Bemerkenswert

es steht geschrieben

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

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Was ich so schreibe… na, alles Mögliche! Eben Geschichten, Gedichte, es ist ein bunter Strauß, keiner muß alles lesen, keiner muß alles mögen, natürlich freue ich mich, wenn etwas dem geneigten Leser zusagt, doch sollen die Texte nicht vorrangig, nicht einfach nur gefällig sein, sondern gerne auch ein bißchen sperrig hier und da, manche auch zum Nachdenken anregend. Wenn mir dies immer mal wieder gelingt (ja, genau, das mit dem Nachdenken), tunlichst ohne dass der Aspekt Unterhaltung untergeht, dann bin ich froh. Wer zum Inhalt oder zur Form Nachfragen hat, auch kritische, aber gerne (wie gesagt errege ich auch gerne Gefallen und hör das auch mit Begeisterung, wer nicht!), ich freue mich auf fachliche, sachliche und sowieso freundliche, gar begeisterte Rückmeldungen, konstruktive Kritik jeder Form wenn’s denn sein muß weil jemand sehr genau liest, sehr genau Textauf- und überbauten betrachtet, aber auch klar, von vorneherein: wer bloß blöd rumnölen will kanns auch gleich lassen. Gelegentlich schreibe ich auch zwischendrin mal zum aktuellen Weltgeschehen, was aber eher nicht so mein Stil ist, denn die Geschehnisse müssen meistens erst mal verdaut, inwendig verarbeitet werden, dann erst, dann wird vermutlich eine Geschichte daraus, die womöglich ihren Anlaß gar nicht mehr erkennen läßt. Wie das halt mit Verdautem so ist, man erkennt selten das Eingangsprodukt. Freilich, manchmal ist noch eine deutliche Färbung zu erkennen oder gar unverdaute Reste,
Körner etwa… Und wie alles selbst verdaute: wie schon geschrieben. Copyright. Gell. Privat weitergeben – unter Autorenangabe – ja, gern, in irgendeiner Weise gewerblich: nicht ohne mich zu fragen! – ja doch, fragt mich!
Sodann wurde ich aufgefordert, einen Leseguide zu geben. Was diese Geschichtchen sollen, ob sie zusammenhängen. Nein, jede steht für sich, obwohl es natürlich inhaltliche Zusammenhänge geben mag, thematische. Falls sich eine Geschichte aus der anderen ergibt, so wird, kein Grund zu zweifeln oder verzweifeln, ein Hinweis gegeben werden. Wie schon geschrieben müssen diese ganzen Einträge also nicht mit Gewalt heruntergelesen werden, sondern je nach Lust und Laune – manche mögen zu einer kleinen Besinnung anregen, die Seele bequem baumelnd, nicht aber etwa aufgehängt, sich selbst suchen lassen, besinnlich sein, andere aufgrund ihrer temporeichen Ereignisse oder ihrer spitzen Bemerkungen wegen eher den Verstand ansprechen, aufwecken, den lieben Leser auch dazu auffordern, Stellung zu beziehen, selbst tätig zu werden gegen all das Ungute, das sich überall vermehrt, breitmacht, gestern und heute. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Blatt betrachtend ein Haiku rezitiert wird oder sonstiges Poetisches, diesem poetischen Sinn im Seienden sinnlich nachgespürt wird, oder anders eine unerwartete Wendung, ein frecher Begriff aufregend ist, vielleicht sogar ärgerlich oder aber eher belustigend. Ist das Geschriebene ein autobiografisch Gekritzel? Eher nein, natürlich fließt mein Erfahrenes, Erlebtes ein, wird aber immer verformt, verarbeitet, bewußt und mindestens so oft unbewußt. Muß man, bei Fachbegriffen begonnen, so klug sein wie der Autor? He, wir leben in Zeiten des Internets! Das kann man nachschauen, was glaubt Ihr denn, was ich mache und nicht zuletzt gibt es auch Bücher, ja, die gibt es noch, Lexika, Fachbücher und so (na o.k.,andererseits,haltet mich ruhig für ein Genie, einen Ausbund an Wissen)?! Muß immer, schier mit Gewalt, ein geheimnisvoll tieferer Sinn drinstecken? Nein, es darf auch auf Unterhaltungsmodus geschaltet werden. Am Ende muß ja immer der Rezipient, der Leser sich fragen, kann er, dieser Leser nämlich, da für sich etwas, irgend etwas, ein wenig, viel rausholen oder nicht. Wo nicht, na gut, schade um die so wieder gefundene, verlorene Zeit, wo schon, da freue ich mich mit!
Ja, o.k., eine Betriebsanleitung… na gut, ich habe erkannt, dass ich manchmal Erläuterungen, nicht so sehr Kommentierungen abgeben muß und vielleicht auch einen Hinweis, um was es geht, also mindestens in etwa ein Genre angeben. Dann will ich das mal tun. In Klammern. Also meinend: Du mußt das nicht so übernehmen, nicht so lesen, es ist nur ein Hinweis, eine Hilfestellung, aber bitte: das Lesen sei frei! Ach kommt: Leseguide! Wenn ich das schon höre, lese, liese, lase: ja lest doch selber oder, um es mit Heinz Erhard zu sagen: das Schwarze, das sind die Buchstaben!

