-blitz/

214. Psittacosaurus. Oder die Leichenschändung (eine nicht wertfreie Lyrikform)                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/214-psittacosaurus-oder-die-leichenschandung/

215. Der palindromische Wanderfisch. Ein glitschiges gedichtetes Machwerk.    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/215-der-weltweit-verbreitete-international-hinterfragte-palindromische-wanderfisch/

216. Hase. Phrase. Emphase. (Ein auch kanonisch vorzutragendes Sauflied, etwa beim ersten Milchfläschchen zu singen. Also ja, eher für Kinder, da zu komplex bei Zufuhr von Alkoholika)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/216-hase-phrase-emphase/

217. Das Geschäftsgebaren (Kurzgeschichte aus der Finanzwelt und von der Straße)                                                                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/217-das-geschaftsgebaren/

Was ich so schreibe… na, alles Mögliche! Eben Geschichten, Gedichte, es ist ein bunter Strauß, keiner muß alles lesen  keiner muß alles mögen, natürlich freue ich mich, wenn etwas dem geneigten Leser zusagt, doch sollen die Texte nicht vorrangig, nicht einfach nur gefällig sein, sondern gerne auch ein bißchen sperrig hier und da, manche auch zum Nachdenken anregend. Wenn mir dies immer mal wieder gelingt (ja, genau, das mit dem Nachdenken), tunlichst ohne dass der Aspekt Unterhaltung untergeht, dann bin ich froh. Wer zum Inhalt oder zur Form Nachfragen hat, auch kritische, aber gerne (wie gesagt errege ich auch gerne Gefallen und hör das auch mit Begeisterung, wer nicht!), ich freue mich auf fachliche, sachliche und sowieso freundliche, gar begeisterte Rückmeldungen, konstruktive Kritik jeder Form wenn’s denn sein muß weil jemand sehr genau liest, sehr genau Textauf- und überbauten betrachtet, aber auch klar, von vorneherein: wer bloß blöd rumnölen will kanns auch gleich lassen. Gelegentlich schreibe ich auch zwischendrin mal zum aktuellen Weltgeschehen, was aber eher nicht so mein Stil ist, denn die Geschehnisse müssen meistens erst mal verdaut, inwendig verarbeitet werden, dann erst, dann wird vermutlich eine Geschichte daraus, die womöglich ihren Anlaß gar nicht mehr erkennen läßt. Wie das halt mit Verdautem so ist, man erkennt selten das Eingangsprodukt. Freilich, manchmal ist noch eine deutliche Färbung zu erkennen oder gar unverdaute Reste, grobe Körner etwa… Und wie alles selbst Angedaute: wie schon geschrieben. Copyright. Gell! Privat weitergeben – unter Autorenangabe – ja, gern, in irgendeiner Weise gewerblich: nicht ohne mich zu fragen! – ja doch, fragt mich!
Sodann wurde ich aufgefordert, einen Leseguide zu geben. Was diese Geschichtchen sollen, ob sie zusammenhängen. Nein, jede steht für sich, obwohl es natürlich inhaltliche Zusammenhänge geben mag, thematische. Falls sich eine Geschichte aus der anderen ergibt, so wird, kein Grund zu zweifeln oder verzweifeln, ein Hinweis gegeben werden. Wie schon geschrieben müssen diese ganzen Einträge also nicht mit Gewalt heruntergelesen werden, sondern je nach Lust und Laune – manche mögen zu einer kleinen Besinnung anregen, die Seele bequem baumelnd, nicht aber etwa aufgehängt, sich selbst suchen lassen, besinnlich sein, andere aufgrund ihrer temporeichen Ereignisse oder ihrer spitzen Bemerkungen wegen eher den Verstand ansprechen, aufwecken, den lieben Leser auch dazu auffordern, Stellung zu beziehen, selbst tätig zu werden gegen all das Ungute, das sich überall vermehrt, breitmacht, gestern und heute. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Blatt betrachtend ein Haiku rezitiert wird oder sonstiges Poetisches, diesem poetischen Sinn im Seienden sinnlich nachgespürt wird, oder anders eine unerwartete Wendung, ein frecher Begriff aufregend ist, vielleicht sogar ärgerlich oder aber eher belustigend. Hier mag ergänzt sein, es wiederholt sich, es ist oft das Ernste im Unernsten und sein Zwilling, das Unernste im Ernsten, das sich mir aufdrängt und das ich weiterzugeben versuche. Ist das Geschriebene ein autobiografisch Gekritzel? Eher nein, natürlich fließt mein Erfahrenes, Erlebtes ein, wird aber immer verformt, verarbeitet, bewußt und mindestens so oft unbewußt. Muß man, bei Fachbegriffen begonnen, so klug sein wie der Autor? He, wir leben in Zeiten des Internets! Da kann man nachschauen, was glaubt Ihr denn, was ich mache und nicht zuletzt gibt es auch Bücher, ja, die gibt es noch, Lexika, Fachbücher und so (na schön, o.k., andererseits, haltet mich ruhig für ein Genie, einen Ausbund an Wissen)?! Muß immer, schier mit Gewalt, ein geheimnisvoll tieferer Sinn drinstecken? Nein, es darf auch auf Unterhaltungsmodus geschaltet werden. Am Ende muß ja immer der Rezipient, der Leser sich fragen, kann er, dieser Leser nämlich, da für sich etwas, irgend etwas, ein wenig, viel rausholen oder nicht. Wo nicht, na gut, schade um die so wieder gefundene, verlorene Zeit, wo schon, da freue ich mich mit! Wie schon gesagt, gerne auch Rückmeldung.
Ja, o.k., eine Betriebsanleitung… na gut, ich habe erkannt, dass ich manchmal Erläuterungen, nicht so sehr Kommentierungen abgeben muß und vielleicht auch einen Hinweis, um was es geht, also mindestens in etwa ein Genre angeben. Dann will ich das mal tun. In Klammern und/oder meist unten drangehängt. Also meinend: Du, der Du dies liest mußt das nicht so übernehmen, nicht so lesen, es ist nur ein Hinweis, eine Hilfestellung, aber bitte: das Lesen sei frei! Kein Leser um des (unvollständigen) Lesens willen verdammt! Ach kommt: Leseguide! Wenn ich das schon höre, lese, liese, lase: ja lest doch selber oder, um es mit Heinz Erhard zu sagen: das Schwarze, das sind die Buchstaben!

Die meisten Stücklein sind kurz. Also, wie schon gesagt: Was alles dabei erläuternd in Klammern oder im Anschluß steht kann weggelassen werden, das eigentliche Stücklein steht für sich, nur falls zusätzliche Erläuterungen gewünscht werden mag es sich empfehlen. Warnen will ich nur Diesen und Jenen vor den Teilen, die eventuell religiöse Gefühle (warum grad diese Schonung? weil die Leicht- und Strenggläubigen so leicht beleidigt sind! Ja und dann auch wegen einer gewissen Neigung, die auch mir innewohnt und die mir Respekt vor jenen Suchenden einflößt, die da nach der Wahrheit suchen oder nach der berühmten schwarzen Katze der Erkenntnis in einem verdunkelten Zimmer, die gar nicht da ist – das wäre die gute alte Wissenschaft -, die da aber nicht gleich rufen, sie hätten sie, obwohl sie wie gesagt gar nicht da ist, denn dies ist bekanntlich Theologie.) treffen und damit verletzten könnten, ich verseh sie mal mit einem + als Warnung. Weil das Lesen bei voreingenommenem Wahrheitsgewissen  ja nichts bewirkt außer leichtfertig erzielte negative Affektausbrüche, lest das nicht, lest eure heiligen Schriften und nichts Anderes! Aber mein Gott! – und alle die anderen Deines Schlages, die ich nicht neben Dir haben soll! – ja, ich weiß ja, dass das nichts nützen kann, frevelhafte Neubegierde wächst unter der frömmsten Scheuklappenhaube egal welcher Machart nach welcher Bekleidungsvorschrift welchen Ordens, welcher (vornehmlich alleinseligmachender Bekehrungs- und Verkündigungs-) Religion auch immer. Jene diesen Herumirrenden Gleichgestellten aber, die heilig – absolute, obwohl gottlose Schriften für sich in Anspruch nehmen, sei es das bedenkenswerte, aber alles andere als unkritisch zu lesende Kapital, sei es ein übles Machwerk wie sein Krampf oder dergleichen, denen gestehe ich auch diese vorgebliche Suche nach der Wahrheit nicht mehr zu, es sei denn, sie wären völlig verblödet, was aber nur die wenigsten sind, die meisten wollen sehr bewußt und oft sogar sehr intellektuell überbaut und untermauert genau das: eine einfache, menschenverachtende Glaubenslehre für eine überschaubar definierte In-Group mit möglichst vielen Grausamkeiten gegen die Anderen und gegenüber den Abweichlern und dabei maximierten persönlichen Gewinnmöglichkeiten – nicht umsonst hatten die damals wie heute keine Finanzsorgen, Vertreter des Großkapitals und all seiner Abarten (ja, was war denn angewandter Sozialismus anderes? Umverteilung nicht für und an die Massen, sondern an die Funktionäre. Das Spiel bleibt immer gleich, egal, wie es genannt wird) wissen, wie Mord und Totschlag zu fördern ging und geht. Nicht alle sagt ihr? Na schön, ich kenne die Leute eh nicht persönlich, dann halt viele. Sehr viele.

