Bemerkenswert

es steht geschrieben

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

Unterbrochen und gefolgt von einem langen Eingangssermon zunächst ein INHALTSVERZEICHNIS; folglich kann ein Jeglicher nach seinem Wunsche hier wie dort fortfahren und darf die angehängte Litanei gerne überspringen, ran an die Texte! Ich füge hinter dem Titel und einer kurzen Genreangabe einen Link ein, einfach anklicken und überraschen lassen.

Altervativ, denn nichts ist ohne Alternative, es gibt immer eine andere Möglichkeit, womit nicht gesagt ist, was die bessere Wahl ist, läßt sich oben etwas anklicken: Kontakt z.B., oder eben Kapitel. So müßte man, thematisch eingegrenzt, auf die Beiträge kommen, die gerade konvenieren. Ob man meiner leichthändigen Einteilung folgen will bleibt natürlich dem jeweiligen Leser überlassen, es gibt inhaltliche Unklarheiten, Überschneidungen, aber irgendwie und irgendwann mußte ich mich halt entscheiden!

Die (bisherigen) Kapitel sind:

Kapitel 1: Hunde und andere Lebewesen

Kapitel 2: Science Fiktion, historisierende Fiktion

Kapitel 3: Märchen, Fabeln, Fantasy, Legenden, Sagenhaftes

Kapitel 4: Kriminalgeschichten und Thriller (meist unter Verzicht auf all zu phantastische – siehe dafür andere Kapitel – Elemente)

Kapitel 5: Kurzgeschichten usw. aus der aktuellen Welt der mitmenschlichen Gesellschaft, mehr oder weniger realitätsnah anmutend

Kapitel 6: EVA. Das sind Geschichten rund um die gleichnamige Figur (Krimi, Fantasy…?)

Kapitel 7: Lyrik, bunt gemischt

Kapitel 8: Kinderlieder und -geschichten

Kapitel 9: Bredouille

Kapitel 10: Sheepology

Als denn, INHALTSVERZEICHNIS oder Kapitel oder: im Anfang war das Wort (aber der modernen Zeit entsprechend habe ich dann auch noch ein Bildnis von diesem oder jenem gewagt), beachte die Reihung, das erste (1.) ist also tatsächlich das ersteingestellte, scrollt man die ganzen Texte runter also das letzte Stück! Na typisch, den armen (mehr pflügenden als fliegenden?) Gaul von hinten her aufgezäumt! Beginnen wir mit dem Ältesten, dem Letzten, denn diese sollen die Ersten sein – womöglich war das auch schon innerhalb so eines bekannten, mehrfach übersetzten Blogs, den der damalige, noch der Antike verhaftete Erstverfasser nicht recht verstand (aber, wie gesagt, man kann sowohl im folgenden Verzeichnis wie unter Kapiteln nicht nur sich verirren, hin und her scrollen, sondern auch den Verweis anklicken und sollte dann bei der Geschichte, dem Text oder was auch immer landen):

1. Im Ungefähren verloren – Lyrik/Gedicht (Achtung, kann Hund enthalten!) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/im-ungefaehren-verloren/
2. Die einheitliche Feldtheorie – Science fiction    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/die-einheitliche-feldtheorie/
3. Nachrichten aus finsteren Folterzeiten – Lyrisches Gedicht https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/nachrichten-aus-finsteren-folterzeiten/
4. Parabel von Schwaben und Leuten – Parabel     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/parabel-von-schwaben-und-leuten/
5. Anser vulpes – Fabel. Oder halt Tiergeschichte    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/anser-vulpes/
6. Ich, Autor – Kurzgeschichte   https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/ich-autor/
7. Tiermagierin – Märchen (eine der ein klein wenig längeren Geschichtchen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/tiermagierin/
8. Bericht für den AAK – Science fiction    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/27/bericht-fuer-den-aak/
9. Bukowski, Charles – Lyrik/Gedicht    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/bukowski-charles/
10. The real horror of the heights (in Deutsch! – Fantasy/Science fiction, enthält wie es sich gehört Fluggeräte wie z.B. Nr. 24)     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/the-real-horror-of-the-heights/
11. Als er das Brot brach – Lyrik/Gedicht – +!     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/als-er-das-brot-brach/
12. Lehrer und Schüler im Zwiegespräch, Die Tante aus dem Jemen, Das gesamte Spektrum –  Dialoge      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/lehrer-und-schueler-im-zwiegespraech/
13. A Gsangl für’n Jandl – Lyrik/Gedicht      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/a-gsangl-fuern-jandl/
14. Aus dem Wörterbuch der Caniden – Spielerei, unvollendete, kann Hunde enthalten! https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/01/28/woerterbuch-der-caniden/
15. Schnodahüpferl – ja, eben das halt    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/schnodahuepferl/
16. Haiku 1 – Haiku     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/haiku-1/

17. Haiku 2 Glockenblume – Haiku    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/haiku-2-die-glockenblume/
18. Haiku. Benn. 2x. – Haiku? nun, auf der Haiku – Silbenzählung beruhende Gedichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/04/haiku-benn-2x/
19. Gebet – Lyrik/Gedicht, +!     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/das-gebet/
20. „Komm mit“ – Fabel     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/komm-mit/
21. Gemeinsame Interessenlage – Kurzgeschichte    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/gemeinsame-interessenlage/
22. Klassische Bahnfahrt – Fantasy     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/05/klassische-bahnfahrt/
23. lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit, geschweige denn den Viechern jeder Species! – Fabel, Text wie meist auf deutsch, und weder Mensch noch Haushund treten selbst auf      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/07/homo-homini-lupus-est-non-homo-quom-qualis-sit-non-novit-geschweige-denn-die-viecher/
24. Trudeln – Kurzgeschichte (enthält Fluggeräte ebenso wie z.B. Nr. 10) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/14/trudeln/
25. Joan Maynard! – Lyrik/Gedicht    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/14/joan-maynard/
26. den poet frag konkret/dekonstruktion – Lyrik/Kampfgedicht, direkte Aktion https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/24/den-poet-fragt-konkret/
27. Nächtliche Erscheinung – Haiku     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/27/naechtliche-erscheinung-haiku/
28. Wintersonnenstrahlen – Haiku     https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/02/27/wintersonnenstrahlen-haiku/
29. Auf den Tod eines Rollstuhlfahrers: – Lyrik/Gedicht/Nachruf https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/03/16/auf-den-tod-eines-rollstuhlfahrers/
30. Das Tagebuch von Tarascon – Legende, also +; ein bißchen länger https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/03/16/das-tagebuch-von-tarascon/
31. Eine Piratengeschichte mit Irish Wolfhounds – unfertig, eigentlich nur eine Ankündigung      https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/03/17/213/
32. Im Zeichen lesen – Kurzgeschichte ohne passendes passables Happy End https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/in-zeichen-lesen/
33. „Carpe diem“ oder „die Müh ist klein, der Spaß ist groß, du glaubst zu schieben und du wirst geschoben“ – Kurzgeschichte mit arg vielen Zitaten und gravierenden Ereignissen       https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/carpe-diem-oder-die-mueh-ist-klein-der-spass-ist-gross-du-glaubst-zu-schieben-und-du-wirst-geschoben/
34. Bushi, der Weg des Kriegers und das Handwerk – historisierende Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/bushi-der-weg-des-kriegers-und-das-handwerk/
35. Jenny Killerbee or if it snows, if it snows… – nicht unbekanntes Märchen (deutsch) https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/07/04/jenny-killerbee-or-if-it-snows-if-it-snows/
36. Altsteinzeit – Dialog   https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/08/12/altsteinzeit/
37. Conus oder: Ferien am Meer – Lyrik/Gedicht    https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/08/12/conus-oder-ferien-am-meer/
38. I’m the tiger! – Kurzgeschichte (deutsch. Ja doch, einschließlich fremdsprachiger Einwürfe)       https://petrastextzeit.wordpress.com/2018/12/16/im-the-tiger/
39. Schutzrituale bei Vollmond – Fantasy – Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/02/10/schutzrituale-bei-vollmond/
40. Von Affen und noch anderen Affen. Dystopisches Märchen/Fabel https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/02/10/von-affen-und-noch-anderen-affen-ein-dystopisches-maerchen/
41. Harry und die Zwänge – Ein Sachbeitrag zur Diskussion Sonderbeschulung versus Inklusion oder halt eben nur eine Kurzgeschichte    https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/02/10/harry-und-die-zwaenge-ein-sachbeitrag-zur-diskussion-sonderbeschulung-versus-inklusion/
42. Der spinnt, der Junge – Kurzgeschichte     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/der-spinnt-der-junge/
43. Innovationsstau – Kurzgeschichte, wohl kaum mehr Science fiction, eher Dystopie jetzt          https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/innovationsstau/
44. Reinkarnation – Fantasy – Kurzgeschichte mit Fee, + nur für ganz Überempfindliche https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/reinkarnation/
45. Min Deern! Dat du min Leevsten büst! – Kurzgeschichte (deutsch, aber ja doch) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/min-deern-dat-du-min-leevsten-buest/
46. Wenn Gott eine Türe schließt, so öffnet er ein Fenster – Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/wenn-gott-eine-tuere-schliesst-so-oeffnet-er-ein-fenster/
47. Dinner for only one – Kurzgeschichte (deutsch)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/dinner-for-only-one/
48. Den Frauen von Augusta Vindelicum gewidmet, in Memoriam heilige Afra und Agnes Bernauerin – Gedicht mit volkstümlichen Anklängen Typ Schnodahüpferl https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/die-frauen-von-augusta-vindelicum-gewidmet-in-memoriam-heilige-afra-und-agnes-bernauerin/
49. Wieso das Füttern der Elefanten verboten ist und wie Eva und Max das herausfanden – Kriminalkurzgeschichte mit Eva        https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/wieso-das-fuettern-der-elefanten-verboten-ist/
50. Informationstafel – Lyrik/Gedicht/Betriebsanleitung https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/informationstafel/
51. Dichterlesung – Kurzgeschichte                                                            https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/13/dichterlesung/

52. El Cid –  einigermaßen fabelhafte Kurzgeschichte, aber nicht auf spanisch      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/03/14/el-cid/

Das INHALTSVERZEICHNIS geht unterhalb weiter. Nur eine kleine Einfügung und Erläuterung:

Ich habe manchmal Bilder eingefügt, zur Auflockerung und Erbauung sowie um den digitalen Apparat (gebrauchte Canon EOS 500D, vorher wollte ich nie eine C., da ich ja am allerwenigsten in Schluchten fotografiere, wenngleich Heine schon sagte: baue dein Fotostudio/deine Dunkelkammer im Tal und nicht auf dem Gipfel) auszuprobieren, denn ich war noch etwas aus der Zeit gefallen. Für Interessierte: nach der Agfa Clack, die auch das Eingangsbild lieferte, lang ist’s her, und die einen Ehrenplatz auf dem Regal hat kam als tatsächlich eigene – dazwischen schon wieder Leihgaben, darunter eine schöne Minolta und später eine halbkaputte Agfa Spiegelreflex – richtige Kamera gleich die Minolta Spiegelreflex (Dynax 5000i), und lange hab ich mich geweigert, so richtig zur digital – elektronischen Fraktion zu wechseln, die ersten kleinen Digicameras waren insbesondere objektiv gesehen ja nicht so das Wahre. Für Schnappschüsse zu langsam, für Bilder zu schlecht, der Zoom ein Graus, zum Mitnehmen, zugegeben, ganz praktisch. Ich bin immer noch ein Fan des belichteten Materials statt vieler Pixel, sehe aber selbstverständlich den praktischen Nutzwert – aberzehntausende Bilder, die man unschwer wieder löschen kann oder, nähme man sich die Zeit, könnte…, nie mehr wegen eines Motivs überlegen, lohnt sich das? Und, böse gesagt, nicht fotografieren sondern nachträglich bearbeiten (allerdings auch wieder: wenn man’s kann und die Zeit aufwendet) bis alles paßt.. na ja. Wie gesagt, schon praktisch. Und gelegentlich habe ich mich auch bei freilich stark begrenzter Befähigung zeichnerisch versucht. So, weiter mit dem INHALSVERZEICHNIS:

53. Bildnis aus einem angeblich hundefreundlichen Landstrich (Photodokumentation) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/05/09/421/

54. Phytagoras‘ Kiefer und Isaac reloaded (Photos für den Geometrie- und Physikunterricht) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/05/09/phytagoras-kiefer/

55. das Geheimnis des Waldbauern (photografisches Bildnis mit Hund) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/02/das-geheimnis-des-waldbauern/

56. das rindige Rind (Photo)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/02/das-rindige-rind/

57. die Wahrheit über die Liebe (mittels photografischer Abbildung erläutert) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/02/die-wahrheit-ueber-die-liebe/

58. hochauflösende Grafik (Kurztext in Form eines Kurzinterviews) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/10/hochaufloesende-grafik/

59. rötlich erblüht der Garten (2 photografische Blumenbilder) https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/10/roetliche-erblueht-der-garten/

60. aber ein großer Schritt für die Menschheit (Bild)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/aber-ein-grosser-schritt-fuer-die-menschheit/

61.Vor Pygmalion (Bild)                                                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/vor-my-fair-lady/

62. Lamageister (Bild)                                                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/lamageister/

63. Löwenkindheit (Bild)                                                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/15/loewenkindheit/

64. Ernest oder: der Tod, der Tod – Versuch eines Essays mit notizhaft angedeuteter Rahmengeschichte, folglich etwas länger trotz fehlender Cocktailrezepte                                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/06/23/ernest-oder-der-tod-der-tod/

65. Gesprächsangebot an linkische Freunde oder: dem unaufrichtigen Kommunisten gewidmet – aufgeworfene Gedanken über ein neueres Buch, ach was, anhand eines solchen, nicht mal essayistisch    https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/gespraechsangebot-an-linkische-freunde-oder-dem-unaufrichtigen-kommunisten-gewidmet/

66. Das Tier im Käfig – lyrisch in Zeilen Gepresstes      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/das-tier-im-kaefig/

67. Meine Nächte sind heißer als deine Tage oder: aus Lilis frühen Erzählungen – Fantasy, +, Kurzgeschichte                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/meine-naechte-sind-heisser-als-deine-tage-oder-aus-lilis-fruehen-erzaehlungen/

68. Bin ich der Hüter meines Bruders? – sozusagen historisierende Fantasy, +, Kurzgeschichte                                                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/bin-ich-der-hueter-meines-bruders/

69. Zwei Segel, schon wieder (s.a. 77) – Lyrik, auch wenn das C.F. Meyer ungleich besser kann                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/04/zwei-segel-ich-denke-an-c-f-meyer/

70. Unerwartete Impression.  – Lyrischer Versuch aus den Liedern Aotearoa https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/16/unerwartete-impression/

71. Gesang in der Badewanne – durchaus musikalische Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/16/gesang-in-der-badewanne/

72. Ne Kuh – Lyrik mit philosophischem Anspruch      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/25/ne-kuh/

73. Des Menschen guter Kern – Kurzgeschichte, Thriller     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/25/des-menschen-guter-kern/

74. Naja Pallidas Tanz – Kurzgeschichte (Max erscheint erstmals als Nebenfigur, also Krimianklang)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/08/25/naja-pallidas-tanz/

75. Matratzentango – Kurzgeschichte, surreal     https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/05/matratzentango/

76. die fehlenden betenden Hände – Bild    https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/05/die-fehlenden-betenden-haende/

77. Beim Lesen eines Gedichtes (C.F. Meyers zwei Segel) – zwei Gedichte (s. a. 69)                                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/11/beim-lesen-eines-gedichtes-c-f-meyers-zwei-segel/

78. Antanzen oder Ania, tanz – Kurzgeschichte aus ferner Zeit und fernem Land; photografisch unterstützt                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/10/11/tanz-ania/