Conus oder: Ferien am Meer

ach sagte das kind
was für eine schöne muschel
das sagte der forscher
ist eine schnecke
das sagte die mutter
behalt für dich
lass das kind
frei die welt
entdecken
da sagte das kind
schaut was heraus
das sagte der forscher
ist eine kegelschnecke
ach sagte die mutter
so was interessantes
da gibt es extra
eine spielschnecke
au sagte das kind
tja sagte der forscher
was sagte die mutter
jetzt wird es sterben
sagte der forscher
das Kind

Altsteinzeit*

oder: ja, das waren halt so diese Gespräche** von damals

(*die richtig, richtig alte Altsteinzeit. Nicht nur vor der Jung-, nein, auch vor der sogenannten Altsteinzeit. Als die Steine noch jung waren!
**synchronisiert)

„Aua! Au, Ahh!“
„Was hast du? Ach, du hast dir mit dem Stein auf die Finger gehauen? Ja, was klopfst du auch auf diesen Steinen herum, die sind doch gut so, wie sie sind, wie sie immer schon waren. Du sollst die Dinge, wie sie Bohooga schuf, nicht verändern! Sonst wirst du bestraft! Das siehst du doch!“
„Aber, aber die Steine.. wenn wir nur Geröll nehmen, können wir das werfen, ja. Aber wenn ich die Steine zuhaue, so dass sie spitz werden und scharfe Kanten haben, dann kannst du mit dem Stein besser zuschlagen und sogar schneiden!“
„Wozu soll dass denn gut sein?“
„Warte, ich zeig’s dir! Nur so als Beispiel – so!“
„Aua! Au, Ahh!“