Aber die meisten Geschichten handeln eh nicht von diesen. Sondern von Menschen wie du und ich, die durch ein Leben stolpern und sich öfter einmal wundern. Über die ätzend langweilige Normalität ebenso wie über den Einbruch des unerwarteten, unvorhersehbaren Phantastischen, Abnormen, Aberwitzigen in den gerade noch so vorwitzfreien Alltag.

(217) Das Geschäftsgebaren

Er hatte immer Wert auf gute Manieren gelegt. „Gute Manieren und Bildung, damit steht einem die Welt offen,“ pflegte er zu sagen. Tatsächlich waren dies zwei wichtige, wenn auch, wie er über lange Zeiträume schmerzhaft lernen musste, nicht unverzichtbare Bestandteile seiner Welt.

In der er deshalb auch eine ansehnliche, wenngleich nicht unbegrenzte Karriere machen durfte. Immerhin war er jemand in dieser großen Firma, in diesem großen Gebäude, ihrem Hauptsitz. Er gehörte nicht zu jenen handfesten, oft ehrbaren und arbeitsamen, aber doch selten im herkömmlichen Sinne kultivierten Männern, die sich kräftig die ölverschmierten Bratzen auf die Blaumann – Schultern schlugen. Er gehörte nicht zu jenen zu lange, grelle Krawatten tragenden, oft auffallend bunthemdigen Schönlingen, zumeist irgendwo draußen unterwegs im Versuch, die Produkte der Firma an den arglosen, überredeten Käufer zu bringen, die, kaum zurück in der Firma, dem weiblichen Personal in den Büros keine Ruhe mehr gönnten. Er gehörte nicht zu jenen oft nur kurz Anwesenden, die von hoher Warte aus die Geschicke der Firma nach undurchsichtigen Maßstäben, die offensichtlich nichts mit dem tatsächlichen Geschäftsmodell zu tun hatten, vielmehr die Interessen fernab Yachten und Schlösser bewohnender interessierter Kreise berücksichtigten, lenkten und intern kurzerhand alles erneuern wollten, verwirrende Veränderung an sich als etwas Gutes ansahen.

Vielmehr war er einer jener eher seltenen, gelegentlich noch in der mittleren Ebene anzutreffenden, Vertreter distinguierter, die altüberkommenen Werte der Firma verinnerlicht habender Leitungspersönlichkeiten, die von allen respektiert doch eher mit Abstand wahrgenommen wurden, den auch ihr Verhalten einforderte. Vom tadellos sitzenden Anzug über die makellos polierten Herrenschuhe und zurück zur stets akkuraten, streng gescheitelten knappen Haarpracht war er stets darauf bedacht, die Würde einer Weltfirma zu repräsentieren.

Wenn über ihn gelästert wurde, dann allenfalls über eine gewisse Umständlichkeit, die sich eben auch notwendig aus Beharrlichkeit ergab. Die Sekretärinnen schätzten ihn sehr, denn sie fürchteten bei ihm weder zotige Witze noch sonstige Übergriffe. Überhaupt schätzten ihn alle für seine aufrichtige Geradlinigkeit, nebenbei aber auch für die etwas steife, aber doch unbedingte Höflichkeit. Niemand, egal welchen Ranges, konnte sich erinnern, von ihm nicht gegrüßt worden zu sein. Bedurfte der Akten schleppende Lehrling einer helfenden Hand, weil er in unerfahrener Hilflosigkeit eine Tür mit dem einzig verfügbaren Ellbogen nicht aufbekam, so war der joviale Herr trotz seiner Position sich keinesfalls zu schade, einen rettenden Handgriff auszuführen. Überschwänglich bedankte sich, sagen wir beispielsweise Fräulein – nun ja, das sagte man damals noch, sagte er zumindest – Petersen: „Oh, vielen Dank Herr Browler, danke,“ während ihr vor lauter Schreck und dienstbeflissener Unbeholfenheit jetzt doch noch ein, zwei Ordner zu Boden fielen. „Aber ich bitte sie,“ erklang dann die Stimme des Vorgesetzten, „keine Ursache. Lassen sie mich ihnen helfen, bevor noch mehr herunterfällt, Fräulein – äh, Petersen, wenn ich mich nicht irre. Das sind ja aber auch einige dicke, äh, Wälzer, Ordner, die sie da herumschleppen!“ Und schon bückte sich der Mann in seinem teuren Anzug und hob die staubigen Aktendeckel auf.

Solches wurde in der Firma wohl bemerkt. Und war durchaus ein Teil der Reputation, die Herr Browler bei Seinesgleichen und vor allem bei den unter ihm Stehenden über die Jahre erworben hatte.

Diese Umgangsformen endeten nicht an der Türe, nicht mit Feierabend. Ging Herr Browler etwa Einkaufen oder in ein Lokal, so befleißigte er sich gerade gleicher Manieren, anders gesagt, er konnte gar nicht mehr anders.

Deshalb verhielt er sich, als an jenem Morgen ein wenig vorteilhaft gekleideter Mann vor der Eingangstreppe der großen Firma lag, ganz ebenso. Der Liegende hielt in seiner Hand eine Flasche, die wohl noch vor kurzem mit einer vermutlich klaren Flüssigkeit gefüllt gewesen war, der mit Prozentangaben versehenen Aufschrift nach aber kein naturbelassenes Wasser gewesen war. Seine Kleidung war schmutzig und zerrissen. Ob der Mann hier übernachtet hatte oder erst seit Kurzem dalag, ob er überhaupt so ganz bei klarem Bewusstsein war wurde aus der Situation nicht deutlich, für Herrn Browler, der mit großen Schritten seinen Pflichten entgegeneilte waren derartige Erwägungen aber auch nicht wesentlich, als er anhielt und den leise vor sich Hinsingenden, es waren keine anständigen Lieder und normalerweise werden diese Texte auch lautstark gegrölt, ansprach. „Guten Tag, mein Herr. Sind sie gestürzt, brauchen sie Hilfe? Soll ich ihnen aufhelfen?“

Zu seiner Überraschung begann der Daliegende, den so Freundlichen zu beschimpfen. Er brabbelte zwischendurch unverständliche Worte, dann aber kamen klare Beleidigungen hinzu. Davon ließ sich der allzeit Selbstbeherrschte aber nicht abhalten. „Vielleicht haben sie mich nicht recht verstanden. Soll ich ihnen aufhelfen?“

Der Schimpfende unterbrach sich, lachte auf und streckte eine Hand aus, mit der anderen hielt er weiter krampfhaft seine Flasche fest. Herr Browler nahm dies als Aufforderung, sein Angebot auch wahr werden zu lassen, ergriff die Hand und zog mit Anstrengung den über wenig Balance verfügenden Fremden hoch. Dieser hielt sich taumelnd an ihm fest.

Zwischenzeitlich kamen natürlich immer weitere Mitarbeiter an, die meisten eilten in Hast vorbei, manch einer blieb aber auch neugierig stehen. Nur mithelfen, irgendwie eingreifen wollte niemand.

„Gut, gut, immerhin, sie stehen wieder. Können sie gehen, kommen sie so nach Hause? Jetzt lassen sie doch mein Revers los,“ sagte Herr Browler noch, als der Fremde weiterhin sich an ihm festklammerte, wieder zu fluchen und schimpfen begann und sich zu guter Letzt schwallartig übergab.

Kurz darauf wandte sich der nun von einer Last befreite um und torkelte davon. Wie erstarrt stand der Besudelte. Eine Sekretärin, fast so lange im Betrieb wie Herr Browler, wurde aktiv: „Mein Gott, das ist ja schrecklich. Sie müssen noch einmal nach Hause, sich umziehen! Gehen sie nur, schnell! Ich sag Bescheid, dass sie später kommen.“
Was noch nie zuvor in einem langen Arbeitsleben passiert war.

Stunden später, die extraordinären Ereignisse des Morgens hatten längst die Runde durch das Haus gemacht, bei gelindem Spott war doch die einhellige Meinung der unteren Chargen, Herr Browler habe seinen Ruf in jeder, unbedingt positiver Weise bestätigt, war es Zeit, die oberen Etagen aufzusuchen. Es galt, die Halbjahreszahlen darzustellen.