79. ER  – sehr geraffte Kurzgeschichte (++) bzw. All Dialog Anfang  https://petrastextzeit.wordpress.com/2019/12/25/79-er/

80. Einmal im Wald (denn ewig schweigt dieser) – längere Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/17/einmal-im-wald-denn-ewig-schweigt-dieser/

81. Horst und der letzte Bulle, zwei Nachrufe hallen aus dem letzten Jahr herüber –  nur als Nekrolog gedachte mahnende Erinnerungen an bestimmte Verstorbene https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/24/horst-und-der-letzte-bulle-zwei-nachrufe-hallen-aus-dem-letzten-jahr/

82. Helen spricht – kurze Rede einer längst Vergangenen https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/24/82-helen-spricht/

83. türen – ein paar kurz hintereinandergereihte Worte zu diesen Menschenklappen, meinetwegen als Lyrik zu betrachten      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/02/24/tueren/

84. Der Lund von Basketville – Detektivkurzgeschichte mit vorbildlichen Protagonisten https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/06/der-lund-von-korbdorf/

85. Himmelsflügel – ein Gedicht im alten Stile nach einer erlebten Himmelserscheinung am Morgen         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/06/himmelsfluegel/

86. moderne Kulturreisen – Kurzgeschichte aus gegebenem Anlaß, ob sie viral geht? https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/06/aktuelle-kulturreisen/

87. Canotili al dente – Kurzgeschichte, Fantasy     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/canotili-al-dente/

88. Optimal. – Kurzerzählung einer Optimierungssüchtigen https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/86-optimal/

89. Mantodea – fabelhafte Kurzgeschichte      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/89-mantodea/

90. beste Freundin für immer – Kurzgeschichte     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/15/89-beste-freundin-fuer-immer/

91. Vom bösen alten Wolf, bereinigtes Kindermärchen für das reifere Kind von heute, moralisch und belehrend – kurzes Märchen                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/29/vom-boesen-alten-wolf-bereinigtes-kindermaerchen-fuer-das-reifere-kind-von-heute-moralisch-und-belehrend/

92. O Tempora, o Mores! – Kurzgeschichte, Fantasy     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/29/92-o-tempora-o-mores-oder-wem-alles-die-stunde-schlaegt/

93.  Utopia, jetzt endlich da – statt Anarchie jetzt oder nie – eine für alle Fälle aktuell vorbereitete Festrede                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/29/93-utopia-jetzt-endlich-da-statt-anarchie-jetzt-oder-nie-festrede-zum-84-jahrestag-der-neuen-zukunftsgewandten-gesellschaftsneuordnung-mit-genehmigten-kritischen-anmerkungen-von-herrn-han/

94. Utilitarismus – Science fiction, Kurzgeschichte        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/utilitarismus/

95. Starterlaubnis für Cessna – Kurzgeschichte/Krimi         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/starterlaubnis-fuer-cessna/

96. Süße Rache – Kurzgeschichte/Krimi                                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/suesse-rache/

97. Eine Studienfahrt in Scharlachrot – kurzer Detektivkrimi                             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/03/30/97-eine-studienfahrt-in-scharlachrot/

98. In der Sonne – eine kurze Kindergeschichte mit leicht utopischem Einschlag   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/04/15/in-der-sonne/

99. Frühe Stunde – eine nicht wortgetreue Wiedergabe einstiger Geschehnisse   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/04/15/99-fruehe-stunde/

100. meine sehr willkommenen Gartengäste – Bilder fleißiger Bienchen           https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/02/meine-sehr-willkommenen-gartengaeste/

101. Phoenix aus der Soße – Bild                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/02/101-phoenix-aus-der-sosse/

102. Kryptozoologische Funde – Bilder                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/03/kryptozoologische-funde/

103. Wer hat die Bank geklaut? – Bild                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/03/wer-hat-die-bank-geklaut/

104. Die Wüste lebt – zum Glück – Bilder                                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/03/die-wueste-lebt-zum-glueck-ja-auch/

105. Allzeit Gesundheit und Kindersegen dazu – Bilder zum Muttertag             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/10/105-allzeit-gesundheit-und-kindersegen-dazu/

106. Loxodonta africana und Elephas maximus – 2 Bilder                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/10/loxodonta-africana-und-elephas-maximus/

107. Das moderne Märchen, …  – einige Vorschläge zur angelegentlichen Neufassung nach amerikanischer Maßgabe    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/das-moderne-marchen/

108. Wenn der Wind nicht weht -Kurzgeschichte https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/108-wenn-der-wind-nicht-weht/

109. Monotyp – Introspektive Selbsterzählung eines Einzigartigen (+)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/109-monotyp/

110. über Helikoptereltern und ihre Wirkungen – Kurzgeschichte, Fantasy, https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/110-uber-helikoptereltern-und-ihre-wirkungen/

111. beziehungsreiche Jugenderlebnisse – Kurzgeschichten oder: Eva erzählt https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/111-beziehungsreiche-jugenderlebnisse/

112. Eine Insel – sehr kurze Geschichte, Gedankenmonolog   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/112-eine-insel/

113. Ein junger Soldat -sehr kurze Geschichte                                                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/05/24/112-ein-junger-soldat/

114. Pietà        (Bild +)                                                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/pieta/

115. Aus der kleinen Zauberschau (Bild)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/aus-der-kleinen-zauberschau/

116. Aus dem Alltag des Klapperstorchs (Bild) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/aus-dem-alltag-des-klapperstorchs/

117. Aus der Reihe: Sprichwörter und ihr Nutzwert im Alltag   (Bild)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/aus-der-reihe-sprichworter-und-ihr-nutzwert-im-alltag/

118. Koi und Haiku (Bild)                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/koi-und-haiku/

119. The origin of a dark knight  (Bild)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/the-origin-of-a-dark-knight/

120. Aus der Serie: Zukunft und Alltag. Die Küche von morgen (Bild)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/serie-zukunft-und-alltag-die-kuche-von-morgen/

121. Das (höhere) Management und das Aussterben (Bild) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/07/das-hohere-management-und-das-aussterben/

122. Der kriminalistische Spürsinn in Schigl (Kurzgeschichte, Krimi)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/der-kriminalistische-spursinn-in-schigl/

123. Der kriminalistische Spürsinn   (Kurzgeschichte, Krimi)                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/123-der-kriminalistische-spursinn/

124. Coworking (Bilder)                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/coworking/

125. Polizeiliche Maßnahme (Bild)                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/12/125-polizeiliche-masnahme/

126. Nonnennamensvorschläge (Bild – +++)               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/nonnennamensvorschlage/

127. Das ist der Bär… (Bild)                                                          https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/127-das-ist-der-bar/

128. Aus der Paläontologie (Bild)                                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/aus-der-palaontologie-der-kreide/

129.  Originalbild der ersten und bisher einzigen echten Miss – Universe – Wahl  (Bilder)                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/originalbild-der-ersten-und-bisher-einzigen-echten-miss-universe-wahl/

130. Schwarzgürtelhai (Bilder)                                                                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/13/schwarzgurtelhai/

131. Schulungsbilder (Bilder zur gegenwärtigen Seuchenproblematik)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/14/131-schulungsbilder-zur-covid19-vermeidung/

132. Die Totenmaske (Krimi, Kurzgeschichte)           https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/06/21/132-die-totenmaske/

133. Spieltrieb (Kurzgeschichte, Fantasy)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/04/134-spieltrieb/

134. Einen Planeten kolonisieren (Kurzgeschichte, Fantasy) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/04/134-einen-planeten-kolonisieren/

135.   Eine Lanze für die Polizei aber auch für die Journaille (kritischer 2020 aktueller Artikel)                                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/04/eine-lanze-fur-die-polizei-aber-auch-fur-die-journaille/

136. Fake News      (noch ein in 2020 aktueller kritischer Artikel)                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/18/fake-news/

137. Herr Geppert (Fantasy, Kurzgeschichte)                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/18/137-herr-geppert/

138. Süße Kleine (eine fabelhafte Kurzgeschichte)                                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/07/26/suse-kleine/

139. Der voreilige Schuß am ersten Mai (Kurzgeschichte enthält Hund) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/der-voreilige-schuss-am-ersten-mai/

140. Noch eine unerzählte Geschichte vom amerikanischen Traum  (Kurzgeschichte)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/140-noch-eine-unerzahlte-geschichte-vom-amerikanischen-traum/

141. Allein. Oder: Unfall mit Folgen (kurze, dramatische Geschichte)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/141-monotyp/

142. Das Leben kann so schön sein (Kurzgeschichte mit Krimicharakter)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/142-das-leben-kann-so-schon-sein/

143. Megalosaurus Maxime (Kurzgeschichte mit neuen Erkenntnissen über das spurlose Verschwinden der Urzeitechsen)       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/143-megalosaurus-maxime/

144. Die Wendeltreppe (Krimikurzgeschichte)                                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/09/144-die-wendeltreppe/

145. Eine Fabel betreffend Herrn Strauchmaier (kurze Erzählung mit mehr floralen Elementen)                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/08/10/145-eine-fabel-betreffend-herrn-strauchmaier/

146. Zwingende Gründe, den deutschen Weltraumbahnhof zentraler und auf stabilerem Grund zu errichten  (kurzes Statement aus architektonisch – technischer Sicht mit besonderer Berücksichtigung der Statik)                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/15/146-zwingende-grunde-den-deutschen-weltraumbahnhof-zentraler-und-auf-stabilerem-grund-zu-errichten/

147. derdiedas Wehr (fachkompetenter, sachlicher Gastbeitrag zu aktuellen militärpolitischen Grundsatzentscheidungen)                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/15/147-derdiedas-wehr/

148. Terror. Eine üble Horrorgeschichte aus einem Lande vor unserer Zeit (Versuch einer verständlichen, modernen Übersetzung altüberlieferter Erzählungen)          https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/26/terror-eine-geschichte-aus-einem-lande-vor-unserer-zeit/

149. Rassismus und Straßenbahn (Kurzerzählung) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/26/149-rassismus-und-strasenbahn/

150. Spannung auf dem Ponyhof (Krimi mit Kommissar Flüder)                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/spannung-auf-dem-ponyhof/

151. Deus ex machina (Kneipenkurzgeschichte mit Fantasy – Elementen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/151-deus-ex-machina/

152. Gespräch zweier beliebiger pubertärer Schuljungs im Schlafgemach des Internats (kurzer Dialog)                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/152-gesprach-zweier-beliebiger-pubertarer-schuljungs-im-schlafgemach-des-internats/

153. Der Weintrunk. (Ein Poem nach einer Vorlage von Kerner)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/153-der-weintrunk/

154. Testudo (Eine kurze, nicht zuletzt tierschutzrelevante maritime Geschichte in der Tradition Robinson Crusoes)                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/154-testudo/

155. Einzahn (Ebenfalls wie vor eine tierschutzrelevante, aber meerferne Geschichte)     https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/155-einzahn/

156. Der Tierarzt (Sehr kurze, aber anders als die vorigen keineswegs tierschutzrelevante Geschichte)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/156-der-tierarzt/

157. Grundbedingungen des Überlebens… (Kurzgeschichte, die unter denen, die im hohen Gras leben, spielt)                                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/157-grundbedingungen-des-uberlebens-fur-acinonyx-jubatus-und-connochaetes-taurinus-albojubatus-unter-den-bedingungen-des-okosystems/

158. Windsbraut (eine stürmische, sehr kurze Geschichte aus den tiefsten Wäldern)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/09/27/windsbraut/

159. Louise, das Glück und das Schneeglöckchen (Poem. Aus gegenwärtigem Anlaß, zum Preise)                                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/10/17/159-louise-das-gluck-und-das-schneeglockchen/

160. Sachbeschädigung. Oder: ungerächt! Ungerecht. (ein Dialog) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/10/17/160-sachbeschadigung-oder-ungerecht-ungeracht/

161. Christl kommt mit der Post (Krimi, mal wieder mit dem Detektiv aus der Bäckereigilde)                                                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/161-christl-kommt-mit-der-post/

162.  Natürlich muß es eine Öffnung geben, irgendwo muß eine Öffnung sein! (Phantasiegeschichte zwischen Flüssigkeiten und ein wenig Fauna)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/162-naturlich-muss-es-eine-offnung-geben-irgendwo-muss-die-offnung-sein/

163. En swaren Drom (Kurzgeschichte, aber keine Sorge, nicht auf platt)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/162-en-swaren-drom/

164. Umpf (eine Geschichte von früher, viel früher)                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/164-umpf/

165. Hannibal oder warum der Natursprung abgeschafft wurde (eine herbeigefabelte Geschichte voller Unwahrscheinlichkeiten und ebensolcher philosophischer und historischer Bezüge)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/26/164-hannibal-oder-weshalb-der-natursprung-abgeschafft-wurde/

166. Nebelfetzen (eine dramatische Geschichte vom Kampf mit der Natur, aber nicht nur)                                                                               https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/166-nebelfetzen/

167. Die Torte des Todes (Kriminalkurzgschichte mit mal wieder und passenderweise dem Bäckerdetektiv H.Schließscheu)            https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/167-die-torte-des-todes/

169. Nach Camelot (eine alte Rittersage. Oder ihr Nachsatz) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/169-nach-camelot-oder-bedwyr-fab-beddrawg/

170. Eispickel. (ein kurzer Thrill)                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/170-eispickel/

171. Hochstapler, japanische (Kriminalgeschichte mit dem Bäckermeister von Korbdorf)                                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/171-hochstapler-japanische/

172. Wir wollten niemals auseinandergehen (kurze Erzählung von der Liebe, dem Leben und dem Tod sowie dem notwendigen Essen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/wir-wollten-niemals-auseinandergehen/

173. Wir sollten niemals auseinandergeh’n ( aufregend, aber kurz und bündig)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/173-wir-sollten-niemals-auseinandergehn/

174. Der Drache (eine, wie der Titel bereits sagt, völlig aus der phantastischen Luft gegriffene Geschichte wie man sie vielleicht früher mal geglaubt hätte)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/174-der-drache/

175. Diebsgesindel (Poem)                                           https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/177-diebsgesindel/

176. Gestammel. Oder: Franz Werfel (unter Gedichte zu erfassen) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/27/176-gestammel-oder-franz-werfel/

177. Trollheimen (ein ganz unüblich kurzer Ausflug in die Nordlandsaga)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/11/28/178-trollheimen/

178. Kein Jahr der Graugans. Keine fromme Weihnachtslegende in diesem, keine erbauliche Osterlektüre für das nächste Jahr. (Fabel) https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/24/178-kein-jahr-der-graugans/

179. Werfuchs. (Fantasy, Kurzgeschichte)                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/30/werfuchs/

180. Die Geldbörse. (Krimi)                                      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/30/180-die-verlorene-geldborse-oder-was-der-moderne-ulysses-kurzgeschichte-versprochen-schon-wieder-mal-an-nur-einem-einzigen-tag-durchlebt/

181. derdiedas Wirbelsäule (Bild, ja, so ne Zeichnung halt!)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/31/2061/

182. der erfüllte amerikanische Traum (Bild, gezeichnet)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/31/182-der-amerikanische-traum-endlich-erfullt/

183. Hart bis in den Tod (gezeichnetes Bild)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2020/12/31/183-hart-bis-in-den-tod/

184. Von den Vitalienbrüdern und ihren Freunden (nur Bilddokumentationen aus längst vergangenen, romantischen Freibeutertagen)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/02/von-den-vitalienbrudern-und-ihren-freunden/

185. Die Truhe (Kurzgeschichte mit märchenhaften Zügen für nicht zu kleine Kinder)                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/09/die-truhe/

186. Apnoetaucher (Kurzerzählung)                                                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/09/186-apnoetaucher/

187. Entführung (Kriminalkurzgeschichte)    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/17/187-entfuhrung/

188. Das Problem mit der Kunst (kurze Erzählung, mehr betrachtend)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/188-das-problem-mit-der-kunst/