Jenny Killerbee or if it snows, if it snows…

Jenny besuchte ihre Tanten eigentlich gar nicht so ungern. Sie waren sehr nett, es war eine ganz andere Umgebung, eine ganz andere Welt dort als die, die sie gewohnt war. Aber es war eben auch stinkelangweilig mit den beiden ältlichen Damen.
Marie Pech, die der Pracht ihrer nachtschwarzen Haare nachtrauerte, neigte immer ein wenig zum Jammern über Versäumtes in ihrem Leben. Marie Gold, ihre Schwester, die freilich auch nicht mehr in der Fülle ihrer goldglänzenden Locken dasaß, wies sie jedes Mal streng zurecht.
Die Nichte Jenny, die mit ihrer Mutter aus Amerika zu Besuch kam, brachte Leben in das ewig gleiche Dasein der beiden alten Damen. Freilich auch die Unbesonnenheit des jungen Ungestüms. Da litt schon mal das Gemüsebeet, wurden Erbsen zertrampelt, stieg sie auf das altehrwürdige Sofa und benutzte das Erbstück als Turngerät. Doch das war es den Tanten wert. Jedoch mahnten sie Jenny eindringlich, sie solle im Hof aufpassen, auf keinen Fall dem Brunnen zu nahe kommen, da könnte das schrecklichste Unglück geschehen. Das war so ein Brunnen, nicht wahr, wie die alten Brunnen halt sind, ein Ziehbrunnen mit gemauertem Rand, ein richtiges Dächlein darüber, eine hölzerne Spindel, an der eine Kette mit Eimer hing – und inmitten des runden Mäuerleins die Gefahr, die Schwärze, das tiefe Loch.
Und so kam es, wie es kommen musste. Nachdem die neugierige Göre vom Speicher bis zum Keller, von der Scheune bis zum Stall alles durchforscht und sogar die Ziegen, die sogenannten Kühe des kleinen Mannes, freigelassen hatte fühlte sie sich verpflichtet, natürlich auch den dunklen Schlund des Ziehbrunnens zu erforschen. Womöglich wäre gar nichts passiert, als Jenny auf dem Brunnenrand balancierte, wenn nicht gerade ihre Mutter aus dem Fenster geschaut und sofort erschrocken und zornig zugleich gerufen hätte. „Jenny, don’t do it! Get away from there, for God’s sake“ gellte es an Jennies Ohr.
So aber rutschte Jenny aus, schlug sich den Kopf am Brunnenrand hart an und fiel hinab ins dunkle Wasser.
Sie stieß gerade noch ein „Goddamn“ hervor, dann schwanden ihr die Sinne.
Im Haus entwickelte sich hektische Betriebsamkeit. Jennies Mutter weinte und schrie, die Tanten liefen durcheinander. Einen Notruf abzusetzen war nicht möglich, da die Mobiltelefone keinen Empfang hatten und ein altmodisch feste Apparat nicht vorhanden war. Endlich wurde mit Hilfe des am Brunnen angebrachten Seiles mit Eimer versucht, nach Jenny zu fischen, vergebens. Und dann lief Jennies Mutter mit tränenüberströmtem Gesicht zu den Nachbarn, die auch schnell zusammenkamen, Hilfe organisierten. Angeseilt kletterte ein mutiger junger Mann in den dunklen Schacht hinab. Doch auch er fand nichts, keine Jenny, weder lebend noch tot, nur schwarzes Wasser.
Jenny selbst erwachte auf einer grünen Wiese mitten im schönsten Sonnenschein. Ihr Kopf schmerzte und sie hatte eine ordentliche Beule an der Stirn, aber sonst schien mit ihr alles in Ordnung zu sein. „Fuck“ rief sie, rappelte sich, ihre vergrößerte Stirn streichend, auf und schlenderte zunächst etwas ziellos über die mit unzähligen bunten Wiesenblumen verzierte Grasfläche.
Irgendwie kam ihr die Situation seltsam vor. Ihre Erinnerung zeigte ihr den Schreck, den dunklen Schacht, das in der Tiefe lauernde schwarze Wasser – und dann nichts mehr. Dunkelheit.
Und jetzt war sie auf einer grünen Aue? Und trabten da vorne nicht die beiden Ziegen der Tanten, die sie mutwillig freigelassen hatte? Und war das da vorne nicht ein Apfelbaum voller roter Äpfel, die die Äste herabbogen? Und rief nicht offenkundig der Baum ihr zu, etwas, das ihr auch noch gar nie passiert war: „Mädchen, bitte hilf mir. Schüttle mich, schüttelt meine Äpfel herab, es sind so viele!“
Jenny war ein Wildfang, aber sie war durchaus auch hilfsbereit. Und so versuchte sie den alten Baum zu rütteln, doch der bewegte sich nicht. Sie überlegte nur einen Augenblick, schon kletterte sie hoch in die Äste und hüpfte und rüttelte und schüttelte, dass es dem Rumpelstilzchen und dem Butzemann nicht besser angestanden wäre. Dabei brach sie freilich ein paar Zweige und auch einen morschen Ast ab, aber sie achtete kaum auf das Ächzen des altehrwürdigen Holzes, so viel Spaß hatte sie mit ihrer Hilfsaktion.
Endlich sprang sie wieder herab, mitten unter die Äpfel. „Very well“ äußerte sie sehr zufrieden mit sich. Auch hob sie Äpfel auf, biss in einen – „bäh, Boskoop! Very sour! Impossible to eat!“ Und schon warf sie den Apfel weg, sah die Ziegen, die neugierig näherkamen, und versuchte mit weiteren Äpfeln als Wurfgeschoß, die vorwitzigen Tiere zu treffen.
„Was tust du denn da? Du verschwendest ja meine Früchte! Und beschädigst mich“ rief der Baum, worauf Jenny mit ihrem übermütigen Tun aufhörte und etwas betreten dreinsah, murmelnd: „ach, die kann man doch eh nicht essen!“ Denn Jenny dachte spontan natürlich in amerikanischem Englisch, war aber des Deutschen sehr wohl mächtig.
„Oh doch, dummes Mädchen! Aus meinen Äpfeln macht man die besten Apfelkuchen und ebensolchen Apfelsaft“ rief der jetzt auch noch beleidigte Baum. „Und überhaupt“ meckerte eine Ziege, „hat dir deine Mutter nicht beigebracht, dass man nicht mit Sachen nach Tieren und Menschen schmeißt?“
Jetzt schämte sich Jenny wirklich. „Ach wisst ihr, manchmal mache ich einfach Sachen, wilde Sachen, ohne groß nachzudenken“ versuchte sie sich herauszureden. „Oh ja“ antworteten die Geißen und der Baum unisono, „das haben wir gemerkt!“