Im Gang der obersten Etage stand einer der jüngeren Manager, der es noch nicht ganz bis zur Spitze geschafft hatte. Gerade verkündete er selbstsicher und lautstark, dass er ja an demselben Morgen über einen herumliegenden Obdachlosen gestiegen sei, dieser sich an seinem Hosenbein habe festkrallen wollen, er den übergriffigen Straßenmüll aber mit einem verdient wohlgezielten, kräftigen Fußtritt abgewehrt habe. Zustimmendes Gelächter erscholl. Einer ergänzte noch: „Und dieser Idiot, dieser alte Trottel versucht dem noch zu helfen! Kein Wunder, dass der nie wirklich Karriere gemacht hat!“ Erneutes, noch lauteres Gelächter. Eine gewichtige Stimme gab zu bedenken: „Eigentlich können wir diese Einstellung in unserer zunehmend modern ausgerichteten Firma gar nicht mehr gebrauchen!“

Herr Browler, der soeben den Flur betreten hatte und noch nicht bemerkt worden war, kehrte um. Der so überaus wichtige Besprechungstermin war urplötzlich seinem Gedächtnis entfallen, er wusste gar nicht mehr, was er hier gewollt hatte. Im Treppenhaus stieg er die letzten Stufen zum Dach empor, ging hinaus auf die großzügige Dachterrasse. Hier war er selten, hier versammelten sich zumeist nur die Raucher.

Er sah hinaus, weit über die Gebäude der Firma, weit über die Stadt. Es war ein überaus beeindruckender, wenn man so wollte auch ein erhebender Blick. Der Blick über das Ganze hinweg, ohne das Einzelne, das viel zu Kleine noch zu sehen, zu beachten.

Drunten werkelten Menschen, gingen andere auf der Straße, ein Stockwerk unter ihm begann vermutlich die anberaumte Konferenz. Die Halbjahreszahlen, bislang vorrätig in seiner Hand, fehlten. Denn soeben flatterten die Blätter, dicht mit ach so wichtigen Zahlen bedeckt, hinaus ins Freie, genossen ihren tanzenden Flug. Er hatte losgelassen.

(216) Hase. Phrase. Emphase.

Es saß ein Hase

Auf ‘ner Phrase.
Brütete sie aus.

Ei der Daus!

Was schlüpft wohl aus dem Hasenei?

Kartoffel- Erbsen- Apfelbrei?

Ein wüstes Welten – Einerlei?

Oder Herr Doktor Fischschupp – Schlei?

Nein, aus dem Ei*, das eine Phrase

Schlüpft selbstverständlich die Emphase.

So wird belanglos zum Belang,

der Has hat drum die Ohren lang,

er dreht dir damit eine Nase.

Den Strauß vom Grase in die Vase

Gerät so mancher in Ekstase,

besonders, wenn noch Wein im Glase –

Doch warn vor Übertreibung sehr,

ich, der Waldarzt brauner Bär!

Es droht am End dir dann die Stase.**

*Das Ei, wir nehmen es genau

Gelegt vom Hahn, nicht seiner Frau

Ist ungesetzlich, nicht in der Spur,

unstatthaft, wider Frohnatur:

ein Basilisk entschlüpft dem Ding

des Vorderfahr’n kluge Rede ging.

Doch brüt‘ der Has ist ungewiss

Ob’s nicht am End ist nur ein Schiß.

Doch manchem braunen Ei entfleucheln

drum Monster, die dann fröhlich meucheln,

Frau Fliege weiß das, drum sie frisst

Von jedem Scheiß, was es auch ist.

Sie schützt dich, liebes, gutes Kind

In deiner Wieg, noch ohne Sünd!

** Stase, Stasi?

Das woll‘n wir nie!

Denn schau nur nach im schlauen Buch

Der Mediziner, lern genuch:

Es ist Erstarrung, weist zum Ende

Von deines Lebenswegs Gelände.

Oder von einer Tiroler Dame

Altüberliefert ist ihr Name

Als Hex fürcht‘ man dereinst sie sehr!

Sie ist verbrannt. Drum nimmermehr.

Was? Alles das im Hasenei?

O weh, o weh, o weiowei.

Wir wollten niemals diese Brut,

nur Hühnereier tun uns gut.

Jedoch, habt ihr schon das vernommen:

Vom Berge jüngst herabgeklommen

Kam einer, der vom Norden kam

Die Finger und die Seele klamm

(er kletterte durch eine Klamm,

da frors dem Mann die Knochen z’samm‘):

Er fand dort oben, ‘s ist gewiss

In eines Felsens üblem Riss

Wahrhaftig jüngst ein Gemsenei! ***

Wenn das der Stase Werk nicht sei.

O weh. O wie. O Weiowei.

Laut der Erzählung kams

Hinten raus aus der Gams.

Die Fliege ist

Kein Linguist.

Drum weiß sie nichts zu sagen

Wie alle Koprophagen

Die in dem Maul bewegen

Die Scheiße und sie hegen.

Sonst wüsste sie ganz ohne Not:

Has, Gams? Das ist gewiss nur Kot!

Monotremata, das sind sie nicht,

Eutheria nur in diesem Gedicht!

Gleichwohl, die Fliege speist das Ding.

Was uns beschützt, drum fröhlich sing:

(Es saß ein Hase…)

(215) Der (weltweit verbreitete, international hinterfragte) palindromische Wanderfisch

Der Fisch liegt auf dem Tisch.
Wir essen ihn. Nein, nicht den Tisch.

Nur den grätenreichen Fisch.

Frischer Fisch von den Fidschi-Inseln,

den mit Butterglitsch wir bepinseln,

Butter und Zitrone, Petersiel:

Guts Essen, das ist unser Ziel.

Da fragt der Peter,

der alte Schwerenöter:

„Was, Papa, ist das für ein Fisch?

Der da auf dem Tisch?“

„Der Fisch? Kommt vom Schiff. Ist auch ein bisschen schief.

Schifffisch, Fischschief – hier steht es in dem Brief:

der gemeine palindromische Wanderfisch“

Da ruft der Peter: „O Mannometer!

Gibt es nicht ent- oder auch weder!“

Darauf geht die Tür auf, herein tritt ganz japanisch

Sich verbeugend ein Professor, der spricht drum nur spanisch

Und erklärt uns mit Worten und Gesten am Tisch

dass beschlagnahmt hiermit der neuentdeckte Fisch.

„So werden wir wieder einmal nicht satt,“

Meint der Peter darauf nur müde und matt.

„Nur Worte und Wortsalat und manchen Satz

Gibt’s hier am kulinarisch überschätzten Platz,“

der Peter, er ging, keiner hat ihn mehr geseh‘n.

Er wird wohl sein, wo die Winde weh‘n

Und wird dort, wer weiß, nach Fischen ausspäh‘n.

(214) Psittacosaurus. Oder: die Leichenschändung

Manche verbrennen ja Leichen

Zu Ehren des Verstorbenen

Manche verzehren ja Leichen

Zu Ehren des Verstorbenen

Manche begraben die Leichen

Nur weg mit den Verstorbenen

Manche fingern herum an Leichen

Moorleichen, Permafrostleichen, Fossilien.

Am After, an der Kloake des Sauriers,

der kreidezeitalten Leichengestalt,

gleichsam und gleichzeitig

koprophil und nekrophil…

Aber was soll’s, keine Organisation

Frömmlerischer Jenseitsbeflissener

Interessiert sich für Ötzi oder Dino

Oder gar der Steinkohlewälder

Würde und Ehre und also

Verbrennen wir leichenschänderisch

Weiter Kohle und Öl, nicht zur Ehre

Sondern uneingedenk uralter Geschöpfe,

wird die Kloake des Psittacosaurus

plastifiziert unsterblich gemacht, auf ewig

geschändet, missbraucht.

(Damit wir uns recht verstehen: ich bin sehr für Forschung und ich bin fasziniert. Von den Dinosauriern, hier der Erstbefundung einer Dinosaurierkloake bei einem Psittacosaurierfossil, wie allen anderen kreuchenden und fleuchenden Wesen (ich habe in meiner Kindheit, noch vor weiterführender Schule – ich hör schon den Shitstorm: Streber! Aber ich schwöre, das kam nach dem Misserfolg nie wieder vor – ein freiwilliges Referat über Dinosaurier (noch ganz naiv und unwissentlich falsch Flugsaurier und Fischsaurier darunter subsummierend) gehalten, das den Lehrer erstaunte und die Klasse trotz buntester Darstellung teils langweilte, teils zum Spotten brachte, denn die Viecher waren noch lange nicht up to date, weder Lehrkörper noch Schülerschaft konnten etwas damit anfangen und ich war als Freak abgestempelt, ohne dass es das Wort in der deutschen Sprache damals schon gegeben hätte) fasziniert, von der Forschung daran und darüber hinaus ebenso. Auch vom hier, im Jahre des Herrn 2021 aber viele, viele Millionen Jahre nach des untersuchten Tod, gemeinten Hintern des Dinos oder etwa von der Klonung des Schwarzfußiltis‘, doch es fällt mir auf, dass die Wissenschaft, wertfrei, also aller Werte bar, aber auch jeder andere Gelegenheitshansel, also die ganze Gesellschaft weder vor dem Tod noch somit auch vor dem Leben, denn sie gehören nun einmal untrennbar zusammen (wie es vielleicht niemand besser beschreibt als ein dichtender Pathologe, G. Benn etwa, der hierherum ja auch schon erwähnt wurde) auch nur den geringsten Respekt hat. Natürlich darf ich an Mumien forschen, an Fossilien und, wenn ich nicht gerade Vivisektion und andere als Wissenschaft getarnte Folter betreibe, auch am lebenden Objekt. Aber wo bleibt die Würde des Objekts, auch der alten Mumie, sie ist nicht nur ein Ding? Und inzwischen benutzt der Wohlstandsstandard ammonitenhaltige Schiefer als Tischplatten, und ihr stellt eurer hippeliges, kippeliges Modegetränk gedankenlos und ehrfurchtslos auf die Überreste des Millionen Jahre alten Lebens. Und wir können locker auch weiter Tiere ausrotten, wenn es uns gefällt erschaffen wir sie wieder, ist doch alles nur ein heiter belangloses Spiel, mit dem man sogar Geld und Aufmerksamkeit generieren kann. Und in eurem Inneren, in dem die Altvorderen ein Seelenleben vermuteten, nisten – in einer Laube unter dem Zwerchfell – schon längst Benns Ratten, ihr wisst schon, die, die sich in den Leichen häuslich eingerichtet haben.)