189. Der alte Trapper und sein Hund (Kurzerzählung)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/189-der-alte-trapper-und-sein-hund/

190. Amok (Kurzgeschichte nach einer weitaus berühmteren Vorauserzählung) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/190-amok/

191. Fred und das Parkhaus (Kurzgeschichte) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/191-fred-und-das-parkhaus/

192. Eindringling! oder: der Wächter des Waldes (Kurzgeschichte) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/19/192-eindringling-oder-der-wachter-des-waldes/

193. Mord aus Beschämung (kurzer Krimi aus Korbdorf/Basketville)          https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/23/189-mord-aus-beschamung/

194. Der Feuerteufel von der Latvia (Spannungs- und Seefahrtgeschichte)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/23/194-der-feuerteufel-von-der-latvia/

196. Der Höhepunkt der Schatzsuche (kurze, dramatische Erzählung aus heimischen Wäldern)                                           https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/23/196-der-hohepunkt-der-schatzsuche/

197. Am Ziel der Reise (eine belanglose, alltägliche Reisegeschichte)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/197-am-ziel-der-reise/

198. Der Tierschutz und das Problem mit den Spendern (eine unnötig reißerische Geschichte)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/der-tierschutz-und-das-problem-mit-den-spendern/

199. Balletteuse (weithergeholte Tanzphantasie)                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/199-balletteuse/

200. Volksliedgut. Ein Fachaufsatz mit sprachwissenschaftlichem Anspruch (ebendas, nichts sonst) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/199-volksliedgut-ein-fachaufsatz-mit-sprachwissenschaftlichem-anspruch/

201. Ersatz (ein Katz – und – Maus – Spiel)                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/201-ersatz/

202. Metamorph (von der Macht der Worte)                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/202-metamorph/

203. Scyllas Schwester, Charybdis‘ Bruder (Science Fiktion)            https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/203-scyllas-schwester-charybdis-bruder/

204. Radioteleskop (Science Fiktion)                  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/204-radioteleskop/

205.  Eine kurze, romantische Erzählung, in der der Mann im Mond daherkommt, aber nicht nur er allein             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/205-eine-kurze-romantische-erzahlung-in-der-der-ganz-marchenhaft-der-mann-im-mond-daherkommt-aber-nicht-nur-er-allein/

206. Bär & Grill (Story from the far, far West/deutsch)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/205-bar-grill/

207. In der einzelnen Wunde (surreale Ausformungen)           https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/01/24/207-in-der-einzelnen-wunde/

208. Assistenzsystem (eine ebenso moderne wie verruchte Angelegenheit)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/02/07/208-assistenzsystem/

209.  Eine irgendwie modern anmutende Indianergeschichte (nicht einzuordnende Phantastik)                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/02/07/209-eine-irgendwie-modern-anmutende-indianergeschichte-aus-dem-alten-und-blutigen-wilden-westen-so-dass-man-nicht-wissen-kann-wann-die-eigentlich-spielt/

210. Toilettenhygiene (Kurzgeschichte aus der Welt absolut alltäglicher Verrichtungen)                                                            https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/02/07/210-toilettenhygiene/

211.  Asche. Eine Traum von einem Essay.   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/02/asche-oder-aske-nach-dem-sundenfall/

212. Anna modern. Zeitlose Zukunftsphantasie https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/02/212-anna-modern-und-deshalb-sehr-kurz-und-plakativ/

213. Der Blitz. (Ein lehrhaftes Poem)                          https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/213-der-blitz/

214. Psittacosaurus. Oder die Leichenschändung (eine nicht wertfreie Lyrikform)                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/214-psittacosaurus-oder-die-leichenschandung/

215. Der palindromische Wanderfisch. Ein glitschiges gedichtetes Machwerk.    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/215-der-weltweit-verbreitete-international-hinterfragte-palindromische-wanderfisch/

216. Hase. Phrase. Emphase. (Ein auch kanonisch vorzutragendes Sauflied, etwa beim ersten Milchfläschchen zu singen. Also ja, eher für Kinder, da zu komplex bei Zufuhr von Alkoholika)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/216-hase-phrase-emphase/

217. Das Geschäftsgebaren (Kurzgeschichte aus der Finanzwelt und von der Straße)                                                                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/04/217-das-geschaftsgebaren/

218. Reineke in Nöten (Fabel)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/12/218-reineke-in-noten-oder-renart-au-maske-de-fer/

219. Diese interessanten blassroten Flecken (Kurze Erzählung aus nicht all zu lange vergangenen Tagen)                                https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/13/219-diese-interessanten-blassroten-flecken/

220. Kampos. Eine Vampirgeschichte (exotisch anmutende Kurzgeschichte mit tiergeschichtentypischen Anklängen)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/13/220-kampos-eine-vampirgeschichte/

221. Dornröschenschlaf unter den Wellen (ein sehr kurzes, fabelhaftes Märchen oder eine märchenhafte Fabel)                        https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/13/221-dornroschenschlaf-unter-den-wellen/

222. Ein Interview (beispielhafte Kurzgeschichte, die erläutern soll, wie ein solche Handlung abläuft)                                     https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/13/222-ein-interview/

223. Leprechaun.  (kurze Phantasiereise in ein Land jenseits objektiver Nüchternheit)                                                                   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/18/223-leprechaun/

224. Der Sozialarbeiter. (Eine Kurzgeschichte, erste einer losen Serie unter diesem Titel)                                                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/19/224-der-sozialarbeiter/

225. eigentlich unwahrscheinlich (kurze Erzählung vom Rande der Wirklichkeiten her gesehen)                             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/20/225-eigentlich-unwahrscheinlich/

226. Ich atme (kurze Erzählung aus eigenem Erleben und täglicher Nachrichtenlektüre)                                                    https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/27/226-ich-atme/

227. Löwenherz  (eine prophetische Legende vom Propheten)                                       https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/27/227-lowenherz/

228. Bericht vom Obsttag (auslandskorrespondierender Bericht)                            https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/27/228-bericht-vom-obsttag/

229. Beim Gartenmeister (ein kurzes Gespräch über Gartengewächse)       https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/03/29/229-beim-gartenmeister/

230. Keine Osterrüberraschung ’21 (Bild)                                                              https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/04/03/230-keine-osteruberraschung-21/

231. Ganz allein sitzend in meiner Bredouille (und deshalb auch in diesem Kapitel. Eine Erklärung)                             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/04/09/231-ganz-allein-sitzend-in-ihr-meiner-bredouille/

232. Weiche, Finsternis!   (ein kurzer Bericht, ans Licht strebend aus manchen Grüften)                                                                                 https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/04/10/232-weiche-finsternis/

233. Aus ehrheischend freiem Willen dienernd… (Märchen aus verwirrenden Zeiten)              https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/04/10/233-aus-ehrheischend-freiem-willen-dienernd-in-diesem-oder-unserem-oder-auch-zu-lande-gewiss-wasserlassend-und-vielleicht-auch-in-die-luft-gehend/

234. Wir können ihn nicht mehr fragen          (Ein Jagdunfall. Mit krimineller Energie)                           https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/10/234-wir-konnen-ihn-nicht-mehr-fragen/

235. Passeriforme, imponierend (kurz und fabelhaft) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/18/235-passeriforme-imponierend/

236. Der Gorilla     (kurze Geschichte mit reichlich Primaten)             https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/23/236-der-gorilla/

237. In der Mitte der Manege  (kurze Reminiszenz an das Zirkusrund)        https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/24/237-in-der-mitte-der-manege/

238. Ufologische Anmerkungen eines alten Weltraumtrampers (Wiedergabe einer geheimnisvollen Niederschrift)       https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/25/238-ufologische-anmerkungen-eines-alten-weltraumtrampers/

239.  Q wie Propagandamaschine oder: der polnische Escortservice (ein kurzer Aufreger über ein Internetgeschreibsel)      https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/27/239q-wie-propagandamaschine-oder-der-polnische-escortservice/

240. Ausführliches Arztgespräch (kurze Geschichte eines mißglückten Anamnesegesprächs)                         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/06/27/240-ausfuhrliches-arztgesprach/

241. Die Struktur der Göttin (eine Art Roadmovie) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/19/241-die-struktur-der-gottin/

242. Im Lande Carot (Märchen? Fabel? Märchenhafte Fabel!) https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/19/242-im-lande-carot/

243. Der Uralte (gleichnishafte Kurzbeschreibung zum Wiedererkennen)  https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/19/243-der-uralte/

244.  Der alte und wackelige Hochsitz (jagdlateinische Kurzgeschichte)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/19/244-der-alte-und-wackelige-hochsitz/

245.  Die Geschichte der J. (eine Erzählung aus der wilden Zeit der Kulturschaffenden)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/24/245-die-geschichte-der-j/

246. Die erste Strophe  (Kurze Fabel oder aber Abhandlung über die Gattungsübergreifende Problematik der Werbung)        https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/27/246-die-erste-strophe/

247. Das Märlein vom Goldesel, dem gedeckten Tisch und dem Knüppel ob dem Sack (Wie der Titel schon sagt, beziehungsreiches Kunstmärchen für Adulte, die normalerweise so ein Zeugs nicht mehr lesen)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/27/247-das-marchen-vom-goldesel-dem-gedeckten-tisch-und-dem-knuppel-ob-dem-sack/

248. Das Märlein vom Froschkönig (altüberliefertes Phantasiegebinde mit immer schon eigentümlich tiefenpsychologischem Einschlag)   https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/27/248-das-marlein-vom-froschkonig/

249. Neulich, im Kino  (kurze, aus dem Leben gegriffene Phantasiegeschichte von großer Wahrhaftigkeit)         https://petrastextzeit.wordpress.com/2021/07/27/249-neulich-im-kino/

Was ich so schreibe… na, alles Mögliche! Eben Geschichten, Gedichte, es ist ein bunter Strauß, keiner muß alles lesen  keiner muß alles mögen, natürlich freue ich mich, wenn etwas dem geneigten Leser zusagt, doch sollen die Texte nicht vorrangig, nicht einfach nur gefällig sein, sondern gerne auch ein bißchen sperrig hier und da, manche auch zum Nachdenken anregend. Wenn mir dies immer mal wieder gelingt (ja, genau, das mit dem Nachdenken), tunlichst ohne dass der Aspekt Unterhaltung untergeht, dann bin ich froh. Wer zum Inhalt oder zur Form Nachfragen hat, auch kritische, aber gerne (wie gesagt errege ich auch gerne Gefallen und hör das auch mit Begeisterung, wer nicht!), ich freue mich auf fachliche, sachliche und sowieso freundliche, gar begeisterte Rückmeldungen, konstruktive Kritik jeder Form wenn’s denn sein muß weil jemand sehr genau liest, sehr genau Textauf- und überbauten betrachtet, aber auch klar, von vorneherein: wer bloß blöd rumnölen will kanns auch gleich lassen. Gelegentlich schreibe ich auch zwischendrin mal zum aktuellen Weltgeschehen, was aber eher nicht so mein Stil ist, denn die Geschehnisse müssen meistens erst mal verdaut, inwendig verarbeitet werden, dann erst, dann wird vermutlich eine Geschichte daraus, die womöglich ihren Anlaß gar nicht mehr erkennen läßt. Wie das halt mit Verdautem so ist, man erkennt selten das Eingangsprodukt. Freilich, manchmal ist noch eine deutliche Färbung zu erkennen oder gar unverdaute Reste, grobe Körner etwa… Und wie alles selbst Angedaute: wie schon geschrieben. Copyright. Gell! Privat weitergeben – unter Autorenangabe – ja, gern, in irgendeiner Weise gewerblich: nicht ohne mich zu fragen! – ja doch, fragt mich!
Sodann wurde ich aufgefordert, einen Leseguide zu geben. Was diese Geschichtchen sollen, ob sie zusammenhängen. Nein, jede steht für sich, obwohl es natürlich inhaltliche Zusammenhänge geben mag, thematische. Falls sich eine Geschichte aus der anderen ergibt, so wird, kein Grund zu zweifeln oder verzweifeln, ein Hinweis gegeben werden. Wie schon geschrieben müssen diese ganzen Einträge also nicht mit Gewalt heruntergelesen werden, sondern je nach Lust und Laune – manche mögen zu einer kleinen Besinnung anregen, die Seele bequem baumelnd, nicht aber etwa aufgehängt, sich selbst suchen lassen, besinnlich sein, andere aufgrund ihrer temporeichen Ereignisse oder ihrer spitzen Bemerkungen wegen eher den Verstand ansprechen, aufwecken, den lieben Leser auch dazu auffordern, Stellung zu beziehen, selbst tätig zu werden gegen all das Ungute, das sich überall vermehrt, breitmacht, gestern und heute. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Blatt betrachtend ein Haiku rezitiert wird oder sonstiges Poetisches, diesem poetischen Sinn im Seienden sinnlich nachgespürt wird, oder anders eine unerwartete Wendung, ein frecher Begriff aufregend ist, vielleicht sogar ärgerlich oder aber eher belustigend. Hier mag ergänzt sein, es wiederholt sich, es ist oft das Ernste im Unernsten und sein Zwilling, das Unernste im Ernsten, das sich mir aufdrängt und das ich weiterzugeben versuche. Ist das Geschriebene ein autobiografisch Gekritzel? Eher nein, natürlich fließt mein Erfahrenes, Erlebtes ein, wird aber immer verformt, verarbeitet, bewußt und mindestens so oft unbewußt. Muß man, bei Fachbegriffen begonnen, so klug sein wie der Autor? He, wir leben in Zeiten des Internets! Da kann man nachschauen, was glaubt Ihr denn, was ich mache und nicht zuletzt gibt es auch Bücher, ja, die gibt es noch, Lexika, Fachbücher und so (na schön, o.k., andererseits, haltet mich ruhig für ein Genie, einen Ausbund an Wissen)?! Muß immer, schier mit Gewalt, ein geheimnisvoll tieferer Sinn drinstecken? Nein, es darf auch auf Unterhaltungsmodus geschaltet werden. Am Ende muß ja immer der Rezipient, der Leser sich fragen, kann er, dieser Leser nämlich, da für sich etwas, irgend etwas, ein wenig, viel rausholen oder nicht. Wo nicht, na gut, schade um die so wieder gefundene, verlorene Zeit, wo schon, da freue ich mich mit! Wie schon gesagt, gerne auch Rückmeldung.
Ja, o.k., eine Betriebsanleitung… na gut, ich habe erkannt, dass ich manchmal Erläuterungen, nicht so sehr Kommentierungen abgeben muß und vielleicht auch einen Hinweis, um was es geht, also mindestens in etwa ein Genre angeben. Dann will ich das mal tun. In Klammern und/oder meist unten drangehängt. Also meinend: Du, der Du dies liest mußt das nicht so übernehmen, nicht so lesen, es ist nur ein Hinweis, eine Hilfestellung, aber bitte: das Lesen sei frei! Kein Leser um des (unvollständigen) Lesens willen verdammt! Ach kommt: Leseguide! Wenn ich das schon höre, lese, liese, lase: ja lest doch selber oder, um es mit Heinz Erhard zu sagen: das Schwarze, das sind die Buchstaben!