Jenny ging weiter, denn hier wollte sie nicht bleiben, und kam an ein sehr kleines Häuschen, das aber einen Schornstein hatte, aus dem es rauchte. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Und aus dem Häuschen erklang eine wie erstickt klingende Stimme: „Hol uns raus, Mädchen, hol uns raus, sonst müssen wir hier drinnen verbrennen!“ O weh, ein Notfall! Wie schon gesagt war Jenny ja keineswegs böse und durchaus bereit zu Hilfe zu eilen.
Schnell öffnete sie die eigenartige hölzerne Tür des Häuschens, die mehr wie ein Fensterladen aussah, auch auf halber Höhe war, und wollte schon hineingreifen, allein, ihr schlug eine derartige Hitze entgegen, dass sie zurücksprang und erst einmal nach Luft schnappte. „By Jove! Incredible hot! No chance“ rief sie erschrocken, besann sich und fragte: „Ich will ja helfen! Aber wie?“ „Dummes Kind“ scholl es ihr entgegen, „da steht doch der Brotschieber!“ Und tatsächlich entdeckte sie eine Art platter, hölzerner Schaufel mit langem Stil an der Wand. Kurzentschlossen griff sie sich diese und schob sie mit Schwung in den Backofen, denn um einen solchen handelte es sich, und hatte auch ein, zwei, drei Brote darauf, als sie den Schieber wieder herauszog. Überschwänglich bedankten sich die Brote, doch ihr Geschwister sei noch drinnen. So rettete Jenny auch das vierte. Freilich hatte sie die Brote so heftig geschubst, dass die Krusten aufgebrochen waren, was die Brote, die den frischen, aber ungesunden Ehrgeiz hatten, perfekt zu sein, erst jetzt bemerkten und zu jammern begannen. „Nun“ meinte Jenny, „da ich langsam eh Hunger bekomme werde ich euch aber so was von helfen!“ Und schon hatte sie, und das nicht wenig, von dem leckeren, frischen Brot probiert.
Von ihrer verstörenden Umgebung und deren ihr sehr fremdartig vorkommenden Eigenschaften verwirrt ging Jenny etwas nachdenklich weiter, hatte aber nichts von ihrer freimütig, frechen Selbstsicherheit verloren als einem eingeborenen Kinde von Gottes eigenem Land.
Endlich kam sie an ein großes, hohes Haus. Na, hier könnte man ihr vielleicht helfen, dachte sie und suchte nach einer Klingel. Sie fand eine altertümliche Glocke und bimmelte. Da hörte sie von weit drinnen die Stimme einer älteren oder kranken Frau, sie solle doch hereinkommen.
Nach einigem Suchen trat sie an das Bett der offensichtlich nicht Gesunden und erkundigte sich höflich nach deren Befinden. „O, gutes Mädchen, wie schön, dass du kommst, du könntest mir bei einigem zur Hand gehen“ bekam sie zur Antwort. „Das mach ich gern. Aber bitte, gute Dame, ich müsste dann auch mal wieder nach Hause, meine Mutter macht sich bestimmt Sorgen, können sie mir dabei vielleicht behilflich sein“ fragte die gute Jenny, direkt ein bisschen eingeschüchtert, wenn sie auch noch nicht wusste, warum. Denn sie fürchtete sich überhaupt wenig und besonders die alte Dame keineswegs.
Diese Hilfestellung wurde ihr auch fest versprochen und schon half ihrerseits Jenny im Haushalt, dass es eine wahre Freude war. Freilich ging dabei Geschirr zu Bruch, ihr Putzen glich mehr einer Überschwemmung und am Betten ausschütteln hatte sie so eine Freude, dass sie gar nicht mehr aufhören wollte, bis die Kranke doch tatsächlich sich genötigt sah, aufzustehen: „O weh, Jenny, was machst du denn da? Du schüttelst und schüttelst und bedenkst gar nicht die Folgen!“
Um es kurz zu machen, Jenny wurde schnell aus dem Dienst entlassen. Als sie durch einen Torbogen trat, der diese höchst absonderliche von ihrer eigentlichen, echten Welt trennte, schaute die alte Frau immer noch aus einem Fenster, wie um sicher zu sein, dass Jenny auch ja aus ihrer Welt verschwand. Sie rief ihr noch nach: „Und dass du’s nur weißt, dein Schütteln hat die Eiszeit verursacht. Fast die ganze Welt war zugefroren!“
Jenny verstand hier nicht so recht, von was die Rede war, zuckte die Schultern und trat endlich durch das Tor in ihre Welt – doch da regnete etwas aus dem Bogen auf sie herab, rann über sie, heftete sich an sie, so sehr sie sich auch schüttelte.
Und kaum trat sie in den Hof ihrer Tanten, da gurrten deren Tauben auf und auch die längst zurückgekehrten Ziegen fielen in den Text ein: „O schaut doch mal was und wie! Unsere wilde, zwiegespaltene Jenny ist wieder hie!“
Als Jenny ins Haus trat erschrak ihre in Trauer versunkene Mutter furchtbar, sowohl über die glückliche Rückkehr der totgeglaubten als auch über deren Aussehen.
Doch die beiden Tanten Marie konnten sie schnell beruhigen.
Jenny glänzte zur einen Hälfte golden, zur anderen Pechschwarz. Denn sie war im Torbogen genau zur Hälfte mit der einen wie mit der anderen Substanz übergossen worden.
Und die beiden Tanten, die Goldmarie und die Pechmarie, wussten sehr wohl, was es damit auf sich hatte. Ihre Nichte hatte doch tatsächlich wie einst sie selbst der leibhaftigen Frau Holle geholfen, es auf Erden schneien zu lassen, zum Glück in einer anderen Zeit, weit, weit in der Vergangenheit, als das Wünschen noch geholfen hat und die Dinge noch beseelt waren und also der Sprache mächtig.
Jenny freilich war völlig verdattert. Vor allem überlegte sie noch lange: „If english is good enough for the great and the elderly of the gods*, why doesn‘t Misses Holle speak english?“ Denn sie hatte sehr wohl erkannt, mit wem sie es eigentlich zu tun gehabt hatte und sie war nun mal eine Amerikanerin.