(213) Der Blitz

Der Blitz, der schlägt nur manchmal ein

Ins Bein.

Viel öfter tut er’s weiter droben.

Halt oben.

Drum lief der Franklin Junior

Auf seinen beiden Händen nor,

Weil er nicht wollt‘ und überhaupt

Dass das Gewitter fänd sein Haupt,

Dafür rann ihm der nasse Regen

Ins Nasenloch, der feuchte Segen

Und schließlich nieste er, fiel um,

denn Händelaufen ist zu dumm,

ja, er verlor in einer Pfütze

Mamas gestrickte Pfudelmütze,

er ward gescholten, nicht gelobt,

was half es, dass er wild getobt.

Und die Moral von der Geschicht‘:

Klug sein bewahrt vor Dummheit nicht.

(Also den Untertan der britischen Krone beziehungsweise US-Bürger Benjamin Franklin, hier mitsamt Familie freilich nur symbolhaft verfremdet und keineswegs im unmittelbar leiblichen Sinne gemeint, muss ich ja wohl und hoffentlich nicht erklären, wird in jedem alten Lexikon und sogar vom aktuelleren Internet ausgeführt, engagierter Forscher und erster Präsident der Gesellschaft gegen die Sklaverei dort drüben überm Teich (das letztere Unterfangen hat zu der Zeit wie wir wissen nicht eben viel gebracht, dauerte fast nochmal hundert Jahre und einige Gewehrkugeln bis zu ersten Anfangserfolgen zumindest im sogenannten Abendland). Der – mit seinem Sohn! – bei Gewitter einen Drachen steigen ließ, eine selten dämliche Idee aus heutiger Sicht, damals eher eine Herausforderung Gottes, das überlebt der Franklin Juniur dank seines Glückes nur. Was am Fazit nichts ändert: Klug und Dumm müssen keine ausschließenden Gegensätze sein, wie es uns eigentlich schon die ehrliche Selbsterkenntnis respektive Alltagserfahrung lehren sollte…)

(212) Anna, modern. Und deshalb sehr kurz und plakativ.

(Sehr modern sogar, wobei sich der Begriff nicht auf eine Saison beziehen soll, auf eine eng eingegrenzte Zeitspanne, sondern eine Ära, eben auf die sogenannte Moderne, also Neuzeit, folgend auf die frühe Neuzeit des schon wieder altmodischen „Cogito, ergo sum.“ Dass Gott tot ist, sagt uns für diese Neuzeit ein deutscher Philosoph, wenn auch gewiss nicht ein religiös durchleuchteter russischer Schriftsteller und Hobbylandwirt, Hobbyschullehrer, und dass der selbstredend von dem Deutschen propagierte Übermensch nicht viel taugt haben wir schon bei den allerersten diesbezüglichen Versuchen gesehen. Nun brauchen wir adäquaten Ersatz, denn ganz ohne etwas Höheres, dasselbe nach Möglichkeit geheimnisvoll immateriell und unerreichbar, kommt der Mensch nun einmal nicht aus, immer noch nicht und weiterhin nicht aus, sonst wäre er ja auf sich selbst gestellt, selbstgenügsam und selbstverantwortlich, also ganz was Befremdliches! Das Zeitalter des Jugendwahns und des Selbstverwirklichungsfetischismus geht inzwischen auch allmählich zur Neige, wenngleich es sich mit jugendlich ungestümer Trotzreaktion zur Wehr setzt, denn es wurde ja nie älter als ca. 2 ½, entwicklungspsychologisch betrachtet. Was also wäre klüger und richtiger, als auf den Rat derer oder dessen zu hören, die es wirklich besser wissen, der es sicher besser weiß?)

Es begann, beginnt oder wird beginnen in einem Park, in dem sich Menschen, oft Freunde, verliebte Pärchen trafen. Zu einer Zeit und Stunde, die uns gleichgültig sein können, uns zu unserem Glück nicht betreffen. Denn jede Zeit ist auf ihre ganz eigene Weise unglücklich.

Zwei Frauen in eleganten Kleidern, fast zu elegant für den Ort, gingen spazieren und führten eine bis zu diesem Punkt belanglose Unterhaltung. Doch dann blieb die Eine, die eben eine überraschende Nachricht auf ihrem Smartphone erhalten hatte, abrupt stehen, stellte eine verfängliche Frage.

„Du willst das wirklich tun? Mit ihm weggehen?“ „Ja. Ich habe mich entschieden. Es ist das Richtige für mich.“ Die Stimme der fragenden Freundin wurde schrill: „Mit Wronski? Alexander Kirillowitsch Wronski? Ernsthaft?“ Anna antwortete nicht sofort, machte eine Pause. Atmete tief durch. Dann betonte sie ihre vorherige Aussage nochmals: „Ja und nochmals ja. Ich werde mit ihm weggehen.“

Beide standen einen Moment unschlüssig da. Ihnen war klar, dass sie sich nicht einig werden würden, die Haltung der anderen in dieser Frage nicht gutheißen konnten. „Hast du auch den Allwissenden einbezogen? Hat dir das ALGO wirklich gesagt? Kann er so etwas Außergewöhnliches geraten haben? Du wirst doch nicht am Ende gegen seine Gebote, gegen seine Empfehlung…?“ Anna schüttelte den Kopf: „Niemanden habe ich gefragt. Und ich lasse mich nicht bestimmen. Nicht von meinem Mann. Nicht von meinem Bruder. Nicht von ALGO.“ „Aber… aber ALGO! Du kannst doch nicht…!“ „Ich kann.“ „Das… das ist konfrontativ. Das ist blasphemisch. Das ist unter aller…! Nein, das geht gar nicht. Du bist sowas von, sowas von, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Du bist ein Freak!“ „Ja, das bin ich wohl. Aber ich will nicht, ich will auf keinen Fall von Fremden, von anderen Menschen oder auch… von ihm herumkommandiert, bestimmt werden!“

Ihre Gesprächspartnerin hob die Hände, machte das dreifache sakrosankte Zeichen des allwissenden, allheiligen, allerhöchsten Algorithmus und wich zurück: „Du wirst schon sehen, was du davon hast. Das wird ein schlimmes Ende mit dir nehmen! Mir tun nur die anderen leid.“ Die Freundinnen waren den Tränen nahe, denn sie wussten beide, dass dies das Ende ihrer bisherigen, seit Jugendtagen bestehenden innigen Nähe war. Nun würden sie getrennte Wege gehen. Noch einmal beschlichen Anna Zweifel, ob es das alles wirklich wert war. Alles wegwerfen, hinter sich lassen? Dann straffte sie sich. Ihr Gesicht nahm einen entschlossenen Zug an. Beide Frauen weinten jetzt ungeniert. Doch Anna drehte sich um und ging ihren selbstbestimmten Weg, gegen den Wunsch ihrer Familie, ohne den Rat des Einen, des allwissenden Algorithmus einzuholen, ohne Rücksichten zu nehmen.

Es konnte kein gutes Ende mit ihr nehmen.

(211) Asche. Oder: Aske /nach dem Sündenfall.

Eine museale Tagträumerei

Edvard Munch malte das Bild mit diesem Titel 1925. Ein Wald, davor eine Frau mit emporgereckten Armen, ein nur halb und von hinten zu sehender Mann vorne im Bildeck am Boden, das schwere Haupt auf die Hand gestützt. Offenbar gängige Meinung ist, dass darauf ein Thema des Künstlers, ein Medium für die Schwingungen der Natur, zu finden ist. Ich schaue mir das Bild an und träume. Von Waldgeistern, von Schamanen? Von einem medialen Großereignis, von einem Erdbeben oder anderen Schwingungen? Von den Botschaften der guten Mutter Natur an ihr entfremdetes Kind?

Der Mann, vielleicht ein Maler, hat eine neue Freundin. Eine recht muntere, lustige Rothaarige, vielleicht ein Aktmodell, sein Modell, vielleicht auch nicht. Wie im Nordsommer üblich packt man so oft es geht seine Siebensachen und fährt hinaus in die Natur. Zelten, also das, was wir heute Camping nennen, ein erweitertes Picknick, die Freiheit der Natur und vielleicht noch ein bisschen Freikörperkultur genießen, doch so weit sind die beiden trotz der offenen Knöpfe an ihrem Kleid noch nicht.