Die meisten Stücklein sind kurz. Also, wie schon gesagt: Was alles dabei erläuternd in Klammern oder im Anschluß steht kann weggelassen werden, das eigentliche Stücklein steht für sich, nur falls zusätzliche Erläuterungen gewünscht werden mag es sich empfehlen. Warnen will ich nur Diesen und Jenen vor den Teilen, die eventuell religiöse Gefühle (warum grad diese Schonung? weil die Leicht- und Strenggläubigen so leicht beleidigt sind! Ja und dann auch wegen einer gewissen Neigung, die auch mir innewohnt und die mir Respekt vor jenen Suchenden einflößt, die da nach der Wahrheit suchen oder nach der berühmten schwarzen Katze der Erkenntnis in einem verdunkelten Zimmer, die gar nicht da ist – das wäre die gute alte Wissenschaft -, die da aber nicht gleich rufen, sie hätten sie, obwohl sie wie gesagt gar nicht da ist, denn dies ist bekanntlich Theologie.) treffen und damit verletzten könnten, ich verseh sie mal mit einem + als Warnung. Weil das Lesen bei voreingenommenem Wahrheitsgewissen  ja nichts bewirkt außer leichtfertig erzielte negative Affektausbrüche, lest das nicht, lest eure heiligen Schriften und nichts Anderes! Aber mein Gott! – und alle die anderen Deines Schlages, die ich nicht neben Dir haben soll! – ja, ich weiß ja, dass das nichts nützen kann, frevelhafte Neubegierde wächst unter der frömmsten Scheuklappenhaube egal welcher Machart nach welcher Bekleidungsvorschrift welchen Ordens, welcher (vornehmlich alleinseligmachender Bekehrungs- und Verkündigungs-) Religion auch immer. Jene diesen Herumirrenden Gleichgestellten aber, die heilig – absolute, obwohl gottlose Schriften für sich in Anspruch nehmen, sei es das bedenkenswerte, aber alles andere als unkritisch zu lesende Kapital, sei es ein übles Machwerk wie sein Krampf oder dergleichen, denen gestehe ich auch diese vorgebliche Suche nach der Wahrheit nicht mehr zu, es sei denn, sie wären völlig verblödet, was aber nur die wenigsten sind, die meisten wollen sehr bewußt und oft sogar sehr intellektuell überbaut und untermauert genau das: eine einfache, menschenverachtende Glaubenslehre für eine überschaubar definierte In-Group mit möglichst vielen Grausamkeiten gegen die Anderen und gegenüber den Abweichlern und dabei maximierten persönlichen Gewinnmöglichkeiten – nicht umsonst hatten die damals wie heute keine Finanzsorgen, Vertreter des Großkapitals und all seiner Abarten (ja, was war denn angewandter Sozialismus anderes? Umverteilung nicht für und an die Massen, sondern an die Funktionäre. Das Spiel bleibt immer gleich, egal, wie es genannt wird) wissen, wie Mord und Totschlag zu fördern ging und geht. Nicht alle sagt ihr? Na schön, ich kenne die Leute eh nicht persönlich, dann halt viele. Sehr viele.

Aber die meisten Geschichten handeln eh nicht von diesen. Sondern von Menschen wie du und ich, die durch ein Leben stolpern und sich öfter einmal wundern. Über die ätzend langweilige Normalität ebenso wie über den Einbruch des unerwarteten, unvorhersehbaren Phantastischen, Abnormen, Aberwitzigen in den gerade noch so vorwitzfreien Alltag.

(249) Neulich, im Kino

Mein Verstand schreit auf, schreit, ja, er kreischt: „Kitsch!“ Nur darum muss ich weinen. Wegen der Verletzung meines Kunstgefühls. Natürlich, und das betone ich, wiederhole ich laut und deutlich ohne darauf zu achten, ob sich andere gestört fühlen, nur aus blankem Zorn über die Verschwendung künstlerischer Energien. Ja, Wut über mutwillige, nicht nachvollziehbare wilde Wechsel schriller, übertriebener Farben die mit lautem, ebenso grellem Getöse harmonieren sollen, über das ganze gewollte, konstruierte Melodram, unecht und absurd, nur und ausschließlich deshalb weine ich, na gut, ich sag’s nochmal, ich betone es erneut, damit es jeder versteht. Deutlich und laut trotz des Gezisches: „Ruhe“ und „was soll denn das!“ Ja, ja, die Wut, die wilde Wut jetzt auch über mich selbst befällt mich. Was weine ich denn, ist es das etwa wert, ist dieses Machwerk überhaupt irgend etwas wert? Und wie falsch, wie unschön, wie unpassend sieht das, sieht meine Reaktion denn aus? Dagegen ist es befriedigend schön, dass es regnet, keiner sieht mich deshalb klar in dieser Nacht, keiner sieht, wie ich weine.

Bunte Bilder strömen auf mich ein, bildgewaltig schlägt’s auf mein Gemüt. Dazu wogt und wälzt sich ganz gewaltig die machtvoll überwältigende Musik, ergießt sich in Melodien, trumpft auf mit trommelnd lauten Tönen, lässt das Innere erschauern, vibrieren im dumpfen Bass. Mein Herz, das windet sich, mein Auge füllt sich, ach, es ist so unwirklich wie anrührend. Und mein Verstand schreit Kitsch. Er wütet. Er will zerstören, die Anmutung herabreißen und die Leinwand in den Schmutz treten, mich, sich aus dieser üblen Falle retten!

„Laß uns das nächste Mal wieder ins Museum gehen. Oder in eine Kunstgalerie,“ flüstere ich, krampfhaft an mich haltend. Er lächelt, nimmt mich in den Arm, gibt mir ein Päckchen Taschentücher: „Wein ruhig. Du bist hier nicht die Einzige.“ Was will er denn damit sagen? Eine Frechheit, und überhaupt hat der lange Lulatsch mich nicht so von oben herab anzulächeln! Ja, jetzt ist eine echte Träne der Wut dabei.

„Aber… Kino ist doch auch schön!“ Hilflos klingt sein Ausruf. Doch ich bin schon davongestürmt, bin auf dem Heimweg, bin jetzt endlich in den Regen hinaus, keiner sieht also in dieser Nacht, wie ich weine. Keiner darf es sehen. Wie ich über den gesehenen Kitsch weine. Der so anders ist, wie unser Leben. In welch Letzterem die Abschiede nicht melodramatisch sind, sondern einfach traurig und blödsinnig und verletzend. In dem nicht gemäß Tucholsky nach dem Happy – End abgeblend‘t wird, weshalb es qua Definition auch keines ist. Keines entstehen kann. Keines geben darf. Was, beispielsweise, läuft mir dieser Trottel jetzt nach, wird unnötigerweise, er hat wohl glatt seine Jacke im Kino vergessen, nass, ruft unverständliches Zeug, ruft womöglich nach mir, ich genieße doch den Regen, die Wut, die Einsamkeit, „kann ungeleitet nach Hause geh‘n,“ was will er denn noch! Durch den Regen läuft er mir nach, der alberne Kerl, durch Nacht und Regen! Wieso ruft er, wir können auch ins Museum, was will er denn, um diese Zeit hat doch gar keines auf, wer will denn schon nachts in ein stummes, starres Museum der Leere, nur in den Regen will ich, den nassen Fall des Wassers, diesen spüren, will auf meinem Gesicht fühlen, wie die Bäche aus verschiedenen Quellen ineinanderlaufen, verquirlen, verrinnen. „Ich geh doch gern mit dir in ein Museum,“ brüllt er durch den Regen, und er holt auf, ich versuche, schneller zu gehen, zu laufen, „oder sonst wohin. Überallhin!“ Ich muss noch mehr weinen, ich heule los, schon quillt es mir auch aus der Nase, ich sehe meinen Weg nicht mehr und komme ins Stolpern, seine Schritte kommen immer näher, was soll denn das, ich will alleine sein, ich will nicht gesehen werden, nicht gehalten werden, nicht… er ist da, er hält mich auf, ich wäre sonst gefallen, und er legt mir meine offenbar auf dem Kinositz liegengelassene Jacke um die Schultern, reicht mir wieder ein Taschentuch, ich schlage es ihm ausa der Hand, und er lächelt mich durch den Regen an, reicht mir noch ein Taschentuch.

Gleich wird er mich umarmen. Wird versuchen, mich zu küssen. Ist das nicht widerlich? Und wieso habe ich bloß vorgeschlagen, in diese vollkommen bescheuerte Filmvorführung zu gehen?

(248) Das Märlein vom Froschkönig

Als sich der Froschkönig zu seiner vollen Höhe aufrichtete und, seinen Mantel aufschlagend, sich erstmals frech grinsend vor seiner wunderschönen Braut, der holden Prinzessin, entblößte war sie doch ein wenig enttäuscht. Freilich hatte sie gerade ihn heraufbeschworen, als sie sich einen Mann, also eher einen harmlos milchbärtigen Jüngling, wünschte, der ganz anders als der König Drosselbart oder gar der olle Rübezahl keine Behaarung der fortgeschrittenen Jahre und Lebenserfahrung im Gesicht tragen sollte, ähnlich ihr noch etwas grün hinter den Ohren oder gar wie im gegebenen Fall überall sein sollte und dessen bläulichrotes Blut nicht zu heiß für ihre zarten Gelüste des Anfangs sieden sollte.

Erwartungsvoll war sie, einer ihr von den Darstellungen auf alten, überall im Schloss herumhängenden Bildern vertrauten Odaliske ähnelnd, dagelegen. Ihn erwartend war ihr jungfräulicher Leib nur wenig bedeckt. Freilich, sie hatte mehr vor Angst als vor Vorfreude gezittert, die Auskünfte der alten Weiber, was da für ein ungeheuerliches Instrument auf sie zukommen würde, geradenwegs in ihren Leib eindringen sollte waren erschreckend genug gewesen. Nun aber stand ein Froschlurch vor ihr, der, ganz der der Gattung Rana entsprechend, bar eines solchen vorstehenden Dinges war, das sie sowohl gefürchtet, als auch freudig erwartet hatte.

„Was glaubst du eigentlich,“ herrschte sie ihn aufspringend an, wobei sie eine herumliegende Leopardenfelldecke um ihre für derlei Wutanfälle so unpassende Blöße raffte, „wie das hier gehen soll? Glaubst du etwa, ich laiche fischgleich in einen Brunnen oder Tümpel und du schwimmst da mal kurz drüber? Du, du hättest dir wenigstens einen Pseudopenis und darunter ein paar goldene Bälle, Kugeln, Klunker, dicke Eier halt, wachsen lassen können, du Amphib, du Kaltblüter! Selbst manche Vögel oder Schlangen haben hier mehr vorzuweisen als du!“ Denn auch naturkundliche Werke gab es in der Schlossbibliothek.

Und mit ihrem Zorn wuchs auch ihre Kraft, stammte sie doch aus derselben Familie wie Brünhilden, sie packte den feuchten Kerl mit hartem, festem Griff und warf ihn mit aller Gewalt gegen die steinerne Mauer. Da verwandelte sich der verkleidete Gesell in einen wunderschönen, leuchtendweißen Schwan, denn das soll ja schließlich ein Märchen sein und ein gutes Ende für die immer noch jungfräuliche Heldin der Geschichte haben, ihr wisst schon, dieses sogenannte Happening, und der liederlich gesonnene Schwan breitete seine gewaltigen Schwingen und richtete sich stolz auf, rief: „Heda, du Luder, was war denn eben das?“ Die Prinzessin aber, die noch gar nicht richtig hingesehen geschweige denn hingehört hatte, meinte nur beleidigt: „Ich heiß nicht Leda, Vögelchen.“ Aber nun kam der Schwan bereits über sie, und sie fand den geflügelten Vögler und seinen Penis protrudens für ein erstes Mal ganz passabel, stöhnte wohlinformiert über die dort gebräuchliche Symbolik, die aus genauer Beobachtung des im Übrigen wenig charmanten Wassergeflügels sich ableitet, wild: „O du mein chinesischer Enterich!“

Dass sie sich später dann mit Buridans Esel, einem Hengst immerhin, anfreundete, das steht auf einem anderen Blatt und nicht hier auf diesem. Eine sehr innige Freundschaft war das, wie uns überliefert wurde. Jedenfalls stöhnte und ächzte die gewesene Jungfrau unter dem Schwan schon ganz beträchtlich und brachte den armen und nicht mehr ganz jungen Vogel immer noch mehr in quasi olympischen Schwung, bis dass dieser schließlich in einem letzten Schwanengesang verendete, während sie in Gedanken Bert Brechts Liebesunterricht rezitierte: „… Hat sie es auch gern gelitten/er bestand auf Schwanensang.“ Albern kichernd auch wegen der im Gegensatz zum Zitate vertauschten Rollen, doch immer noch so erregt, dass sie an nicht mehr als ihre wohlverdiente, hart erkämpfte Beute dachte, erhob sie sich vom zerwühlten Lager.

Den weißen Vogel über der Schulter und so beflügelt fast engelhaft erscheinend, vor lauter Euphorie nicht weiter bekleidet, stolzierte sie dann in den Thronsaal und begrüßte ihre Eltern mit den fröhlichen Worten: „So, das wäre jetzt auch geschafft.“ Ihr könnt euch denken, wie überrascht diese waren, die königliche Mutter brauchte nur ein gestöhntes „mir schwant etwas“ hervor, doch bei aller Kochkunst schaffte es die Küche nicht, aus dem alten, weißen Vogel ein schmackhaftes Mahl zu bereiten. Und der Küchenjunge, der eigentlich hätte diesen über dem Feuer drehen sollen, war recht abgelenkt, denn die Königstochter war auf den Geschmack gekommen. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann treibt sie’s so noch heute.

(Ach ja, beiläufige Erläuterungen wie des Öfteren angemahnt: Bertold Brecht: Deutscher Theaterschreiber und -regisseur, der auch ein paar unanständige Gedichte unter dem bekannten Pseudonym Thomas Mann verfasst hat. Leda: wurde von dem obersten der Olympier persönlich geschwängert, der sich dazu als Schwan (er stand auf solche Verkleidungsspielchen) getarnt hatte. Weißer Vogel: Man sagt von Schwänen, dass sie im Jugendalter, als graue Schwäne, noch ganz gute Braten abgeben, später anscheinend nicht mehr. Penis protrudens: üblicherweise pressen vögelfreudige Federviecher nur ihre Kloaken aufeinander, aber im Wasser ist das für eine innere Befruchtung halt doch zu ungenau und man ließ sich erpel- oder ganterseitig ein für derlei Zwecke geeignetes Gerät wachsen. Chin. Enterich: in der einschlägigen und nicht ganz jugendfreien chinesischen Folklore ist der Enterich ein Symbol für höchst eindrückliche und durchaus liebevoll sexuelle Zuwendung, wobei man beachten muss, dass die Chinesen hier vor allem an niedliche Mandarinentchen denken, die sich ein wenig besser zu benehmen wissen als beispielsweise die rüpelhaften Stockerpel, die gelegentlich im Zuge einer Massenvergewaltigung die Ente ersäufen. Brunhilde: eine Walküre, die auf einen üblen Trick reingefallen war, nämlich einen Unsichtbarkeitsumhang, und so ihr erstes Mal erlebte, was sie im Nachhinein ziemlich wütend machte. Moral aus der Geschicht‘: vermutlich eher keine, aber auch für die Kerle ging’s nicht gut aus! Die bekannte Physikerin Frau Dr. rer. nat. A. Merkel übrigens, um beiläufig Prominenz zu erwähnen, was immer Leser anzieht, ist ein Fan dieser altüberlieferten altdeutschen (eigentlich: alt – burgundischen, oder?) und vielfach bearbeiteten und interpretierten Erzählung. Buridan: französischer Philosoph, vor allem dafür bekannt, dass er eine Eselsgeschichte von einem persischen Kollegen abschrieb. Wobei es eigentlich auch ein anderer Esel gewesen sein könnte, aber ich kenne nun mal nicht so viele Grautiere (deshalb: s. a. 247) persönlich, die auch selbst zugeben, ein rechter Esel zu sein! Odaliske: Haremsinsassin, eigentlich Bedienstete der Haremsfrauen, aber dem Eigentümer dieser Art Stallung und noch mehr der abendländischen diesbezüglichen schwülen Phantasie waren derlei Kleinigkeiten meist herzlich egal.) Rana: eigentliche Frösche, also Amphibien, d.h. Tiere, die im Regelfall ihr Larvenstadium im Wasser und kiementragend verbringen, während sie als Adulte Lungenatmer sind. Drosselbart, Rübezahl, Froschkönig, Prinzessin: irgendwelche in der Literatur geläufigen Phantasiebezeichnungen. So, ich hoffe, ich hab alles!)