*including Jesus, Thor and so on

Bushi, der Weg des Kriegers* und das Handwerk

Masamune, nennen wir so die Hauptperson unserer kleinen Legende aus seltsamen Zeiten, in denen neue Ideen tatsächlich noch zu aberwitzigen Veränderungen führen konnten,wenn sich die gesellschaftlich wichtigen Kräfte nicht energisch dagegen stellten, war gerne Schmied. Er fertigte mit Hilfe seiner Lieferanten und verschiedenen Helfern die allerfeinsten, allerschärfsten Daisho, die nur je einer, der den Weg des Kriegers gewählt hatte, geschwungen hatte.
Nun war ihm aber ein Auftrag gegeben worden, der ihn gewaltig erregte. Er sollte, so der Wunsch des großen Samurai, der zu dieser Zeit in seiner Region herrschte, die edlen Schwerter, ob Katana, Tachi, Wakizashi oder kurzes Tanto, dem Feuer zurückgeben, umschmieden.
Seine in so langer Arbeit entstandenen, vielschichtigen Klingen vernichten. Es war der eigenartige Wunsch des herrschenden Samurai, er solle die Schwerter zu Pflugscharen umarbeiten.
Sein erster Gedanke war, dass er und seine Frau jetzt wohl Selbstmord begehen müssten. Nun, eigentlich war das die Idee seiner Frau, die den Gedanken, dass ihr Mann nicht mehr als Waffen-, sondern als gewöhnlicher Schmied gesellschaftlich bedeutend absteigen würde, eine Tatsache, die auch sie beträfe, und mit der sie unmöglich ihren Nachbarinnen begegnen konnte, so gar nicht ertragen konnte. So plante sie schon ihren Jigai, der Kaiken lag bereit, ebenso das Lederband, die Beine zu umwinden. Um zu verhindern, dass die Beine einer Frau im Todeskampfe gespreizt und somit im Tode unschicklich auseinanderklaffen könnten!
Dann aber, als er vor seinen Klingen stand, begann er nachzudenken. Diese Idee war bestimmt nicht die originäre seines Herrn. Vielmehr war vor einiger Zeit so ein leuchtend orange gekleideter Bettler hier in der Gegen erschienen, der partout nicht arbeiten wollte und ständig irgendwelche kindischen Geschichten von Leid, Erleuchtung und anderem Zeug absonderte. Eines seiner Lieblingswörter war Frieden! Was für ein Mumpitz.
Freilich, der Samurai war nach dem letzten Feldzug eigenartig gewesen. Es war ja bekannt, sein bester Freund war in eine Falle hinterhältiger Bauern geraten, die ihn mit ihren primitiven Werkzeugen, für niedere Landarbeit gedacht, aufs unwürdigste niedergemetzelt hatten. Der Samurai hatte ihn gerächt, natürlich, und wie ohnehin geplant die gesamte Dorfbevölkerung ausgemerzt. Aber er war seither sehr, sehr verändert. Hatte kaum mehr die nötige Freude an seinem bestellten neuen Schwert gehabt, als er ganz traditionell einen Untertanen in der Mitte zerteilte, um die Qualität zu prüfen, war er gar nicht recht bei der Sache gewesen. Und es war doch eben gute, überkommene Sitte, ein neues edles Schwert an einem beliebigen Übeltäter so zu erproben, man legte den dieser Art von Schwertprobe Würdigen auf eine gute Unterlage, der ritterliche Herr über Leben und Tod holte aus und zielte quer auf den Bauch, zerhackte den Burschen in der Mitte tunlichst mit einem Streich. Solcherart war die Qualitätsprobe für das Schwert und den Schwertschwinger bestanden, die gute Ordnung wieder hergestellt.
Und jetzt war dieser orangefarbene Schwätzer aufgetaucht.
Das mochte die Ursache sein. Aber wie dem Herrn wieder Verstand beibringen? Eigentlich, wollte er ihm nur zuhören, müsste es ganz einfach sein. Pflugscharen waren damals aus Eisen, nicht aus Stahl. Schließlich mussten sie von Tieren oder Menschen durchs Erdreich gezwungen werden, es war nur richtig, gröberen Hindernissen wie großen Steinen nachzugeben, tunlichst auszuweichen. Nur ein Bruchteil der verschiedenen Schichten eines Katanas wäre dafür überhaupt geeignet, weich genug! Shihozume kitae oder auch Kobuse san mai kitae könnte man vielleicht noch zu diesem Zweck zerlegen,einschmelzen, umschmieden, gebrauchen, aber sicher nicht Maru kitae.
Schnell verfasste er einen Bericht über diese technischen Schwierigkeiten in Form eines langen Gedichts, in dem Kraniche und wogendes Schilf und die Götter, vor allem das Schwert Kusanagi und, wie auch nicht, Ameratsu neben Yahata beziehungsweise Hachiman als wesentliche Symbole vorkamen. Durch einen Boten ließ er diesen mit den selbstredend untertänigsten Wünschen und Grüßen dem gestrengen Herrn über Leben und Tod zukommen.
Inzwischen hatten sich freilich anderenorts neue Tatsachen ergeben. Reiterboten mit mehr oder weniger verklausuliert üblen Beleidigungen ritten zwischen den einzelnen Samurai hin und her.
Kurz, es kam mal wieder zu bürgerkriegerischen Auseinandersetzungen. Masamune sollte seine gesamten scharfen Vorräte zu des Samurais befestigtem Sitz bringen. Was er nur zu gerne tat. Bald kam es zu Gefechten. Die Feinde nahmen das Dorf, brannten es nieder, konnten aber die wohl verteidigte Burg nicht erobern.
Der Samurai jagte den Bettelmönch zum Teufel, wörtlich natürlich zur Izanami oder Yomotsu Ohokami, vor allem, da sich herausstellte, dass dieser für den Shogun spioniert hatte. Und Schwerter waren wieder Schwerter, Pflugscharen Pflugscharen, die Welt war wieder geradegerückt. Die gesellschaftliche Ordnung wiederhergestellt.
In einem geschickten Feldzug konnte sich der Samurai für die erlittene Niederlage rächen und seinen Feinden ein Gleiches tun. Überall war der Qualm brennender Dörfer zu sehen.
Der Schmied baute seine Werkstatt wieder auf. Seine von ihm geliebte und hochgeschätzte Frau freilich war von den Feinden grausam getötet worden, mitsamt vorher gewaltsam gespreizten Beinen, doch eine neue Frau ließe sich für einen angesehenen Waffenschmied sicher leicht finden. Eine, die ihrer gesellschaftlichen Rolle bewusst repräsentierte und ihn sanft und zärtlich liebte und als den Meister verehrte, der er war.