Vor der Kulisse eines dunklen, durchaus auch bedrohlichen und vor allem etwas langweiligen Nadelwaldes, im Vordergrund können wir uns gut einen der zahlreichen kleineren Seen vorstellen, beginnt der Mann ein Lagerfeuer zu entfachen und das Zelt aufzubauen. Denn die Sommernächte in Norwegen sind so warm nicht! Die Frau, einen weißen Kittel über ihrem bereits teilweise und vielleicht voreilig aufgeknöpften Kleid – hat sie sich seinen Malerkittel ausgeborgt, wollte er malen? Sie vielleicht? Oder ist sie auch Malerin? – hat derweil die Picknickdecke ausgebreitet, so etwas wie ein Lager bereitet. Es ist nicht ganz so romantisch, wie gedacht. Die Mücken, die Myriaden der Blutsauger des Nordens haben ihre Mahlzeit gewittert!

Er sollte sich beeilen. Aber er ist doch Maler, Städter – er bekommt es nicht hin! Und es wird vor der Kulisse des düsteren Waldes allmählich dunkler und dunkler. Sie beginnt zu fragen, was das werden soll. Er gibt ein paar Worte zurück. Sie beginnt ernstlich zu keifen, zu schreien: „Mit was für einem Idioten bin ich hier herausgefahren! Ein verrückter Farbenkleckser, und jetzt sind wir verloren, werden von den wilden Tieren aufgefressen, allen voran den Mücken, wenn wir nicht vorher erfrieren! Er kriegt kein Feuer zustande, kein Zelt aufgebaut! Gerade mal ein paar Papierchen, missglücktes Gekritzel darauf, hat er zu Asche verbrannt, bestimmt will er jetzt noch Forellen fangen, die wir dann in kalte Asche einlegen, schmeckt nicht so gut, aber zum Glück wird er auch keine Fische erwischen, denn er kann ja nichts, gar nichts! Wahrscheinlich nicht mal das, was er ursprünglich mal mit mir machen wollte! Nicht einmal das wird hier in der Kälte klappen, schon halb ausgesaugt von den sirrenden kleinen Biestern! Ach, wie bin ich so blöd! Ich hätte so schön in eine Bar gehen können, da hätte mich dann irgendein normaler Typ aufgerissen – alles wäre gut gewesen, ich läge jetzt satt und zufrieden in irgendeinem kuschelwarmen Bett. Bei einem Mann, einem richtigen Mann, keinem irren Pinselschwinger!“ Sie ist aufgesprungen, hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, bereut, ihr Kleid teilweise aufgeknöpft zu haben. So schnell wird sie nicht mehr aufhören zu kreischen! Sollten tatsächlich größere wilde Tiere in der Nähe gewesen sein, haben die mit Sicherheit längst das Weite gesucht.

Er sitzt verzweifelt vor den unübersichtlichen Schnüren und Stangen. Wieso ist er nur mit dieser Person hier herausgefahren? Schön, wer wollte nicht eine Nacht mit einer attraktiven Frau verbringen – aber das, wer braucht das? Als wenn er sich nicht selbst genug über seine hier offensichtliche Unfähigkeit ärgern würde! So sitzt er vornübergebeugt, eine Hand an der Stirn, nahe der Verzweiflung, die knapp vor oder nach der Wut kommt.

Wir können gespannt sein, wie das hier weitergeht. Herbeiphantasierte, herbeiinterpretierte Waldgeister habe ich in der Darstellung allerdings noch nicht ausgemacht.

Gehen wir, die wir hier im Museum weilen, aus dieser Szene heraus, weiter, zum nächsten Bild. Ah, da hängt es ja. Das Berühmte, sein Berühmtestes. Ein Mann, allein, ohne Begleitung, auf einer Brücke. Der Schrei.

(210) Toilettenhygiene

Er hatte schon als Knabe einen Horror vor diesen Einrichtungen entwickelt. Wenn er es irgendwie vermeiden konnte, begab er sich nicht hinein. Und war, wenn er dazu gezwungen war, zwischen zwei wenig erbaulichen Möglichkeiten hin- und hergerissen.

So wie heute. Er hatte ja gar nicht in die Innenstadt gehen wollen. Gut, zugegeben, das wollte er sonst auch nicht, wollte er eigentlich so gut wie nie. Aber es war ein schöner Tag, die Menschenscharen pilgerten zu ihren gewohnten Verehrungsstätten, Bekleidungsläden, Schuhhändlern, Schmuckgeschäften und was es an Devotionalienverkäufern mehr gibt.

Und offenkundig fühlte sich die Menschheit, zumindest der größte, der größere Teil davon, in dieser Situation wohl. Man drängte sich aneinander vorbei, denn man wollte neue, noch höhere Ziele anstreben, teurer anzusehende Ware für weniger Geld erstehen, oder man grüßte, blieb scheinbar entspannt und unaufgeregt vom Trubel ringsum stehen, blockierte in spontanen Gruppen, die eine vorgebliche Ruhe demonstrierten, den Vorwärtsdrang anderer und unterhielt sich angelegentlich über die Wetterlage, die Stimmungslage der Oma, des Kleinkindes und anderer erschöpfender Themata weltgeschichtlicher Dimension.

Sie blieb auch stehen. Hatte eine Freundin gesehen, eine gute Freundin, wie sie beteuerte. Er kannte sie auch. Denn sie hatte oft genug und lange darüber referiert, was für eine unmögliche Person das sei, welche Verhaltenscodes von dieser verletzt worden waren und, schlimmer noch, welche Kleidungsmissgeschicke dieser widerfahren waren. Konsequenterweise mussten sich die Frauen jetzt mit Wangenküsschen begrüßen, hell aufkreischend einander versichern, was die unverhoffte Begegnung für eine Freude wäre. Da spürte er den Drang. Den starken, den unausweichlichen Drang, sich von der Gruppe zurückzuziehen und tunlichst eine öffentliche Toilette aufzusuchen.

Nahebei war eine solche. Er wusste aus Erfahrung, dass die umliegenden Ladengeschäfte, auch die Wirtschaften, ungehalten reagierten, wenn man ohne ihr gegenwärtiger Kunde zu sein das entsprechende Etablissement ihres Hauses aufsuchen wollte, sozusagen eine unverdiente Gratisleistung erschleichen wollte. Doch ein öffentlich zugängliches, extra für diesen unvermeidlichen Zweck vorgesehenes Bauwerk war von der fürsorglichen Stadt, die die einschlägigen Sorgen ihrer Geschäftsleute gut zu verstehen hatte, in unübersehbarer Hässlichkeit aufgebaut worden. Und dorthin begab er sich. Eilig, doch mit einem unguten Gefühl.

Es trog ihn nicht. Es begann beim Geruch, dominiert vom stechenden Uringeschmack, doch mit allerlei mehr oder weniger würzigen weiteren Noten versehen. Dazu kam das Gedränge. Dicht an dicht standen die Männer, manche sich nonchalant unterhaltend, als säßen sie sich in der Kneipe bei einem Bier entspannt gegenüber. Offenbar machte es für diese keinen erkennbaren Unterschied, ob sie gerade mit Zu- oder Abfuhr noch mit welchem dafür vorgesehenen Körperteil sie eben beschäftigt waren. Kurz und unpassend fragte er sich, ob diese wenig berührungsängstlichen Charaktere etwa auch eine beliebige Frau fickend nebeneinander liegen könnten und sich dabei über die Köpfe und Leiber der zumindest körperlich beteiligten Weiblichkeit hinweg ebenso unterhalten würden.

Er hatte übrigens auch dieses hier an diesem Ort übliche gesellschaftliche Grundprinzip nie verstanden. Wieso verbargen Frauen, denen doch zumindest nichts vom Leibe weg hing, ihre untere Körperhälfte beim Abtritt schamhaft voreinander, verbargen sich für die erforderlichen Kabinettstückchen hinter geschlossenen Türen, während die Mannheit ihre Mehrzweckschläuche vorzuzeigen hatte, gleichzeitig eitel und peinlich berührt präsentierte wie das weiland Gewehr? Gerade dieses Körperteil, auf dessen ängstlich behütete Einmaligkeit, um nicht Großartigkeit zu behaupten, der so leicht verletzliche Mann äußersten Wert legte?

Jeder Besuch in einer solchen Anstalt brachte ihn einer rein seelisch verursachten Impotenz näher. Ging es denn nur ihm so? Waren alle anderen hier die Selbstverständlinge, als die sie sich breitspurig gaben?

Gerne wäre er jetzt, wie er es üblicherweise vorzog, in einer der wie beim anderen Geschlecht verschließbaren Kabinen verschwunden. Auch wenn diese oft so vor Unreinlichkeit strotzten, dass er dann auf den Gebrauch verzichtete. Doch natürlich waren diese ohnehin sämtlich besetzt. Aber auch vor dem eigentlichen Pissoir staute es sich, die Gefahr eines allgemeinen, großflächigen Dammbruches stieg, denn auch wenn hier die Durchsatzgeschwindigkeit höher, die Warteschlange nicht so groß wie gegenüber war, so war es doch Ehrensache, dass hier weit größere Mengen freigesetzt wurden! Schließlich musste ein solch schöner Tag mit Einkaufsbummel und Straßengeschwätz wenigstens gut begossen werden. Und so schien hier jeder ein mitgebrachtes Bierfass ausgießen zu wollen.