(Ups, der Warnhinweis fehlt noch: es mangelt zwar an unterhaltsam massenhaftem Gemetzel (das wäre die Empfehlung ab 0 Jahren durch die freiwillige Selbstkontrolle, das kann man gar nicht früh genug einüben), ein einsamer Schwan après petite mort zählt ja kaum, aber dieses märchenhafte Gerammel die ganze Zeit – das ist nicht jugendfrei! Vorlesegeschichte nur für, na, sagen wir mal, Altersheiminsassen. Ich bin da lieber mal vorsichtig.)

(247) Das Märchen vom Goldesel, dem gedeckten Tisch und dem Knüppel ob dem Sack

Es war einmal eine Meisterköchin, an deren gedecktes Tischlein sich jeder setzen wollte, der der Golddukaten genug auf seinem Haufen liegen hatte, den man streng medizinisch bekanntlich den Teufelsstuhl nennt.

Sie war wirklich eine gute Köchin. Das musste sie sich selbst sagen. Und wie schön sie das Tischlein eingedeckt hatte! Wie von Zauberhand, also als wie von ihrer Hand kamen die Speisen auf den Tisch.

Es mundete ihm ganz ausgezeichnet. Wenn er auch ein riesengroßer Esel war, so war er doch reich und berühmt und jeder wollte ihn deshalb gerne zu Gast. Er genoss jeden Bissen und jeden Schluck, schlürfte und schmatzte und verschlang die appetitliche Aufwärterin mit seinen Blicken. O, er sparte auch nicht am Lob, sprach: „Und das alles, das habt ihr gekocht? Wahrlich, ihr seid eine Meisterin, gar köstlich eure Kunst!“ Er fasste nach hinten, in seinen Hosenbund, wo wohlgeborgen und unvermutet das Geheimnis seiner Macht saß. Und er zog wie sehnlichst erwartet seinen prallen Beutel dort hervor, der nach schwerem Metallgeklimper klang, warf die Goldstücke auf den Tisch, dass es nur so schepperte. Dann aber zog er, denn den hatte er auch dabei, seinen Knüppel aus der Hose, packte die holde Kochmaid und warf sie auf den Tisch, zog ihr die Röcke über den Kopf und rief: „Und, für mein gutes Geld, zum köstlichen Mahl eine reizende Nachspeise!“

Wie alle ledigen Mütter und anderes unehrliches Gesindel wurde die Frau einige Zeit später, mochte sie nun kochen können oder nicht, vor die Tore der Stadt gejagt. Und wenn sie nicht gestorben ist, so lungert sie noch heute dort herum, erschreckt die ehrbaren Bürger, die stadteinwärts wollen. Nonnen bekreuzigen sich rasch, die Ehrlichen drohen ihr allerlei Schläge an und Mütter verdecken die Augen ihrer heranwachsenden Töchter, auf dass die Jungfern das Grauen und die Schande nicht sehen müssen.

Jahrhunderte vergingen und schließlich haben, ich glaube, es waren wieder einmal diese bekannten Brüder, gewissenhafte Leute das Märchen etwas abgewandelt, so dass es auch für die Jüngeren wohlanzuhören ist. Die so sehr fehlgetretene Köchin wurde ganz gestrichen und vergessen, allein der Esel, der gedeckte Tisch und der Knüppel ob dem Sack blieben bestehen.

PS, aber eigentlich ist das schon wieder eine eigene Geschichte: das so gewaltsam jugendgerecht umgestaltete Märchen – immerhin darf fröhlich drauf losgeprügelt werden, wäre es amerikanisch, würde gewiss scharf geschossen werden – hatte nur den Nachteil, dass Peter, ihr wisst schon, der vorlaute und vorwitzige Knabe, der mit dem Wölfchen auf dem Mond war, den vor lauter Nachdenken ganz grauen Esel des Herrn Buridan (ja, ja, ich weiß – hier berührt dieses hier das Märchen vom Froschkönig (248), da darf der Esel auch noch mal ran) am hinteren Schwanze zog. Der, nicht faul, sofort ausschlug – der Esel, nicht der Besitzer! – und so saß der arme Peter da und rieb sich neben anderen Körperteilen den blutenden Kopf und murmelte in einem fort: „Aber die Goldtaler! Ich wollte doch Goldtaler! Ich seh nur Sternentaler!“ Dieser Esel nun, er war zufällig aus Nordhessen und wusste deshalb Bescheid – wäre er kein solcher Esel gewesen, hätte man ihm auch eine urige Steinschloßmuskete in die Hand gedrückt und ihn rotberockt mit einem mit dem hoheitlichen Stern auf der hoheitlichen Rückseite hoheitlich geprägten Taler nach Übersee geschickt, um die legitimen Ansprüche der britischen Krone gegen irgendwelche hinterwäldlerischen Freiheitsrowdys und geheimbündlerisch – freimaurerischen Revoluzzer – Fuzzis zu verteidigen – iahte fröhlich: „Blooddollars! Hessian blooddollars!“ Und da irgendwelche anderen Landsknechte, Söldner also, so ziemlich die Letzten waren, die noch bei der ehemaligen Köchin anhielten, aus- und einkehrten, einbeinige und einarmige und gelegentlich auch hodenlose tapfere Krieger, die die gottgegebene Herrschaft im Auftrag jenes vielgerühmten, vieledlen und überaus potenten Esels mit dem großen Knüppel in der Hose verteidigt hatten, also diese verwegenen und verlorenen Gesellen zuletzt immer noch von ihrem Tellerchen aßen, in ihrem Bettchen schliefen und an ihrem Leibchen sich vergnügten, schließt sich hier der Kreis.

(Sollte jemand ein derartiges Märchen tatsächlich seinen arglosen Kinderchen vorlesen wollen, ich warne nochmals ganz eindringlich: nehmt lieber die bereinigte Version der Grimm – Brothers (Namensgebung nach dem Historiker Heinz Erhard), die ist frei ab 0 Jahre, also nur wenn es unbedingt diese unnötig brutale Erzählung sein soll, so bitte ich doch, folgende Punkte zu erläutern: Rock über den Kopf: die Anregung stammt von Herrn Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway, der dieses Verfahren als üblich im ersten Weltkriege an der italienisch – österreichischen Front beschrieb. Von selbst wäre ich da nicht draufgekommen. Geht auch nur mit klassischen, anständigen, dafür geeigneten weiten und langen Röcken mit drunter immer nur Röcken, nicht mit Mini oder Midi oder gar diesen engen, unbeweglich machenden Rockteilen und dann noch Bauchweghöschen, das wäre dann ja beinah wie im legendären Keuschheitsgürtelmittelalter! Knüppel ob dem Sack: das ist hier dieses normalerweise schlaff und lummelig und wenig ansehnlich herabhängende Dingelchen in der traditionell männlichen Hose. Na, ihr werdet schon selbst wissen, wie man das seinen Kindern erläutert! Hinweis: üblicherweise nur an männlichen Säugetieren vorhanden und festgewachsen, wird landläufig Penis oder auch der Schwanz auf der falschen Seite des Viehs genannt. Beutel oder Sack: früher, vor anderen Behältnissen wie modern gebauten Börsen oder völlig imaginären Währungen irgendwo im Internet wurden Wertgegenstände und Geld in zugeschnürten Beuteln verstaut, die irgendwo in die Kleidung gesteckt möglichst verborgen getragen wurden. Oder halt das andere Hängedings unter dem bereits erwähnten Lummel – Lümmel! Esel: „es haben nicht alle Esel lange Ohren“ sagte der Hanswurst, als er von der Ratssitzung herabkam. Überliefert, Autor ist mir nicht bekannt. Naturwissenschaftlicher Hinweis: was beim Esel und auch bei anderen Leuten, da mögen kluge (selbst Dr. h.c.) Bundeskanzler anderer Meinung sein, hinten herauskommt, ist gewiss kein hartes Metall, ohne jetzt des tatsächlichen Ertrages grundsätzlichen Düngewert kleinreden zu wollen. Buridan: franz. Philosoph und früher Eselsverhaltensforscher, aber ursprünglich war das eine von einem Perser, al – Ghazali genannt, erzählte Geschichte und Herr Buridan wird vermutlich sehr nachtragend wegen Plagiats belangt. Nachspeise: manche sagen, ein Essen sei damit erst abgerundet. Und es heißt, Liebe geht durch den Magen. Bloß sind Penisse, ein Glück, für gewöhnlich nicht so lang und hart und am Ende stimmt es doch nur für die Schwarze Witwe. Steinschloßmuskete: Vorläufer des Perkussionsgewehres, schaut doch gefälligst mal bei Wiki nach! Noch bis ins vorletzte Jahrhundert gebräuchlich, also gewiss auch während der amerikanischen Revolution ein Totschlag- oder Totschießargument ersten Ranges. Blooddollars: die mit einem Stern als Vorlage für das Sterntalermärchen bezeichneten Taler wurden an die hessischen Söldner ausgegeben, die als gekaufte Hilfstruppen nach Nordamerika geschickt wurden, um diesem aufmüpfigen Kolonistenvölkchen mal Respekt vor des Königs und, identisch, Gottes Willen beizubringen. Die in Gottes eigenem Land beschossenen Amis nannten diese Taler Blooddollars und nicht etwa 13 oder gar 50 Sterntaler. Weshalb sie deutsche Märchen nicht recht verstehen und sie ziemlich wirr und waffenaffin uminterpretieren.)

246. Die erste Strophe

Er sang die erste Strophe des munteren und recht lauten Froschliedes einschließlich des Refrains. Des romantischen, wenn auch ein wenig eintönigen Abendliedes, das sie gestern Abend an dem kleinen Weiher gehört hatten. Wenn das Lied seiner Anlage nach auch am ehesten als ein Kanon vorzutragen war nahm er die Herausforderung an. Als guter Sänger vermochte er es ganz alleine, den Anschein eines ganzen Chores zu erwecken. Er war gut in diesen Dingen, und hatte er einmal ein Lied gehört, eine Melodie, die bestimmten Töne, Geräusche, die dazugehörten, so konnte er sie auch wiedergeben.

Gestern Abend hatte ihr das Lied doch noch gefallen? Er war so stolz auf seine Wiedergabe, doch sie reagierte seltsam. „Frösche! Was bist denn du für ein komischer Vogel? Frösche, ausgerechnet Frösche, diese nackten Glibberviecher im Wasser – was willst du mir denn damit sagen?“ Sie drehte ihm den Rücken zu, zeigte Bereitschaft, den Abstand zu ihm zu vergrößern. Nicht unkokett, wie sie sich dabei so wandte, dass das Licht der frühen Sonne genau auf die Pailletten ihres schmucken, federleichten Kleidchens fiel. Es glitzerte verlockend.

Zaghaft näherte er sich. „Das Lied – es hat dir doch gestern gefallen? Als der Mond am Himmel stand, die Sonne eben unterging?“ Rasch fügte er hinzu: „Aber ich kann dir auch ein anderes Lied singen! Ich kann viele Lieder! Ehrlich!“ Mehr aus Versehen und Nervosität rätschte er kurz und hässlich wie ein Motorgerät, das nicht anspringen will. Ihm war selbst klar, wie unpassend gerade das jetzt war.

Die Starin flatterte mit einem kurzen Entrüstungsschrei, der auch ein Lachen hätte sein können, davon. Von einem entfernten Hausdach aus zeterte sie: „Das Gestern. Das war gestern, ja. Am Abend! Da war das romantisch. Aber jetzt kommst du mir am hellen Morgen mit so Froschgequake. Und dann noch mit einer Motorsäge, mit grässlichem Menschenwerk! Du bist und bleibst ein Idiot! Ich werde mir einen richtigen Kerl suchen, einen ernsthaften Starenmann, der weiß, was sich gehört! Der einen nützlichen Kirschbaum von einem romantischen Fliederbusch unterscheiden kann!“

Der Star saß reglos und verdattert da, ließ seine Flügel hängen als wäre es viel zu heiß. Aus sicherem Versteck unter dornigem Gesträuch beobachtete reglos und aufmerksam der Kater namens Smeagol, das Katzentier mit der Narbe auf der Nase (s. „Der hat ne Meise“) das Geschehen.

Wir aber, wir fliegen rasch hoch und fort, gemeinsam mit der Starin, die sich zu gut für Froschgesang wähnt und nach einem ernsthaften Partner suchen will. Während der soeben Verlassene noch überlegt, ob er ihr nachfliegen oder doch lieber wie ein Unbeteiligter ein wenig herumpicken, nach Nahrung suchen soll.

(245) Die Geschichte der J.

Hem hatte sich rasch etwas angezogen, noch schnell zurück in die Wohnung gerufen, dass er kurz bei Jes sei, der brauche seine Hilfe, es gehe um ein neues Projekt und der Ratsuchende stecke mal wieder fest, sei mit seiner ganzen wilden Kreativität einmal mehr in eine Sackgasse gerauscht, dann war er mit seinem aufröhrenden, teuren, italienischen Sportwagen davongebraust. In Jes‘ Villa auf dem Hügel brannten alle Lichter. Als er näherkam, öffnete sich ihm die Haustür, er war längst über die Bilder der Überwachungskamera erkannt worden. Jes saß vor einer halbleeren Flasche in seinem großen, betongrauen Wohnraum, dessen einzig mit einem bunten Fleck versehene Wand nur von diesem, einem einsamen, jüngst ersteigerten Warhol – Original geziert wurde. „Ich brauche einen neuen Plot. Eine neue Story.“ Jes schenkte sich einen weiteren Whisky ein, schaute Hem, ein leeres Glas erhebend, fragend an, der winkte ab, fragte: „Ok. Was stellst du dir vor? Und warum eigentlich, du verdienst doch gut, deine Reihe läuft doch gut?“ Ein paar Eiswürfel wanderten in das Glas. „Ja, aber der begierige Konsument verlangt nach mehr. Mehr Action, mehr Blut.“ „Du hattest doch schon die irrsten Krimiideen! Vatermörder, die ihre Mutter ficken, Frauen, die ihre Männer und Söhne, die dann ihre Mutter ermorden und so weiter.“ Selbstgefällig lächelte der Angesprochene, strich sein Falten werfendes togaartiges Gewand glatt, das wie ein Unisex – Kleid anmutete oder eben wie ein kurzerhand, wie in Ermangelung geeigneter Alltagskleidung, übergeworfenes Bettlaken. „Ja. Und jetzt was Neues. Verstehst du, wie schwer das ist? Eigentlich habe ich ja schon eine Idee…“ „Na also! Laß hören.“ „Jungfrauenmörderin.“ „Eine Frau, die Jungfrauen mordet? Nicht ein bestialischer männlicher Mörder, sondern eine widerwärtige Mörderin? Feministischer Femizid, gleichgeschlechtlich ausgelebter Selbsthaß oder was weiß ich…“ „Nein, nein. Ich dachte an eine mordende Jungfrau.“ „Hmja. Die ihre Verehrer mordet?“ „Ich weiß nicht. Nein, mehr so aus Fanatismus.“ „Aus Mordlust, mit ihrem Geliebten, Bonny and Clyde?“ „Nein, nein. Ich will mehr Härte, ich will religiös – politischer Fanatismus, und pure Jungfrau, kein abmilderndes, Verständnis erweckendes Verlangen nach Sex bei der Protagonistin! Das macht die Sache brutaler, blutrünstiger, als so eine versteckte Liebesgeschichte, dieses abgeschmackte Mann – Frau Ding!“ „Also so mehr diese Sorte Pseudo – Märtyrer.“ „Ja, so ein bisschen in der Art.“ „Ein Selbstmordattentat? Mit vielen Toten?“ „Nein, nein. Sie zieht durchs Land und mordet. Mit einer Bande.“ „Ach, so Manson – mäßig. Nur, dass der Anführer ein Weib ist, wie diese Drogenmafia – Frauen?“ „Ja, so in etwa.“ „Hm. Hör mal, ich glaube, so was gab’s schon mal. Bei mir klingelt da was.“ „Was? Scheiße! Ich dachte, das ist ganz neu.“ „Doch, da war was, ich überlege, warte. Eine junge Frau, eine Jungfrau, die aus ideologischen Gründen fanatisiert durchs Land zieht und mordet. Gezielt bestimmte Leute umbringt. Und von den eigenen Leuten gefeiert wird, von den Feinden als Schwerverbrecherin gesucht wird, richtig?“ „Ja, ja, genau so! Wie hast du das erraten?“ „Lies mal hier nach.“ „Was soll ich damit? So eine alte Schwarte. Olle, öde Klassiker.“ „Genau. Shakespeare. George Bernard Shaw. Und hier: Friedrich Schiller.“ „Die Räuber?“ „Nein, Unsinn. Kein selbstsüchtig intriganter Franz Moor, keine letztlich sanft wehrlose Amalia. Lies mal das hier.“ „Das? Das da? Die Jungfrau von Orleans?“ „Genau. Jeanne d‘Arc.“ „Schand Arg wer? Was?“ „Wach mal auf. Dein weißes Pulver, das du dir grad wieder durch die Nase ziehst, das hilft dir nicht weiter bei Suche nach dem Stoff!“ „Haha! Witzbold!“ „Also Theaterstoff natürlich! Inhalte, Themen meine ich! Ich rede von der heiligen Jungfrau der Katholiken, der Hexe der Engländer. Einer jungen Frau, die durch Blut watet um dem ihrer Meinung nach gottgewollten Recht etwas Nachdruck zu verleihen. Genau, was du wolltest!“ „Verdammt. Das schreckt doch die Leute ab. So eine alte Kamelle. Die vor Zeiten schon verbraten wurde. Und die in der Schule vorverdaut wird, so zur Unkenntlichkeit verstümmelt, verwandelt, besudelt, so dass ihr niemand mehr etwas abgewinnen kann.“ „Unsinn. Dann müsste man den seltsamen grünen unhistorischen Räuber aus dem Sherwood Forest auch vergessen, die Tafelrundenritter beiseitelassen. Und so einige andere Gestalten. Die alten Griechen und Römer sowieso! Dann würde keiner mehr mit völlig zur Unkenntlichkeit verwandelten Gestalten alter Überlieferung Geld scheffeln.“