(*do = Weg, Bushi = Krieger, Bushi – do also der Weg des Kriegers; Philosophie des japanischen Militäradels aus Grundsätzen des Shintoismus, Konfuzianismus und Buddhismus entwickelt, wobei hier wie überall und immer auf der Welt darauf geachtet wurde, dass die all zu menschenfreundlichen und pazifistischen religiösen Ideen dort blieben, wo sie nach Auffassung der Mächtigen hingehören: beim gemeinen Volk respektive im Müll, was aus ihrer Sicht identisch war und ist)

Carpe diem oder „die Müh ist klein, der Spaß ist groß, du glaubst zu schieben und du wirst geschoben“

„Ach ja,“ sprach er und verlieh seiner Stimme einen sonoren, würdigen Ton, dem Zitate angemessen, „am Weibe hängt, zum Weibe drängt doch alles!“ Was für ein Schwachsinn! In mir krampfte sich alles zusammen. Ich wand mich, ich stöhnte und schrie, schrie ihn an: „du Idiot! Hör auf, hier klugzuscheißen! Wir sind nicht in irgend einer verkackten Deutschstunde! Und das verdammte Gegenteil ist wahr!“ Er sah mich mitleidig an, in etwa so, wie er einen ausgesprochen unbegabten Schüler oder einen ungehorsamen jungen Hund angesehen hätte, mit so einem Blick, der sagte, was solls, sie ist nur ein Weib, sie versteht ja nichts, begreift nicht, sie kann es halt nicht besser.
Ich fauchte ihn an: „fahr schneller und schau auf die Straße! Das hier ist kein Spaß. Und sollte auch für dich keiner sein!“ Fast unhörbar, doch etwas eingeschüchtert, murmelte er: „da werden Weiber zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Scherz.“ „Laß die Toten ruhen! Halt die Klappe und zitier keinen, hörst du, keinen einzigen Klassiker mehr“ schrie ich wieder. Es war nicht auszuhalten. Da fuhren wir zu nächtlicher Stunde über diese winzige, unübersichtliche Landstraße und er hatte nichts Besseres zu tun, als die Weimarer Klassik mal genauer, mal weniger genau zu rezitieren!
„Oh, the grapes of wrath!“ Er konnte einfach die Klappe nicht halten, das war doch nicht zu glauben. „Und auch John Steinbeck kannst du dir sonstwohin schieben, sonst kannst du gleich meinen Zorn spüren, Früchtchen! Sei still und fahr“ brüllte nun wiederum ich. Diese blödsinnigen Zitate die ganze Zeit, ich kauerte mich zusammen und stöhnte wieder auf. Da, es floss aus mir heraus, über den Autositz und die Schenkel hinab triefte das Fruchtwasser. Mein Gott, wie weit noch dachte ich und hörte sein: „Nuda veritas!“ „Was denn, was dachtest du denn? Heute gilt es die nackte Wahrheit und, ganz nebenbei, das nackte Leben! Zumindest für zwei von uns! Und wenn du nicht gleich still bist…!“ Und wieder verstand er mich nicht, erwiderte nur: „Non omnis moriar!“ „O doch, Bürschlein, du wirst ganz und gar vergangen sein, wenn ich mit dir fertig bin“ schrie ich wieder und wand mich in einer neuen Wehe. „Es kommt, es kommt“ schrie ich in Angst und Schmerzen, denn ich spürte, wie sich etwas gewaltsam aus mir presste und wand und mich zerriß, etwas so Vertrautes und doch so Fremdes. Das aus mir werdende, gewordene Eigene.
Er hielt an einer Waldlichtung. Wir waren mutterseelenallein. „Blut ist ein ganz besonderer Saft“ murmelte mein ganz persönlicher Mephistopheles. Ich schluchzte nur noch. Aus verquollenen Augen sah ich ihn, wie er mich anstarrte, fürchterlich blass. Er hatte offenbar noch mehr Angst als ich. Und schon war es so weit. Ich wand mich noch einmal und er rief: „Homo novus!“ „Nein, bitte keinen Ädilen oder Konsul“ flüsterte ich schwach, während er den kleinen Schreihals hochhielt.