Trotz all dieser Gedankengänge, eher eines introvertierten Typus würdig, und trotz des im Gegensatz dazu nach außen gerichteten Dranges, der ihm derzeit innewohnte, spähte er aufmerksam nach Gelegenheiten und tatsächlich, dort wurde eine Kabine frei! Blitzschnell scherte er aus der Schlange aus und enterte, besetzte den freigewordenen Raum. Dieser begrüßte ihn erwartungsgemäß mit dem den Atem stocken lassenden Gestank, auch mit sichtbaren Spuren der Verrichtungen vorheriger Nutzer. Doch zu nahe wollte er ja gar nicht treten, eine rasche, eines fernöstlichen Kampfkünstlers würdige Bewegung des Fußes, und der wenig einladende Sitzrand war hochgeklappt. Ebenso rasch die Hose geöffnet und dem befreiten Organ die gewünschte Offenheit gelassen, wohlig entspannt ergoss sich endlich der so lange zurückgehaltene Strahl in das teilweise weiße Oval der für derlei Ergießungen gedachten Schüssel.

Empörte Rufe anderer Wartender, die seine Entschlossenheit nicht zu würdigen vermochten, sondern ihn als miesen Vordrängler bezeichneten, hatte er ignoriert. Nicht ganz ausblenden konnte er den Schmuck des kleinen Raumes, der sein ohnehin latent vorhandenes Übelsein in Richtung eines Würgereizes verstärkte. Lag hier eine halb abgerollte Rolle Toilettenpapier, als hätte eine kleine Klokatze damit gespielt, so dort einige gebrauchte Schnipsel, die aus irgendeinem Grund nicht selbsttätig den Weg in die Tiefe der Kanalisation gefunden hatten, sondern einem Lufthauch fragwürdigen Herkunft folgend umhergeflattert waren. Auch wiesen mehrere beliebig verteilte Flecken darauf hin, dass der Gebrauch von Papier oder Bürste nicht nur überhaupt vorzunehmen, sondern auch eine Einweisung in deren sachgemäße Anwendung sinnvoll wäre.

Etliche Spritzer anderer Farbkombinationen ließen darauf schließen, dass es keine zwanghafte Beschränkung auf die vorgesehene Nutzung gab, sondern, ob nun allein oder paarweise, weitere Verwendungsmöglichkeiten bei herabgelassener Hose nicht nur erwogen worden waren. Darauf wiesen auch zahlreiche Inschriften hin, teils mit Filzstiften, teils aber auch eingeritzt, deren phantasievolle Texte sich vorzugsweise mit intimen Verrichtungen und den dafür gewünschten oder angeblich billig zu habenden Partnern beschäftigten.

Waren es die Ausdünstungen der Einrichtung oder war es der nun stärker werdende Würgereiz, jedenfalls wurde ihm schwindelig und er musste sich tatsächlich und widerwillig an der Seitenwand abstützen. Ob ihm die Dämpfe zu Kopf stiegen, war ihm unklar, doch seine Gedanken verwirrten sich. Er fühlte Nachgiebigkeit, die Unbeständigkeit der Welt. Die Wände, der Boden, nichts schien mehr fest zu sein, alles unstet auf seine materialimmanenten Bindungen zu verzichten bis auf seinen noch zielbewussten Strahl. Doch auch dieser wurde schwächer, verebbte, und er wollte den verworrenen Empfindungen entfliehen. Draußen war es ruhig geworden, was er hörte, war sein eigener Herzschlag, der in seinen Ohren pochte. Wenn er das Ohr an die Türe legte, die er eigentlich hatte öffnen wollen, so vernahm er nur ein ihm bedrohlich erscheinendes Geflüster. Angst ergriff ihn. Er schloss endlich seine Hose, bestieg balancierend und seinen Taumel niederkämpfend den Beckenrand und spähte darüber. Die von diesem Feldherrenhügel aus sichtbare Heerschar war nicht kleiner geworden, nur in seinen Ohren leiser. Die Männer schienen unruhig, erwartungsvoll, und ihm wollte es so vorkommen, als täten sie nur so, als ob, wenn sie vor den kleinen weißen Becken standen. Als wüssten sie, untoten Wiedergängern gleich, gar nicht mehr, wie die einst vorgenommenen Verrichtungen gingen und welchem Zweck sie dienten. Vielmehr lauerten sie, und zwar auf ihn! Würde er die Türe öffnen, würden sie sich auf ihn stürzen, und er wollte sich nicht ausmalen, mit welchen Absichten. Ein grauenhaftes Ende blühte ihm.

Und so, gerade noch rechtzeitig, denn schon hatte einer entdeckt, dass da ein furchtloser Kletterer über die verbergenden Wände hinweg Ausschau hielt und ein kollektiver, wahrhaft bedrohlicher Aufschrei folgte dem deutenden Hinweis, beschloss er, das gerade über seinem gegenwärtigen Domizil angebrachte Fensterchen als Fluchtweg zu nutzen. Er öffnete es und versuchte krampfhaft, sich dort hinaufzuziehen, denn die Öffnung war doch noch ein ganzes Stück oberhalb der besteigbaren Schüssel, und sich durch den Spalt zu zwängen. Es gelang nicht, vielmehr rutschte er ab, trat mit einem Fuß mitten in das aufspritzende Nass, mit dem anderen glitt er daneben in die Papierknäuel, zerrte sich in diesem halben Fall übel in der Leiste. Nun bekam er wirklich Panik, und der anschwellende Lärmpegel von außerhalb, auch das Hämmern gegen die schwache Tür, verstärkten diese. All die Geräusch von außen wogten in seinen Ohren, als hörte er sie unter Wasser, auch der Schwindel kehrte zurück, nur mit aller Macht vermochte er sich wieder zu konzentrieren, erkletterte nochmal seine bisherige Aussichtsplattform, von da aus weiter und mit gebotener Vorsicht auf den Spülkasten, welcher gefährlich knarzte, und vermochte sich endlich hochzuziehen, fast durch das winzige Fensterchen zu zwängen. In diesem Moment brach die Türe unter dem Ansturm des aufgebrachten, sowohl besorgten als auch wütenden Mobs.

Angstvoll schob sich der Flüchtende weiter in die Enge des zu kleinen Rahmens, es schmerzten die Schultern, er fühlte sich am anderen, unteren Ende an den Hosenbeinen gepackt, wilde, gewaltgierige Kraft zerrte daran, er strampelte, trat, dumpf erreichten ihn Schmerzensschreie. Dann riss die Naht, dann der Verschluss der Hose. In Fetzen verließ das Beinkleid die bislang damit bedeckten Körperteile. Nun ergriffen die gleichen Hände nackte Haut, zogen wieder gewaltsam an ihm, einer rief ihm zu, loszulassen, sonst werde er es bereuen. Da er noch mehr, wenn auch vergeblich, zappelte, packte ihn der Rufer an den Hoden, quetschte diese zusammen. Er stöhnte gequält auf, wollte sich nochmals wehren, aber da verließ ihn jede Kraft und er sank zurück, wurde aus seiner rettenden Öffnung gezogen, der Spülkasten brach knirschend und scheppernd ab, ergoss sich, er fiel zurück in diese Überflutung, sah wie irrwitzig um sich tanzende Gestalten, streckte abwehrend die Arme aus, rücklings schlug es ihn auf die Fliesen und er verlor das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kam, lag er in einem Krankenhausbett. Seine Frau, verweinten Gesichts, saß neben ihm. Wie hässlich sie so aussah, mit ihren roten Augen, dem irgendwie gedunsen wirkenden Heulantlitz! Natürlich hätte er ihr das nie gesagt, vielmehr murmelte er schwach: „Wo, wo bin ich, wie komme ich hierher?“ Und sogleich änderte sich die Haltung der Traurigen. Er sah, wie ihre Züge wieder einrasteten, ihr Gesicht an Kantigkeit gewann, zweifellos auch an Attraktivität, doch spürte er die sich erneut aufbauende Bedrohung noch bevor er sie sah. Krampfhaft, doch schwach, mühte er sich, aus dem Bett zu kommen, zu fliehen, doch er vermochte kaum die Decke zu lupfen.