Es entstand eine Pause, in der Jes seinen Whisky hinabkippte und nachschenkte. Er nickte, schüttelte den Kopf, trank, zuckte die Schultern und gab Geräusche von sich, die sich wie „Hem,“ „Hm“ oder auch nur ein Seufzen anhörten.

Hem kannte das schon und bediente sich nun doch an der gut ausgestatteten Bar. Vermutlich würde er hierbleiben. Als treuer Freund dem armen Kerl beistehen, ihn vor dem Schlimmsten bewahren, vielleicht ihn auf einen neuen, guten Weg, zu einer neuen, erfolgreichen Geschichte führen. Wenn Jes in einer Schaffenskrise war, nicht gleich eine zündende Idee hatte verfiel er in kindische Zerstörungswut oder in eine drogenindizierte Depression. Es war wichtig, ihn jetzt aufzurütteln, bei der Stange zu halten oder besser, ihn erst zu der Stange hinzuführen. Zu ihr, der Maid mit der Standarte und dem Schwert. Nach dem ersten Schluck sah Hem sich um. Er ergriff einen achtlos in einer Ecke lehnenden Besen, ging in die offene Küche und holte sich dort einen bunten Lappen. Dann nahm er aus der altvenezianischen Vase, die in der Mitte des großen Glastisches, der frei im Raum stand, eine Blume und befestigte diese an dem Lappen. Nun schob er sich zwei Orangen aus der korsischen Tonschale, die ebenfalls auf dem Tisch stand, vorne in sein Hemd. Hochaufgerichtet stellte er sich vor Jes, erhob sein improvisiertes Banner und flüsterte mit fast erstickter und weinerlich anklagender Stimme: „Children say that people are hanged sometimes for speaking the truth.“ Dann aber reckte er sich noch mehr, versuchte noch größer zu sein, erhob seine Fahne: „I am not afraid; I was born to do this!“

„Was? Was ist los,“ fragte der aufgeschreckte und von Whisky und anderem Stoff leicht berauschte Zuhörer. „Ganz einfach. Ich bin eben Jeanne, ich zitiere, was von ihr überliefert sein soll. Ich erhebe das Lilienbanner Frankreichs! Das hier freilich, wie ich zugebe, arg zerlumpt und improvisiert daherkommt.“ „Ja. Ja, du bist Jeanne! Ich verstehe, ich kapiere. Du hast den Stoff, den ich brauche!“ Wie verstört, mit irr wirkendem Blick erhob sich Jes, seine getreue Whiskyflasche in der Hand und wankte auf schauspielernden Redner zu. Der wich, leichter zu erschrecken als die historische Jeanne, einen halben Schritt zurück.

Doch stieren Blicks stapfte der Angetrunkene weiter, murmelte Unverständliches, nur manchmal ein deutlicheres Wort wie „Hexe“ und „Rouen,“ dann auch Namen, überraschend deutlich stieß er hervor: „Ich bin Johann, Johann von Luxemburg.“ Unerwartet plötzlich stieß er vor, schlug mit der Flasche zu, während er rief: „Hab ich dich, Hexendirne!“ Betäubt sank Hem zu Boden, erregt warf sich Jes über ihn, das verwirrte und fast bewusstlose Opfer wehrte sich ziellos, nochmals schlug der Betrunkene zu, zerrte dann die Hose des Niedergeschlagenen herab, nestelte an seiner antikischen Verkleidung, riss sie sich herab und entlud seine aufgestaute Erregung in einer von lauten Flüchen über die verfluchte Hexe, das verruchte Weib, das in Männerkleidern mörderische Männerarbeit tat, begleiteten Vergewaltigung. Ächzend brachte er hervor: „Für Monate wirst du in einem Turm eingesperrt, Aberglaube, Irrlehre werden mit dem Feuer bestraft werden! Spüre es, spüre das Feuer, spüre die Höllenqualen!“ Irgendwann ließ er von dem wehr- und bewegungslosen, nur noch matt stöhnenden Misshandelten ab. Schwerfällig rappelte er sich wieder hoch, trank noch im Aufstehen seine Flasche, deren Inhalt er weitestgehend während seiner Aktionen verschüttet hatte, leer, ließ das leere Behältnis dann achtlos fallen und wankte davon. Rauschmittel und eine maßlose Erregung, verbunden mit Wut auf die Welt, die sein Genie doch nicht genügend würdigte, trieben ihn nochmals zur Bar und endlich, auch wenn er den Weg nur noch die rauen Wände entlangtappend fand, zu Bett. Er schlief schnell ein, wachte aber, unruhig träumend, mehrfach auf, erbrach sich, schlief wieder.

Das Erwachen spät am nächsten Tag war peinigend. Kopfschmerzen waren das Beherrschende, aber auch das ständige Würgen, der widerliche Geschmack, ja, auch das Gefühl, dass etwas falsch war, er etwas falsch gemacht haben mochte, vergessen hatte, ließ ihn nicht los. „Eine großartige Idee hatte ich heute Nacht,“ rief er mit einem Mal laut. Er suchte nach Stift oder Tablet, fand beides nicht sofort, kramte wütend umher, wütend vor allem, weil ihm nicht mehr recht einfallen wollte, was er in der Nacht getan, was für eine Idee er gehabt hatte.

Schließlich änderte er seinen Plan und duschte erst einmal. Schon etwas wacher und fast nüchtern beschloss er, nackt durch sein Haus zu tappen und sich einen starken Kaffee zu gönnen. Vor der Bar, der er Gestern ja wohl eifrig zugesprochen hatte, trat er in Glasscherben. Sah eine Lache aus Blut, Whisky und anderen Flüssigkeiten. In der Lache lag ein Besen, mit einem Lappen umwickelt, eine improvisierte Flagge. Von dieser hatten sich Blumen gelöst, lagen zerdrückt, zertreten neben der Fahne, die, wieder mehr ihrem ursprünglichen Zweck dienend, vergeblich versucht hatte, die Lache aufzusaugen.

Er erinnerte sich und wankte. Was hatte er getan? Er hatte seinen besten Freund niedergeschlagen, verletzt. Er war ein Verräter. Er war… wie war das noch? Er war ein Johann von Luxemburg, vielleicht auch ein John of Lancaster gewesen, der eine gefährliche Hexe, eine Jungfrau von Orleans zur Strecke gebracht hatte, ja, so war das gewesen, und jetzt wusste er alles wieder, er wusste um seine großartige Idee, um seinen einmaligen Einfall, der nur einem Genie wie ihm hatte kommen können, er brauchte einen Stift, Papier oder seinen Computer, mit blutigen Füßen tappte er umher, suchte er, fand schließlich und begann zu schreiben, schrieb wie im Fieber, trank Kaffee, schrieb weiter, telefonierte mit seinem Agenten, trank noch mehr Kaffee, duschte nochmals und fuhr schließlich mit dem halbfertigen Manuskript los.

Der neue Film wurde ein großer Erfolg und selbst von missgünstigen Konkurrenten, von der Presse und in jeder Klatschkolumne wurde sein großartiger, einmaliger und ganz aus seinem begnadeten, reichen Inneren schöpfender Ideenreichtum gelobt. Er bekam die begehrtesten Preise, wurde Millionär, alle umschwärmten ihn, alle, außer seinem alten Freund Hem, der sich seltsam distanziert verhielt. Obwohl er ihn doch um Verzeihung für seine Dummheit gebeten hatte, obwohl er ihm angeboten hatte, für Arztkosten aufzukommen, ihn vergebens auch als Ehrengast, sogar die Laudatio hätte er halten können, zur Uraufführung eingeladen hatte. Der Uraufführung seines neuesten Stückes, seiner neuesten, originären Idee!

Dieser Freund war irgendwann in der Nacht erwacht, war mühsam aus dem Haus gewankt und fortgefahren. Er war kaum dazu in der Lage gewesen, hatte immer wieder Momente erlebt, in denen er nicht richtig sehen konnte, und war nur mit Glück ohne größeren Unfall zu seiner Wohnung gelangt. Nur der teure Wagen war etwas verschrammt.

Dort hatte sein Partner aufgeregt reagiert, hatte darauf bestanden, ihn noch ins Krankenhaus zu fahren. Es hätte hitzige Diskussionen gegeben, wäre nicht Hem immer wieder geistesabwesend gewesen. Der Arzt behielt ihn erst mal da. Eine Anzeige bei der Polizei hatte Hem sich verbeten. Es sei doch nichts passiert.

Seltsam war, dass er, halbwegs genesen, seine hochgeschätzten Klassiker, die in wunderschönen, teuren Ausgaben im Buchregal standen, aussortierte, verkaufte, verschenkte, ja, er hätte sie weggeworfen, hätte sein Partner nicht interveniert und den Verkauf für ihn übernommen. „Hem, was hast du,“ fragte dieser ein ums andere Mal, erhielt aber nie eine ausreichende Antwort.

„Wieder einmal beweist der Autor und Regisseur seine Genialität. Neu ist nicht der Stoff. Jeanne d’Arc wurde von vielen namhaften Autoren bearbeitet, immer neue Facetten wurden dem Sujet abgewonnen. Doch ganz originell an dieser neuschöpferischen Fassung ist, dass diese Johanna eine emanzipierte junge Frau ist und genau deshalb die Feindschaft der alten Gesellschaft, selbst jener, die sich zunächst ihres Engagements bedienten, zuzog. Und ihr Selbstbewusstsein unter der Folter, aber auch schon von dem Ritter, der sie gefangen nahm, gebrochen wurde, in dem sie, einmal wehrlos, in die unausweichliche Opferrolle gepresst wurde. Neu in der alterzählten Geschichte ist schlicht die Vergewaltigungsszene, die sehr realistisch im nun gedrehten Film wiedergegeben wird – gleich der Ritter, eigentlich doch ein Edelmann, der sie gefangen nimmt, fällt über sie her, misshandelt sie. Ganz ohne eigene Not, nur aus dem zwingenden Bedürfnis heraus, sie, die Besondere, die Überragende erniedrigen zu müssen, in den Schmutz stoßen, in seine eigene, erbärmliche und verräterische Niedrigkeit ziehen zu wollen.“

Der Artikel im Feuilleton ging noch weiter, konkret stand im nächsten Absatz „Symbol und Ereignis wurden in dieser gräßlichen Szene vereint, die gequälte Kreatur ersetzt die überhöhte Heilige. Man gewinnt dabei den Eindruck, dass die Regie hier vergaß, dass heilig sein eine Zusprechung, eine Konstruktion ist, während Vergewaltigung und andere Misshandlung eben ganz real möglich sind und in derart realistischer Darstellung den überforderten Zuschauer verstören,“ doch Hem, der den ausführlichen Bericht bis dahin fasziniert und angewidert gelesen hatte starrte nun nur noch blicklos, ohne klares Bewusstsein seiner selbst in die Ferne, in ein Nichts.

244. Der alte und wackelige Hochsitz

Der alte Jäger saß schon sehr lange auf seinem seinerzeit selbsterrichteten und inzwischen schon etwas wackeligem Hochsitz. Er saß trotz der zunehmenden Kühle ruhig und gelassen, was nicht zuletzt seiner in eine Innentasche des Lodenmantels geschobenen Thermosflasche zu verdanken war, die ganz allmählich die in sie eingefüllte Wärme abgab. Dabei versäumte er es nicht, den stark mit Rum verdünnten Tee aus der Kanne immer wieder in kleinen Schlucken auch inwendig anzuwenden. Es war die gewohnte, wohltuende Prozedur, die seiner sitzenden Tätigkeit keinen Abbruch tat.

Dass er mit einem Mal einen grauen Schatten über die am Waldrand gelegene Wiese huschen sah verwunderte ihn nicht. Man sieht bei schwindendem Licht allerlei, das sich dann nicht bestätigt, und er murmelte belustigt die alte Weisheit vor sich hin: „Wenn der Jäger Grasbüschel wandern sieht, dann sollte er heimgehen!“ Dinge, die bei Tageslicht noch unverrückt und klar umrissen ihren angestammten Platz einnehmen bekommen im Dämmer ein verblüffendes Eigenleben. Wirre Wahrnehmungen lösen wirre Gedanken aus bei denen, die da zu nächtlicher Stunde im Walde sitzen. Beispielsweise das hier, dieses Trumm, das eine Sau sein könnte, das war doch vorher noch nicht da? Ach, es könnte aber auch der alte Baumstumpf sein, der hier schon ewig liegt. Da, diese Bewegung? Ach nein, ich habe mich bewegt und es sah aus, als wäre das Gestrüpp mitgewandert. Die vielbeschworene Mitte, das Zentrum, der Ort im Auge, an dem wir bei ausreichend Licht scharf und farbig sehen, somit die ganze Buntheit und Vielfalt des hellen Lebens, existiert nicht mehr, wir sehen nur noch die undeutlichen Schatten an den Rändern. Oder besser, wir sehen jetzt, bei schwindendem Licht erstmals und endlich in die Schatten und nehmen diejenigen wahr, die in ihm und am Rande sind, nicht nur die im Lichte. Manche nennen sie Gespenster. Manche Außenseiter. Der Jäger nennt diese schemenhaften Erscheinungen, anders als Bertolt Brecht, für gewöhnlich Wild und somit mögliche, die Adrenalinausschüttung anregende Beute.