Einige Zeit später lag ich im Kreiskrankenhaus und ruhte. Dem Kind ging es gut. Es wusste nicht, dass es unterwegs, hätte es nur noch ein wenig länger gedauert, beinahe zum Cäsaren gekürt worden wäre. Und wie knapp sein Fahrer, Vater, Erzeuger überlebt hatte, der alte Schwätzer.
Ach, wie blass saß er mir gegenüber. Wie erschöpft. Schläfrig murmelte ich: „Nicht zum Weibe. Aus dem Weibe drängt alles, alles Leben. Geh, studiere zur Abwechslung einmal Biologie. Und jetzt: Nunc vino pellite curas.“ Und er nickte zaghaft, fragend meinte er noch etwas von Verträgen, die einzuhalten seien, doch ich wies ihn fort und er ging. Bald war ich in den tiefsten Schlaf der Erschöpfung gefallen.
Ich träumte von Früchten, von Vermehrung, fühlte mich vegetativ, ja, wie eine Pflanze, versank noch tiefer und vernahm nur noch gemurmelt, dass es gut sei,ja, dass alles gut sei aber doch von dieser Frucht nicht zu essen sei. Was murmelte da in mir, wessen Stimme? Meine, seine oder gar eine neue, so nie gehörte, eine, nur des wilden Schreiens kundig, eine, die das Sprechen erst noch lernen müsste? Zitierte etwa schon der Sohn den allerersten Anfang? Mein Schlaf wurde unruhig, mich befiel Angst, Sorge, ich war nicht die erste Mutter und nicht Mutter des Ersten und nicht die Mutter des Mörders, nicht die des Opfers, aber womöglich die Mutter eines unendlichen Sermons, eines niemals Verstummenden, eines andauernden Rezitierens. Entsetzen ergriff mich und ich fiel in irrwitzige Träume, in denen ich eine Tochter gebar, die schweigen sollte in der Gemeinde, entrüstete mich nun wieder darüber und wechselte weiter von bizarrer Traumfigur zum nächsten Alp. Nicht einmal, ob ich wirklich erwachte aufgrund des simplen Rufs des Hungers, sprachfernen Babygeplärrs und dieses Eigenständige, dieses Schreiende nährte oder dies ein Teil der verwirrten und verwirrenden Träume war weiß ich. Und auch nicht, ob ich jemals wieder erwachte. Oder was Wachsein ist, bedeutet.

Im Zeichen lesen

Ein Frühlingsmorgen im sonnenbeschienen Kaffee, 2 Frauen, eine hübsch, blond, glücklich strahlend in einem weißen Frühlingskleid, die andere wissbegierig, fragend, mit lilafarbenen Haaren und in einem bunten Schlabberumhang mit großen, geheimnisvollen Zeichen, Symboltieren und Sternen, bedeutsame Ringe an den Fingern. Beide vorgebeugt ins Gespräch vertieft, ihre Getränke vergessend.
„Total, total verschossen bin ich. Habe die bekannten Schmetterlinge im Bauch. Er ist großartig! Ach weißt du,kurz und gut: ich liebe ihn!“
„Schön für dich. Gönne ich dir ja, aber warum dürfen wir ihn noch nicht kennenlernen? Warum verrätst du nichts über ihn?“
„Ach, laß mir, laß uns doch noch ein wenig Zeit.“
„Spann mich doch nicht so auf die Folter! Wie alt ist er, wie groß, was macht er so, wie heißt er? Oder mal so, das Wichtigste: unter welchem Zeichen ist er geboren? Was sagt die Tarockkarte mit ihren geheimen Bedeutungen, die kristallinene Kugel, der rückende magische Tisch?“
„Hm. Ja, vielleicht kann ich dir ja so viel verraten. Immerhin, meine beste Freundin. Er ist ein Krebs.“
„Fein, ein Wasserzeichen. Das passt zu dir! Das hast du gut gemacht, auch wenn du immer sagst, dass das doch nichts zu bedeuten hat.“
„Doch, doch, du hast schon recht. Das hat etwas zu bedeuten.“

Zwei fröhliche junge Frauen gehen an einem sonnigen Tag nach Hause. Man sieht ihnen nach, neidisch, interessiert oder einfach nur, um später ein Gedicht darüber zu schreiben das womöglich Aufruhr erregt. Kleider, Röcke wippen und Glück scheint wie die Sonnenstrahlen mit etwas Phantasie greifbar.