„Das war ja mal wieder typisch für dich! So ein schöner Tag. Und alles musst du einem vermiesen. Was für eine irre Aktion! Wie steh ich denn jetzt da, vor all den anderen Frauen! Ich kann mich ja nirgendwo mehr sehen lassen! So etwas kann doch nur einem völlig Durchgedrehten einfallen. Das ganze Toilettenhäuschen verwüsten, eine irre Rauferei anfangen, die guten Männer dort ärgern, das WC, die Spülung demolieren! Diese Peinlichkeit! Die anderen Kerle, ja, die haben sich vor Lachen gar nicht mehr eingekriegt, vielleicht wolltest du ja den Clown spielen, das ist dir gelungen! Meinen Einkaufsbummel sabotieren, ja, das war deine Absicht, das war mir von vorneherein klar, das ist doch immer dasselbe. Mit Leidensmiene…“ Mit schier übermenschlicher Anstrengung war es ihm gelungen, einen Fuß aus dem Bett zu hieven, den anderen nachzuziehen, doch als er sich aufrichten wollte brach er zusammen. Mit einem erneuten Sausen im Ohr, das die anderen Geräusche überdeckte, drehte sich wieder alles um ihn.

Eilig hasteten die Weißkittel herbei. Die Frau schilderte den Verlauf: „Er wacht auf, ich sage ihm gerade, wie schrecklich das ist, was ihm passiert ist, und da steigt dieser Narr aus dem Bett und fällt einfach um!“ Dabei sprang sie erregt auf, begann lauthals zu schluchzen und fiel tränenüberströmt einem großgewachsenen, jungen Arzt um den Hals um sich trösten zu lassen. Der Anblick ließ für einen Moment allen Schwindel vergehen, sondern zeigte nur klare Wirklichkeiten, so dass sich der eben noch Gestürzte selbst wieder aufraffen konnte, noch etwas unsicher sich am Bett festhielt, und dann in Richtung der Toilette wankte. Hilfe der bemühten Schwesternschaft wehrte er ab. Endlich erreichte er sein Ziel, ließ die Türe hinter sich ins Schloss fallen und versuchte, seiner erneut aufkeimenden Panik ruhig atmend zu begegnen. Doch sie wurde übermächtig, das Gurgeln der bald betätigten Toilettenspülung schien ihn in ihren Strudel zu ziehen, ihn dabei verhöhnend. Keuchend brach er über der Schüssel nieder. Während sich die sich in diese Fassung ergießende Kaskade, obschon doch von ihm erst ausgelöst, in höhnischen Verwünschungen über ihn ausließ, schnappte er nach Luft. Und während er schon ergeben knieend mit dem Haupt voran in die Wasserflut geraten war, spürte er den Druck von hinten und ahnte mehr, als er es feststellen konnte, dass seine Frau und der junge, große Arzt ihn gemeinsam niederdrückten, ertränkten.

(209) Eine irgendwie modern anmutende Indianergeschichte aus dem alten und blutigen wilden Westen, so dass man nicht wissen kann, wann die eigentlich spielt

(es könnte also, ganz theoretisch betrachtet, auch das europäische Mittelalter sein. Oder das sogenannte Zeitalter der Aufklärung. Oder halt sonst eine Phase.)

„Vorsicht! Alarm! Flieht! Indianer, da sind Indianer,“ schrie der Verletzte, der auf die Gruppe zu rannte.

Annette war entsetzt: „Oh mein Gott. Wie furchtbar.“ Lauter rief sie: „He, sie. Das heißt Indigene. Ich bitte doch um eine angemessene, respektvolle Sprache.“ Verwirrt blieb der blutende Mann stehen. Er murmelte etwas, suchte nach den richtigen Worten. Schließlich brüllte er: „Indsmen, Redskins. So kapiert doch! Ihr seid in Gefahr!“ Wieder war Annette die Wortführerin: „Hören sie endlich auf, die Ureinwohner zu verunglimpfen! Sie Rassist!“

In diesem Moment traf den Mann ein Pfeil in den Rücken. Er spie noch einen Schwall Blut aus, dann stürzte er vornüber. Aufheulende, wild bemalte und federgeschmückte Gestalten stürmten aus dem Hintergrund hervor, einer, der Bogenschütze vermutlich, packte den Gefallenen, schnitt mit seinem Messer an dessen Kopf herum und riss ihm die Haare mit der Kopfhaut herunter!

Die anderen waren weitergerannt und waren über die kleine Gruppe Sonntagsausflügler hergefallen. Einer aus dieser kleinen Freizeitreiterschar, der seinen Colt dabeihatte, zum Schutz gegen wilde Tiere, wie er sagte – die anderen waren ohnehin dagegen gewesen, Waffen lehnten sie ab und auch die Belästigung der, wohl gar Jagd auf die wilden Tiere – zog die Waffe, schoss auch einen der Angreifer nieder, doch dann waren die anderen heran, zogen alle der Gruppe rasch und gewaltsam von ihren Pferden, stachen und hieben auf die Männer ein, skalpierten auch diese und rissen die Frauen an den Haaren oder zerreißenden Kleidern hoch, um sie hohnlachend mit sich zu schleppen.

„Das ist doch keine Art, mit anderen Menschen umzugehen,“ beschwerte sich Beate, „das verstößt gegen alle Menschenrechte, gegen jede Konvention. Das ist einfach brutal, gemein und verbrecherisch!“ Auch Mia heulte auf: „Au, das tut weh! Das ist nicht nett, das ist so überhaupt nicht nett. Und unhöflich! Sie sind kein Gentleman!“ Doch Annette wusste es besser: „Das sind unterdrückte Minderheiten, die sich gegen die übermächtige Unterdrückung nicht anders zu äußern wissen! Ihr müsst das verstehen! Auch wenn es uns trifft, auch wenn es frauenfeindlich ist. Die rücksichtslose Vorherrschaft des alten weißen Mannes hat sie erst zu dem gemacht, was sie jetzt sind. Und uns, als NutznießerInnen und VertreterInnen dieser weißen Ausbeutungsgesellschaft, uns geschieht es ganz recht.“

Beate schüttelte den Kopf, inzwischen waren sie aber im Lager der Angreifer angekommen, und einer zerrte sie trotz ihrer Schmerzens- und Protestschreie an den Haaren in seine Weidenhütte, der üblichen, Wigwam genannten Unterkunft in jenen Gegenden.

Der Anführer packte Annette, die sich zwar vernünftig in ihr Schicksal zu schicken entschlossen hatte, trotzdem aber schmerzhaft aufkreischte. Der Kerl mit einem zu einem wilden Grinsen verzerrten Gesicht beugte sich über das ihre. „Komm,“ sagte es lüstern aus dieser bunt bemalten, entsetzlichen Fratze über ihr. In Gedanken entschuldigte sich die erschrockene Annette sogleich – schließlich war die traditionelle Kriegsbemalung ein wertzuschätzender Ausdruck einer faszinierenden Kultur.

Im Wigwam warf er sie grob auf sein Lager. „Zieh dich aus,“ befahl er, während er selbst schon einmal begann, seine Kleider abzulegen. Nun, das war wohl unvermeidlich, und so schickte sich Annette in das Gegebene, viel hatte sie ohnehin nicht mehr zu tun, so zerfetzt war ihr Reitdress. Aber wie groß war ihr Erstaunen, als sie die nun zum Vorschein kommende blasse Haut ihres Entführers sah! „Was soll das,“ schrie sie empört, „ihr seid ja gar keine richtigen amerikanischen Ureinwohner!“ Der Mann lachte nun lauthals: „Ja, das habe ich mir gedacht. Du kleine Schlampe warst schon ganz scharf drauf, dich von einer dreckigen Rothaut rannehmen zu lassen! Na, da muss ich dich enttäuschen, aber du wirst noch…“ Weiter kam er nicht, denn die zornentbrannte, inzwischen bereits barbusige Annette hatte den nächstbesten Gegenstand ergriffen und war mit hochgerecktem Arm wenn auch ohne phrygische Mütze und Trikolore einer verkörperten Freiheits – Marianne gleichend auf ihn losgegangen: „Du Schuft! Du gemeiner… du hast dich verkleidet! Das geht gar nicht! Die Würde der Ureinwohner so zu verletzten!“ Zufällig war der Gegenstand ein Tomahawk gewesen, eines jener eisernen, den ja noch in der metallurgisch unbeleckt glücklicheren Steinzeit lebenden Einwohnern Nordamerikas von den gewinnsüchtigen europäischen Eindringlingen verkauften Beile, und diesen hieb sie jetzt in ihrer Rage dem verdutzten falschen Indianer auf den Kopf.

Der ging zu Boden, und Annette starrte ihn entsetzt an: „Oh. Oh mein Gott. Das wollte ich nicht. Das… wie kann ich das wiedergutmachen? Ich… du hättest bestimmt. Irgendwie. Resozialisiert, aufgeklärt, zu einem besseren Menschen gemacht werden können. O nein. Was habe ich nur getan!“  Trotzdem war sie irgendwie erleichtert. Immerhin, sie hatte keinen Ureinwohner getötet und vor allem waren die Vertreter der schätzenswerten First Nations auch nicht die Mörder und Entführer gewesen, sondern nur ein durch die fehlgeleitete Erziehung der vorherrschenden Gesellschaft irregeleiteter Mann, der nicht einmal den nötigen Respekt vor den unterdrückten Minderheiten aufbrachte.