Anders gesagt, wir sehen in unserem durch die Position der Primatenaugen eingeschränkten Sichtfeld jetzt plötzlich wie die meisten anderen Säugetiere mit ihren seitlichen Augen, Sehern oder Lichtern nach der Terminologie der Jägersleut, auch: Eher Bewegungen, Umrisse und Schattenhaftes, kaum etwas scharf bei schwindenden Farben.

Das alles war dem Jäger vertraut. Immerhin war er früher auch einmal Lehrer gewesen, hatte die Schüler mit den physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Optik geplagt. Und an Berts epische Vorführungen entsann er sich auch deshalb, weil seine inzwischen verstorbene Gattin eine Deutschlehrerin gewesen war und ihn regelmäßig in theatralische Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Schule mitgeschleppt hatte, in denen es an Vertretern der wildlebenden Tierwelt mangelte, wogegen sie sich stets standhaft geweigert hatte, ihr betont kultiviertes Interesse auf jene Wesen auszurichten, die diesen Planeten mit dem Menschen teilen und ihm gleichzeitig und seit alter Zeit als Nahrung und zur Bekleidung dienen.

Er nahm langsam das schwere Ansitzglas hoch. Durch dessen riesige Objektive fiel reichlich Licht ein und man konnte mit dem Fernglas auch im Dämmerlicht oder in hellen Nächten noch viel sehen. Obwohl junge und gute Augen dieses an den Okularen austretende gebündelte Restlicht noch viel besser hätten nutzen können als seine alten, müden und schon etwas trüben Lichter.

Ruhig suchte er die Wiese ab. Da, was war das? Auf der Wiese bewegte sich etwas. Ein mausender Fuchs womöglich. Nein, nein, deutlich zu groß für einen Fuchs, obwohl der nächtlichen Wahrnehmung wie schon erwähnt nicht zu trauen ist. Ein Hund, ein Streuner? Oder gar – ein Wolf? Es wäre viel zu riskant, auf gut Glück das Tier zu schießen und im Nachhinein festzustellen, dass es der Hofhund des Dorfbürgermeisters war, oder der teure, unerzogene Rassehund dieser Stadtschnösel, die hier ein Wochenendhaus hatten. Oder eben ein Wolf.

Streunende Hund muss man einzufangen versuchen. Selbst aktiv wildernde Hunde soll man von dieser Tätigkeit abzubringen versuchen, bevor man sie erschießen darf.

Langsam stieg er von der Leiter. Bewegte sich sehr langsam über die Wiese, auf den Vierbeiner zu. Rief mit gedämpfter Stimme: „Hasso! Hasso, hierher!“ Denn des Bürgermeisterhundes Namen kannte er. Seine Annäherung im Dunkeln führte ihn weit über die Wiese, schon glaubte er, nicht recht gesehen zu haben. Doch endlich stand er vor dem Tier, er sah das rötliche Aufblitzen der der reflektierenden Schicht hinter der Netzhaut im Mondschein, wiederholte seine Anrede und wurde mit einem zaghaften Schwanzwedeln belohnt. Er war selbst unsicher, spürte auch die Angst des Tieres, das hier nicht damit gerechnet hatte, bei seinem einsamen Ausflug die herrische menschliche Stimme zu vernehmen. Langsam und vorsichtig streckte er die Hand aus, diese wurde von der empfindsamen Nase an einem ebenso achtsam vorgestreckten Kopf beschnüffelt. Dann klopfte er mit der Hand an seine Seite, sagte: „Hasso, gut jetzt, komm.“ Und sie gingen gemeinsam zurück. Schließlich, die Autofahrt mit dem Hund erinnerte er gar nicht mehr, war er mit dem Tier zu Hause. Gab ihm erst einmal zu trinken. Und betrachtete im künstlichen, hellen Licht der Küche seinen Fund.

Grau war sein Gast und sehr groß. Buschig der Schweif, lang die Läufe. Das war nicht Hasso. Das war auch kein anderer Hund den er kannte. Das war ein Wolf. Der ihn aus seinen schräggestellten Augen ansah, wie wenn er ihm etwas sagen wollte. Etwa, dass er nicht hierhergehörte. Dass er auf einen Trick hereingefallen war, eine tückische List dieser für ihre Hinterlist bekannten Zweibeiner.

Er wich zurück. Eine kalte Angst überfiel ihn. Wie mochte das wilde Tier, hier in diesem engen Raum, reagieren? Würde es fliehen wollen und keinen Ausweg finden? Würde es kämpfen, vermeintlich um sein Leben kämpfen? Er fasste an seinen Gürtel, wo er seine Kurzwaffe zu tragen pflegte. Der Wolf sah ihn an, als wollte er sagen: „Siehst du, sag ich doch. Ich kenne euch, ihr ändert euch nicht!“ Dann setzte sich der große, graue Hund ruhig auf seine Hinterbranten. Öffnete das Maul und sagte deutlich vernehmbar: „Du alter Suffkopf! Bist du wieder einmal auf deinem Sitz eingeschlafen? Grad eben waren die Wildsauen da und haben die Wiese umgedreht!“

Der alte Jäger schreckte hoch. Er saß im Wald auf seinem Hochsitz, unten stand der Walter, der Pilzsucher, der schon mit ihm zur Schule gegangen war und damals schon ein arger Spötter gewesen war. Was hatte der denn jetzt wieder zu meckern? Warum störte er die so embryonal zarte, arglose Freundschaft zwischen Mensch und wildem Tier, die eben erst begonnen hatte, die erst noch wachsen sollte?

243. Der Uralte

stand langsam auf. Das rasche, fast gedankenlose Tun hatte er sich längst abgewöhnt. Ja, früher, am Anfang, an den er sich sehr wohl noch erinnerte, da war er geneigt, Dinge schnell zu erledigen. Geriet auch öfters mal in Hast oder in Rage, wenn etwas nicht gleich so wollte, wie er es vorgesehen hatte.

Er musste lächeln. Im Nachdenken über seine eigenen Gedanken war ihm aufgefallen, dass er sich jetzt, in seinem hohen Alter, an den Beginn von Allem viel besser erinnerte, als damals, als er wie wild Dinge vollbringen wollte, unbedingt etwas Neues, nie dagewesenes schaffen wollte. Nun, da er es geruhsamer angehen ließ, der unaufhaltsamen Entropie, dem Ablauf der Zeiten, symbolisiert durch die riesenhafte Sanduhr, die er auf seine Kommode gestellt hatte, zusah, als wäre er unbeteiligt, erinnerte er sich wieder an diese frühen Dinge.

Gemächlich, nichts trieb ihn zur Eile, schlurfte er in das jüngst renovierte Bad. Sein langes, helles, kaftanartiges Gewand umflatterte seine Beine, er strich seinen ebenso weißen, ebenfalls langen Bart herab. In dem Toilettenraum sah er aufmerksam in den Spiegel.

Man hatte ihm gesagt, es gäbe von jedem und allem ein Ebenbild. So auch von ihm. Und man könne dieses sehen. Beispielsweise in einem Spiegel, in einer glatten Wasserfläche oder anderem dergleichen.

Doch wieder einmal sah er nichts.

Er stützte sich auf das Waschbecken. Lange stand er so vor dem darüber angebrachten Spiegelschränkchen. Lange starrte er darauf, als wollte die Spiegelfläche zwingen, ihm endlich sein Ebenbild zu zeigen, und sei es irgendwie unvollkommen, etwa seitenverkehrt oder sonst von Mängeln geplagt. Doch es zeigte sich nichts.

242. Im Lande Carot

leben eigentümliche Leute. Ihr müsst euch vorstellen, diese Leute sind lang, schmal, das heißt, oben am Haupte breiter gebaut, dann laufen sie aber nach unten hin spitz zu und haben deshalb auch nur einen Fuß! Auf diesem hüpfen sie nun durch ihr Land, durch die Welt und gelangen mühsam genug überall hin, wobei sie sorgsam darauf achten, nicht hinzufallen. Das ist ihre größte Angst. Denn geschieht dies, so rollen sie sich unbeholfen hin und her und jammern laut „ich bin ganz haltlos und verloren,“ bis sie irgendwie Fuß fassen können und sich wieder stolz aufrichten. Derlei sieht höchst drollig aus, aber nicht für den Betroffenen, der da lachhaft genug umherrollt und das Gelächter der anderen fürchtet. Denn die Leute dort sind boshaft und spotten gern, dabei wird ihnen gar nicht bewusst, wie lächerlich sie selbst aussehen!

Denn, als wäre es mit dieser komischen Figur nicht genug, sitzt oben auf dem breiten Haupt ein langer Schippel aus nicht zu vielen Haaren, die in jede Richtung abstehen!

Jetzt ist es aber so, dass diese lächerlichen Gestalten sich selbst für das Schönste und Beste halten, was je über diese zu ihrem Glück flache Landschaft gehüpft ist. Und da begannen, es ist so lange her, dass keiner mehr weiß, wer den Streit begonnen hat, die Probleme!

Ihr müsst euch noch einmal diese putzigen Gestalten vorstellen. Und jetzt denkt euch nur, über dieses alberne Aussehen hinaus gibt es noch mehr der Absonderlichkeiten! Die Einbeinigen sind auch noch lustig gefärbt. Da gibt es orangefarbene oder gelbe Burschen, die oben ein grünes Haarbüschel ihr Eigen nennen. Es gibt aber auch grüne unter diesen Aufrechten, deren Haare dafür gelb oder orange leuchten. Und eines Tages, vor langer, langer Zeit, es könnte sogar gestern gewesen sein, rief einer der orangefarbenen: „Jetzt schaut euch doch den einmal an, wie lächerlich der aussieht! Grün mit orangefarbenen Haaren! Hat man so etwas Albernes schon einmal gesehen?“ Natürlich hatte man. Diese farbigen Typen liefen ja überall herum. Aber mit einem Mal taten die orangefarbenen so, als wäre grün eine neu aufgekommene, unstatthafte Farbe für einen Landbewohner von Welt, allenfalls an den bunten Haaren herbeigezogen könnte man das dulden.

Und man spottete und verlachte die grünen Hüpfer. Ja, es ging noch weiter, man gab ihnen nichts ab, kein Krümelchen vom Lande, wollte nichts mit ihnen zu tun haben und irgendwann begann ein orangefarbener Kerl so einen Grünen zu schubsen und umzuwerfen und noch über den armen, umherrollenden Kerl zu lachen!

Nicht, dass sich die grünen das hätten gefallen lassen! Schnell begannen sie, darüber zu lästern, dass die orangefarbenen und gelben doch irgendwie seltsam und falsch wären, lachten nun ebenso diese aus und beschimpften sie als gelbe Rüben, höchstens deren grüne Haare könnte man ungespalten lassen. Und sie schubsten auch zurück, und wie!

Aber wie es so kommt gewannen die orangefarbenen die große Schubserei. Wie ich euch beweisen kann. Denn gehst du das nächste Mal mit deiner Mama in den Kaufladen, dann versuch doch mal grüne Karotten zu kaufen, grüne Karotten mit gelben oder orangefarbenen Haaren!

Wenn dir jetzt jemand sagt, dass das ganz richtig so ist, es überhaupt keine grünen Rüben gibt und auch nie gegeben hat, dann sag ihm ruhig: „Gestern gabs die freilich noch. Und überhaupt, du Dummerjan: es gibt noch viele andere Rübenfarben! – Rote Rüben, helle Pastinaken, Schwarzwurzeln und so weiter!“

Sagt dir aber einer ins Gesicht, dass eine Farbe besser als die anderen sei, so nenn ihn ruhig einen Karottinisten. Ja, vielleicht sogar, wenn du dich traust, eine Karotte!

Und sing recht laut:

Wer hat denn die Marotte

Und würgt mit der Garotte

Die andre wüste Rotte?

Der wilde Herr Karotte!

Karfiol und Kartoffel,

das ist doch ein Stoffel

ja, beim scharfen Kren,

das mag man doch nicht sehn!

PS: für brave Kinder gilt: wenn ihr eine arme Schildkröte so verkehrt herum auf ihrem Panzer daliegen seht, dann dreht sich um, achtet aber auf ihren scharfen Schnabel und eure Finger. Und setzt sie nicht wieder direkt auf die Hauptstraße. Seht ihr aber eine Karotte, die sich nicht mehr aufzurichten vermag und hilflos ist, so fragt doch lieber eure Mama, was es eigentlich zum Mittagessen gibt! Denn das hier ist natürlich nur eine erfundene Geschichte, die so doch niemals irgendwie oder irgendwo Wirklichkeit werden könnte. Deshalb ist es auch nicht wahr, dass diejenigen Rüben, die da nicht mitmachen wollten, einfach davongelaufen sind und sich unter der Erde versteckt haben, weshalb die gelben Rüben so stellenweise und obenrum immer noch ein bisschen grün sind, weil, na, ihr wisst schon! Und sonst fragt euren Biolehrer.

PPS: für die erwachsenen Vorleser gilt: kleineren Kindern mangelt es an Weltwissen und folglich haben sie Ironie und Sarkasmus noch nicht inkludiert. Deshalb verstehen sie weder die überdeutliche Bedeutung der Geschichte, das sozusagen über-olus-hafte des Gesagten noch die sehr boshafte und ausgrenzende Haltung des anscheinend so netten Autors, der sich offenkundig als echter Karottist (vielleicht sogar Rübist?) zeigt und sich sogar über die schmalhüftig einherhüpfende Bewegungseinschränkung des Gemüses lustig macht! Hier besteht entweder Erklärungs- oder aber gutmütiger Auslassungsbedarf und sicher erst Jugendliche können dies ganz erfassen und somit auch verstehen, dass diese verachtenswerte Haltung ein verwinkelter, absichtsvoller Schachzug des ganz nebenbei Karotten sehr gerne verspeisenden tatsächlichen Schreibers sein könnte. Trotzdem wird so eine Mär von maßgeblicher Seite selbstverständlich ab 0 Jahren freigegeben, man kann die Kleinen heutzutage gar nicht früh genug irgendwelchem medialen Bombardement aussetzen, wie sollten sie sonst Medienkompetenz erlernen!