Jahre später, im städtischen Krankenhaus. Am Krankenbett sitzt die Dame mit dem Sternenkleid, immer noch gleich oder doch sehr ähnlich gekleidet, im Bett liegt, schwach atmend, abgemagert, die Blonde.
„Gerard Hausen hieß er, der Typ?“
„So hat er sich zumindest genannt. Ich hab ja nicht so viel von ihm gewusst. Ich war einfach verliebt. Ich habe nichts nachgefragt. Ich bin geschwebt, auf der 7. Wolke, wie man so sagt. Bis er sich nicht mehr gemeldet hat. Und dann war ich erst mal unglücklich. Ich habe gelitten, viel zu lange, keine wie man so sagt Schmetterlinge mehr im Bauch, aber das sollte doch mal vorübergehen!“
„Aber irgendwann bist du zum Arzt gegangen?“
„Ja, irgendwann. Zervixkarzinom. Hat auch schon gestreut. So viel zu deinen Horoskopen!“
„Aber, das hat doch nichts mit deinem Krebs zu tun!“
„Wenn du schon meinst, dass die Sterne uns was sagen und ihre dämlichen Namen, warum soll nicht dieser Krebs damit gemeint sein? Mit dem Cancer, dem Krebs, der so gut zu mir passt? Der mich gar nicht mehr verlassen will?“
„Ach komm, so schlimm das jetzt auch ist: da können wir sicher etwas dagegen tun! Nicht so eine unnütze Impfung mit lauter Nebenwirkungen, so schädliche chemische Behandlung oder gar so eine fürchterliche Bestrahlung, sondern da gibt es ganz tolle orthografische Lebensmittel, ich hab da schon ganz viel drüber gelesen, ich weiß alles über dieses Gollumkarzinom und ganz natürliche Zystenstatistika, die die Krebszellen behindern, diese Papillonviren vertreiben, wobei das ja gar nicht bewiesen ist, dass die das sind, sondern wahrscheinlich bist du, nachdem er dich verlassen hat, einfach nicht im Einklang mit dir selbst! Denn diese Viren hat ja noch niemand gesehen!“
„Meine liebe, beste Freundin, was täte ich nur ohne dich. Jetzt willst du mir einreden, dass man krank wird, wenn man keine Schmetterlinge mehr im Bauch hat. Aber warte mal, ich erinnere mich noch gut. Schon als Kinder haben wir Hexenkünste ausprobiert. Und die Flugsalbe mit dem Pils im Kraut hat überhaupt nicht funktioniert. Ich muss froh sein, dass ich mir damals nur ein Bein gebrochen habe. Als wir Jugendliche waren hast du mir dann deine natürliche Verhütung nahegebracht, mir von einem Klaus Ogino erzählt, der das ganz genau erforscht habe. Und ich wurde schwanger. In der Berufsausbildung hast du mir vorgerechnet, welche Vorgesetzten mir aufgrund ihrer Horoskope gewogen sein würden, letztlich hat mich dieser Chef dann rausgeschmissen. Und jetzt wirst du mit Hilfe deiner Schamanen mich heilen! Hör mir nun gut zu, ich werde das nicht wiederholen, so sehr ich dich schätze, immer geschätzt habe: verschwinde. Jetzt.“

Eine Piratengeschichte mit Irish Wolfhounds:

(wie man sieht ist das eigentlich eher eine Momentanbotschaft an die paar Menschenwesen, rot- oder anders haarig, die mich kennen)
Ach ja, das ist ja doch reversibel! Also geht auch was brandhochprozentigaktuelles: heut, hört zu ihr rothaarigen, hellhäutigen, grün- oder blauäugigen Keltischstämmigen, ist St. Patricks day! Beim Dagda!

Je nun, also: die überlieferte Erzählung geht so: St. Patrick wurde noch ganz unbekannt, also sozusagen ohne St, von Piraten entführt und im Laderaum einem Rudel damals noch richtiger, wilder Wolfhounds vorgeworfen. Die ihm, anständig christlich wie sie waren – huch? – nichts taten. Worauf auch die Piraten ganz schnell brav wurden und sich taufen ließen. Oder so.
Das könnte mit den Hunden der Morrigan nicht passieren… darauf ein Irish red Ale. Gemeinsam am liebsten mit einem Daredevil, ja, einem Irish Terrier – rotborstighaarig.
So, und im Moment arbeite ich an der eigentlichen Geschichte, die hier stehen soll, nämlich einer von Cu Culain, wie angeblich die Wolfsjäger im ersten Jahrhundert n. Chr. genannt wurden.