So stand sie noch verwirrt und unschlüssig da, als eine Frau, eine Squaw hereinkam, lauthals aufschrie und sich über den Toten beugte, jammernd ihre Klage begann. Auf ihr Rufen eilten die anderen der Bande herbei, sahen die Situation und packten Annette. Als sie so dastand, erhob sich die trauernde Frau, nahm ein Messer und kam auf Annette zu. Die war verunsichert, fragte aber doch: „Hast du dich nur als Indigene verkleidet, du miese kleine Rassistin?“ Die Angesprochene reagierte nicht, ging wie roboterhaft weiter. Die Männer, die ihre Gefangene hielten, lachten: „Nein, nein, sie versteht dein Kauderwelsch nur nicht. Sie ist nämlich eine echte Rothaut! Die Freundin unseres Anführers! Und sie ist gar nicht glücklich über das, was du getan hast! Du hast ihren Mann, ihren Herrn getötet!“

Die Fremde kam auf Annette zu. Ihre Augen waren schmale Schlitze, das Gesicht hart vor Entschlossenheit – sie wollte Rache. Langsam hob sie das Messer. Die zitternde Annette erwartete den tödlichen Stich. Doch die Frau fuhr ihr schmerzhaft, doch fast sanft mit dem Messer über das Gesicht, den Oberkörper, so dass das hervorquellende Blut jetzt ihre Haut zierte, sie, wenn auch mit einem wirren, nichts Eindeutiges aussagendem Muster versehen fast einer Femen – Aktivistin glich. „Ach ja, nur zu deiner Information. Sie will nicht, dass du schnell stirbst. Sie wird dich häuten,“ raunte einer der Häscher in Annettes Ohr. Jetzt wurde deren Zittern haltlos, sie erbebte vor Entsetzen, wäre, nicht festgehalten, einfach zusammengebrochen. Sie schloss die Augen. Gerne hätte sie gedacht: „Sie will ihre angestammten kulturellen Praktiken leben. Das ist ihr gutes Recht, dem darf ich mich nicht verweigern.“ Doch irgendwie wollte es ihr nicht gelingen.

Da ertönte ein lauter Knall, gefolgt gleich von einem zweiten. Beate und Mia, die anderen Gefangenen, waren vorübergehend unbeaufsichtigt geblieben, hatten sich Gewehre geschnappt und waren herbeigekommen, hatten die Messerfrau und gleich noch einen von der Bande niedergeschossen. Die drei Frauen rannten in dem entstehenden Durcheinander los, fanden auch Pferde, schwangen sich hinauf, galoppierten davon.

„Das war knapp, verdammt knapp,“ meinte Beate, während sie dem Fort zuritten, das das Grenzland bewachte und die ganze Macht des weißen Mannes zeigen sollte, und Mia stimmte zu: „Die hätten uns sonst was angetan! Das waren ganz üble Verbrecher.“  Doch Annette blieb ungewöhnlich schweigsam, selbst noch als sie endlich in der militärischen Befestigung angekommen und von uniformierten Soldaten in Empfang genommen worden waren.

(208) Assistenzsystem

Tina fuhr auf ihrem E-Bike nach Hause. Selbstverständlich war es verkehrstauglich, die Lichter gingen, was in der Düsternis und dem Sprühregen auch sehr wichtig war. Trotzdem fühlte sie sich nicht besonders wohl dabei. Schließlich waren die Nachrichten der letzten Tage überall, in allen Räumen, Zuhause, in Geschäften und Büros, noch mehr auf den Fluren und Gassen dazwischen, Gesprächsthema. Auch sie hatte sich mit ihren Kollegen, insbesondere den Fahrradfahrern unter diesen, des Themas annehmen müssen.

Mehrere Fahrradfahrer waren Letztens fatal zu Sturz gekommen, und die Polizei konnte nicht ausschließen, dass die jeweiligen Zusammenstöße mit einem Automobil von dem Lenker desselben absichtsvoll herbeigeführt worden waren. Was durch die lokalen und regionalen Medien sogleich in aufgebauschter Form Verbreitung gefunden hatte, dort hieß es bereits, der Fahrradfahrerkiller ging um beziehungsweise fuhr herum!

Besonders übel stieß auf, dass nach erfolgtem Niederstoß des Zweiradfahrers der Verletzte jeweils hilflos liegengelassen worden war, ja, dazuhin noch ausgeraubt worden war!

Umso mehr freute es Tina, dass sie dieses neue, tolle E-Bike bekommen hatte. Ihre Eltern hatten hier nicht gespart, wenn das Ding einen Nachteil hatte, dann den, dass sie es immer gut abschließen musste. Aber das galt selbst für billige Fahrräder, sogar die wurden geklaut, selbst wenn diese Tat nur ein schlechter Jux, der so manchen seines oft einzigen Fortbewegungsmittels beraubte, hätte sein sollen! Aber ihr neues, teures Teil hatte eine Einrichtung, die es noch gar nicht lange gab und des Zweirades Anschluss an die autonome Zeit der Fahrzeuge sein mochte. Diese Einrichtung – obschon jeder natürlich hoffte, dass sie keinen Unfall haben würde – erhöhte ihre Sicherheit im Notfall beträchtlich.

So dass sie selbst bei diesem Wetter, mit Helm und gutem Licht ausgestattet, nicht mit dem unangenehm überfüllten Bus fahren musste, sich nicht zu solchem Ausweichen gezwungen fühlte, sondern sich auf ihr gutes Rad hatte schwingen können.

Eben ging es die lange, lange Straße hinab, hier konnte man bei gutem Wetter recht schnell werden, was sie sich bei nasser Fahrbahn und schlechter Sicht doch lieber nicht getraute. Aber wieso überholte dieser Typ hinter ihr nicht? Der war wohl auch vorsichtig. Sie hatte sogar einen Vorteil, denn die Autoscheinwerfer leuchteten den Weg vor ihr noch besser aus. Nur jemand Entgegenkommender würde sie jetzt nicht mehr sehen.

Es war nun ohnehin Zeit, abzubiegen. Sie nahm den Weg oberhalb des Parks. Doch zu ihrer Verblüffung stellte sie fest, dass das Auto immer noch hinter ihr herfuhr. Wo wollte der denn hin? Und wieso überholte er nicht? Ja, und überhaupt: hier durften doch gar keine Autos fahren!

In diesem Moment beschleunigte das Gefährt hinter ihr. Es überholte aber nicht, sondern touchierte ihr Rad seitlich, wodurch zudem ihr linkes Bein übel gequetscht wurde. Sie vermochte noch, ihren Lenker herumzureißen, so dass sie den Abhang hinunter zwischen die Bäume und Büsche des Parks rollte, wo sie dann aber die Balance endgültig verlor, schließlich stürzte und etwas benommen liegenblieb.

Oben auf dem Weg hielt das andere Unfallfahrzeug. Es wurde dunkel, offenbar waren die Lichter des Autos aus. Nur das Standlicht ihres Fahrrades leuchtete noch. Mühsam griff Tina nach dem Schalter und löschte das Licht. Denn sie hatte Angst. War es der gefürchtete Attentäter? Ein einfacher Unfall war das, bei aller Rücksichtslosigkeit vieler Automobilisten, die gerne so eng wie möglich an Fahrrädern vorbeifahren und diese nur von ihnen gesuchte intime Nähe als sportliche Herausforderung begreifen, nicht gewesen!

Jetzt hörte sie es oben auf dem Rain fluchen. Eine zornig klingende Männerstimme. Offenbar hielt dort einer vergeblich in der Regennacht nach ihr Ausschau. Jetzt kam er auch schon langsam den Abhang herab, sah aber im Dunkel zwischen den Bäumen nicht mehr als sie. Ob er wohl gar eine Taschenlampe dabeihaben würde, sie schließlich finden würde? Doch inzwischen wählte das automatische Notrufsystem ihres Rades ja bereits den Notruf, bald schon würde Hilfe eintreffen!

Und jetzt begann es auch noch laut und schrill zu piepen. Das war eine zusätzliche, angepriesene Sicherheit die akustisch die Lage des verunfallten Rades und seines Lenkers verriet. Was auch Tina klarwurde. Sie zischte: „Sei still!“ Aber eine derartige Sprachsteuerung war nicht vorgesehen. Nun wollte sie fliehen, konnte aber ihr schmerzendes, verletztes Bein nicht gebrauchen, robbte mühsam und zentimeterweise weg. Lachend, zielsicher und mühelos holte sie der Mann mit seiner jetzt eingeschalteten Taschenlampe ein: „Du hast ja mal ein praktisches Gerät! Das sollten alle haben. Obwohl – jetzt sollten wir uns lieber beeilen! Gleich wird die Polente da sein!“

Sie wurde gepackt und grob auf die Beine gestellt. Vor Schmerzen schrie sie und knickte gleich wieder ein, doch sie wurde erbarmungslos mitgeschleift, mit brutaler Wucht in das Auto verfrachtet, das sodann davonbrauste.

Nur Minuten später waren die Rettungskräfte vor Ort. Sie konnten das Rad bergen. Eine verletzte Person fanden sie nicht, wenngleich die kurz darauf eintreffende Polizei die Schleifspuren ausmachen konnte. Tina blieb verschwunden, doch das teure Fahrrad konnte ihrer Familie fast unbeschädigt übergeben werden.