241. Die Struktur der Göttin.

(Gewissermaßen eine Art Roadmovie* (mit überraschend gutem Ausgang, auf den sonst in diesem Genre üblichen Untergang der handelnden Personen wird verzichtet) aus der guten, alten Zeit der stinkenden Benzinkutschen)

Ruhig antwortete der eine der Männer, die in dieser Gaststätte an einem der Tische saßen, auf das aufgeregte Gerede seines Gegenübers: „DNS.“ „De? Es? Was? D – S? Wie dieses alte Auto?“ „Wie meinst du? Nein. Kein Auto.“ „Aber dieses Auto, da gab es doch mal was?“ „Du meist vielleicht dieses Auto, über das der Journalist Busch gesagt hat, das sei nicht, wie viele sagten, ein Auto von morgen, sondern das Auto von heute, die anderen seien von gestern?“ „Keine Ahnung. Busch ist für mich ein amerikanischer Präsident.“ „Zwei.“ „Was?“ „Zwei amerikanische Präsidenten, Vater und Sohn.“ „Meinetwegen. Halt der mit dem Irakkrieg.“ „Na, das waren ja auch beide, wenn auch verschieden motiviert…“ „Mir doch egal! Hast du jetzt von einem Auto gesprochen?“ „Nein, von der Desoxyribonukleinsäure.“ „Hör mal, mir ist das zu hoch. Ich bestell mal noch ein Bier. Ich weiß nur, dass es mal ein Auto gab, das so geheißen hat, also so wie das vorhin, des Ochsidingsbums und saures Bier meinetwegen. Ich hoffe, der schenkt hier Frisches aus. Bier.“ „Ich glaube schon, dass du das meinst, über das der Journalist damals gesprochen hat. Diesen Wagen mit seiner berühmten hydropneumatischen Federung. Der den Beinamen Göttin bekam.“ „Göttin?“ „Ja, Göttin, Déesse. Da im Französischen das wie alle Kürzel nichtssagende DS als ein Wort ausgesprochen gerade so klingt.“ „Siehst du.“ „Was sehe ich?“ „Na, was ich vorhin gesagt habe! Die Frau, die eben rausging, die ich dir gezeigt habe. Eine Göttin. Aus anderen Sphären. Eine Frau wie ein Auto, äh, ich meine natürlich, wie eine Göttin. So etwas kann es einfach nicht geben. Überirdisch.“ „Hm. Ich meine immer noch, dass ihre DNS schuld ist. Dass sie so gut aussieht.“ „Siehst du, du sagst es doch auch! Wie meintest du, auf Französisch heißt das so viel wie die Göttin?“ „Nein. DS. Das Auto. Ist die in dem Fall automobile Göttin. Ich meinte das Andere. Die Erbinformation in der Desoxyribonukleinsäure. Ok.? Musst du doch auch in der Schule gehabt haben.“ „Quatsch. Über Autos oder sonst was Nützliches hat man da gar nicht viel gelernt – da, schau mal, da kommt sie wieder! Und du meinst, Erbinformation? Ein ganz normaler Mensch, wie du und ich? Schau sie doch an! Glaub ich nicht!“ „Ja, ein Mensch, geboren, gewachsen, inwendig Blut und Schleim und so weiter, und sie geht direkt zu dem Typen da hinten – ach herrje. Ja. Ihr Macker wohl.“ „Der hässliche Zwerg? Ihr Stecher? Das glaub ich jetzt zweimal nicht!“ „Hmja, doch – ich kenn den. Das ist ein sehr bekannter Schönheitschirurg!“ „Nein!“ „Doch. Da hast du deine Göttin.“ „Und du deine natürliche Vererbung.“ „Ja, alles nur künstlich.“ „Stimmt. Da kannst du dir gleich ein Auto zulegen, da weiß du wenigstens, dass das Blech geformt, lackiert oder verchromt ist, dass es von Menschenhand, von nüchtern schraubenden Technikern gebaut ist.“ „Ja. Aber vorher von schönheitsbesessenen Designern erdacht, von Kaufleuten und Technikern nach- und verschlimmbessert, von Marketingleuten überhöht und mit emotionalen, womöglich göttlichen Attributen belegt und über die sich aufdrängenden Parallelen wollen wir gar nicht erst nachdenken.“ „Mag sein. Aber was willst du damit sagen?“ „Erst Schönheitschirurgie. Dann ins Unwirkliche gesteigerte Füllungen, Glättungen, Filter, unrealistische Fotos auf irgendwelchen Seiten. Dann entsprechend glattgeschmeidige, haarlose, pickellose, leblose Sexroboter. Und dann nach Implantaten und anderen künstlichen Verbesserungen die Abschaffung des Menschen.“ „Der Frau!“ „Ja, in diesem Zuge vermutlich irgendwann auch der Frau. Also, wenn wir uns darauf verstehen, Menschen im Reagenzglas zu erschaffen. Vorerst wird man sie noch brauchen, also zwecks Fortpflanzung, meinetwegen im Wege der Klonung. Dann irgendwann nicht mehr. Und dann, wer weiß, wird uns die KI gar nicht mehr brauchen, brauchen können, loswerden wollen. Letzten Endes uns alle!“ „Brr. Du immer mit deinen Gedankensprüngen. Du siehst eine schöne Frau, eine wahre Göttin, und denkst an etwas Künstliches, gar noch an Computer, Roboter und landest beim Weltuntergang.“ „Erst mal ja nicht. Ich dachte an natürliche Vererbung – und keinesfalls an den Weltuntergang, höchstens an den Untergang dieser ebenso abartigen wie eingebildeten Art. Aber es stimmt, diese da ist künstlich. Gemacht. Zumindest an der Oberfläche. „Du hast sehr schöne Oberflächen,“ diese dadaistische Liebesgedichtzeile, kommt einem dabei in den Sinn.“ „Nie gehört!“

Der sitzende Mann versank in grüblerischem Schweigen, trank. Irgendwann nickte er, murmelte: „Das glaub ich. Ja.“ Der Andere seinerseits dachte darüber nach, wie man wohl Göttinnen herumkriegt, doch als er die Frage laut stellte, meinte sein Gegenüber nur: „Goldene Äpfel haben sich bewährt. Mit allen Nachteilen.“ „Goldene Äpfel? Es weihnachtet wohl bei dir, ich bin doch nicht der Froschkönig und einen Geldscheißer besitze ich auch nicht! Du redest heute nur Unsinn!“ „Hmja, mag sein. Immerhin sind deine gegenwärtigen Gedanken auch nicht besonders realistisch. Oder umsetzbar. Also ich, ich bleib hier beim Bier.“

Später saß der Nachdenkliche alleine am Tisch. Sprach leise vor sich hin in sein Glas hinein, es hörte sich an wie: „Niemand weiß, nicht einmal der messerschwingende Künstler, wie tief das Kunstwerk reicht. Wie künstlich sie unter der geglätteten Oberfläche ist. Freilich, da wird Unterhautfettgewebe sein. Haarfollikel, Blut, Nervenendigungen, was halt so kommt. Muskeln dann, Organe. Wie tief mag er geschnitten haben? Doch was davon ist noch echt, gewachsen, unverändert vom naturfernen, Natur entfernenden künstlich – künstlerischen Aspekt? Und wie viel wurde verändert, durch die Oberflächenretusche verändert? Wie sehr hat sie sich selbst in das gekünstelte Abbild verwandelt, das zu sein sie als ihre teuer konstruierte, teuer erkaufte und teuer bezahlte Aufgabe annahm?“

Irgendwann saß ihm eine dicke, gutmütig dreinblickende Frau mittleren Alters gegenüber. Die Bedienung, wie an der umgebundenen Schürze kenntlich. „Hören sie,“ sagte diese in beruhigendem Tonfall, „ich verkauf ihnen ja gern ein paar Bier. Aber ich glaube, sie haben jetzt genug. Sie schauen ja nur noch in ihr Glas und brabbeln vor sich hin.“

Er sah auf, zuerst unwillig, dann begann er zu lächeln. „Sie? Sie sind ja echt!“ Schwerfällig stand er auf und ging. Die überraschte Frau schnaufte kräftig durch, dann stand sie auf und ging ihm nach: „Hören sie mal, was war das denn eben? War das eine Beleidigung?“ „O nein,“ sagte er, ohne sich umzuwenden, „wenn überhaupt, dann nehmen sie es doch bitte als Kompliment. Auch wenn ich in dem Moment, als ich es sagte, gar nicht nachgedacht habe! Soviel Ehrlichkeit muss sein.“

Es ergab sich im weiteren Verlauf, dass spät an diesem Abend in einer Seitengasse ein altes Auto stark zu schaukeln begann. Es war dunkel, der Mond wolkenverhangen, wir sehen also nicht hinein, sehen weder den dort vermuteten, entkleideten Mann noch die ebenso dort angenommene, ebenfalls unbekleidete Frau. Wissen auch nicht, ob Letztere die eben kurz in Erscheinung getretene Bedienung sein könnte, die nun albern kichern musste und sagte: „Dein Auto, na, das schaukelt ja gehörig!“ „Ja, ja, es schaukelt uns, ich schaukle dich, wir schaukeln gern zusammen. Genaugenommen eine wünschenswerte ménage à trois mit einem ursprünglich nicht vordergründig dafür ersonnenen Dritten. Aber das, also das weiche Geschaukel, ist ja auch typisch für diese alten französischen Kisten. Dann noch mit inzwischen total ausgeleierter Federung! Aber es fährt, es tut, was es soll. Halt so wie wir zwei, hier und jetzt – zumindest habe ich mir, trotz ebenfalls ausgeleierter Federung und desolaten Stoßdämpfern, alle Mühe gegeben, das musst du zugeben, alle Mühe uns einem allseits befriedigenden Erlebnis entgegenzuschaukeln!“ Wieder kicherte die Frau, dann wurde sie ernst: „Aber fahren, fahren tust du heut Nacht damit, mit dieser deiner Schaukel, nicht mehr, verstanden?“ Er nickte, was zwar nicht zu sehen, aber vielleicht zu fühlen war: „Schon klar. Ob ich hier im Wagen penne?“

Das war dann doch nicht notwendig, er fand einen anderen Unterschlupf. Und der alte Wagen, etwas rostig, stand allein in der Gasse. Dieser Wagen war niemals eine Göttin gewesen, weder dem Namen noch der Form nach, bei diesem Modell hatten die Konstrukteure darauf geachtet, wenig Material zu verarbeiten, sparsam zu sein. Man sagte diesem billigen Modell nach, dass ein Schraubenzieher genügen würde, um ihn in seine Einzelteile zu zerlegen und vielleicht sogar wieder geschickt zusammenzusetzen. Allerdings, denn es gibt keine künstlichen Konstruktionen, kein gewollt intelligentes Design ohne Fehler, benötigte man zum simplen Zündkerzenwechsel Spezialwerkzeug!

So ein Auto hätte sein Kumpel nie gefahren. Er liebte es sportlich, wie man so sagt, also PS – stark und schnell. Trug seine nappaledernen Autofahrerhandschuhe. Und war schon lange mit seinem italienischen Wagen, das Modell trug den durch alle Theater der Welt berühmten Vornamen einer jungen, verliebten Frau während die Marke auch den Rufnamen ihres ebenso heillos liebenden Verehrers, in Wahrheit aber den gleichlautenden Nachnamen eines der Gründer, in seine Benennung eingebaut hatte, heimwärts gefahren. Wobei er vor sich hin kicherte: „Hihi, die französische Göttin und die künstliche Göttin. Kunstwerk, lebendes Kunstwerk, Actionskunst, Happening, wie auch immer. Diese quasi französische weibliche Göttin – ob es mir die wohl auf Französisch…?“ Er musste so sehr über seine eigene Witzigkeit lachen, dass er das Lenkrad verriss und beinahe von der Straße abgekommen wäre. Gerade noch vermied er durch rasches Gegenlenken einen Unfall. „Man soll eben beim Autofahren nicht an die Weiber denken! Oder bei einer anderen ernsthaften Tätigkeit,“ ermahnte er sich streng selbst und verwandelte sich wieder in den aufmerksamen Herrenfahrer, der er gerne sein wollte. Und als der er schließlich heimkehrte, in seine eigene Garage einfuhr. Er hatte nur zwei Bier gehabt, fühlte sich noch zu allem fähig und strebte, allmählich immer eiliger werdend und sich unterwegs schon entkleidend, zielbewusst seinem vertrauten Schlafzimmer zu.

*Gut, ja, der Einwand ist berechtigt: es wird gar nicht so außergewöhnlich viel herumgefahren. Und schon gar nicht ziel- und planlos, was bei der Erkundung des Unbekannten und beim klassischen Roadmovie ja nicht ausbleibt. Aber es geht doch immerhin in hohem Maß um Mobilitätsuntersätze und Mobilitätsphantasien verschiedener Art, oder? Man hat mir in einer Erstkritik mit auf den Weg gegeben: das ist nur was für Männer, so was gefällt keiner Frau! Aber gilt das nicht ohnehin für jeden einfachen oder leichten entschwindenden Reiter auf Pferd, Chopper oder was auch immer und seine undurchschaubare Erzählung vom Weg ins Nirgendwo? Ja, ich gestehe: da war auch ein wenig Absicht dabei. Denn worüber reden denn Männer – wenn nicht über mit Füßen getretene Lederkugeln oder halt die Maloche, der sie aufzusitzen pflegen (ich habe die eigentümliche Formulierung „bin auf Arbeit“ nie verstanden, es sei denn, es sprächen Dachdecker) – in der Kneipe? Und was haben sie nun vor, in Konsequenz ihres Geredes zum einen und zum anderen überhaupt? Weiß das jemand? Und handelt nicht von dieser vollkommen unbekannten Größe** in der Weltformel die Geschichte des traditionellen Roadmovies? Nein? Und, halt, warte Mal, wohin gehst du eigentlich noch so spät? Ach, Zigaretten holen? Heißt das immer noch so? Na dann – leb wohl!

**Nein, ich sehe keinen Widerspruch darin, dass selbst Albert Einstein, nach eben dieser Weltformel sich vergebens sehnend, meinte, dass es ihm zu kompliziert sei, das Wesen der Frauen zu verstehen und sich deshalb lieber mit einfacheren Dingen befasste wie der der (allgemeinen und speziellen) Relativitätstheorie. Warum sollten nicht diese und jene (und noch beliebige weitere) unverständlich und kompliziert sein und bleiben, den jeweils anderen sowieso aber, bei ehrlicher Selbstreflektion, auch sich selbst? Das Seelenleben des Menschen ist nun einmal so rätselhaft, dass es eine eigene Wissenschaft gebar (die sich im Wesentlichen auf die Akkumulation irgendwelcher Zahlenreihen zu statistischen Zwecken beschränkt) und schon davor auf die Erfindung eines geheimnisvollen und nicht zu verortenden Zusatzorgans, nämlich eben dieser Seele, für allerlei dubiose Zwecke.

(240) Ausführliches Arztgespräch

„Herr Doktor! Herr Doktor! Bitte, ich möchte nicht, dass sie mich für verrückt halten. Aber irgendetwas stimmt nicht mit mir!“ Ich war aufgewühlt und völlig durcheinander in die Praxis gestürmt, hatte mich, teils aus Hast, teils zum Zweck der Dokumentation nicht einmal zur Situation passend gekleidet. Er sollte doch sehen, wie es um mich stand! Meine Hose war trotz derbem Stoff, ebenso wie mein T-Shirt, stellenweise aufgerissen, schmutzig sowieso. Auf diese hell durchschimmerten Lücken in meiner Bekleidung richtete sich denn auch sein Blick.

Ich hielt automatisch die Hand davor, bedeckte die angedeutete Blöße, so gut es ging. Ich hätte besser meine dicke Jacke nicht an die Garderobe hängen sollen! Nun lächelte ich verlegen: „Das ist eben Arbeitskleidung, tut mir leid. So etwas passiert. Aber verstehen sie: ich same aus, ich blättere ab.“ Sein vollkommen verständnisloser Ausdruck ließ mich aufseufzen: „Nun ja, ich muss wohl erklären.“ Er nickte betont: „Durchaus. Im Moment verstehe ich ihr Anliegen überhaupt nicht.“

Unaufgefordert setzte ich mich ihm gegenüber: „Sehen sie. Nein, nicht auf mein zerrissenes Oberteil, nicht hier auf meine Brust schauen, bitte. Ja, ich weiß, ich hätte mich vielleicht doch noch rasch umziehen sollen. Sehen sie, ich habe ständig dieses Problem. Ich verliere Blätter, überwiegend Blütenblätter. Und, natürlich, Blütenstaub. In meinem Bett, im Bad, WC, in der Küche, in meinem Auto, wo ich gehe und stehe oder sitze, liege, was ich auch mache! Nein, ich bin nicht verrückt, ich halte mich nicht für ein Insekt, für eine bestäubende Biene. Und auch nicht für eine Pflanze! Das müssen sie mir glauben, das muss etwas anderes sein. Aber was, was kann das denn nur sein?“ Verstört, wie ich war, liefen mir nun bereits die Tränen über die Wangen und hinterließen hier auf der ungewaschenen Haut als sichtbare Rinnsale ihre wirren Spuren.

Der Arzt nahm mich ernst, fragte nach, bestand schließlich auf einer körperlichen Untersuchung. Jetzt, im Nachhinein, denke ich, dass er nur mal gucken wollte. Also, auf meine Brüste, meine Schenkel und so. Er untersuchte auch sehr genau! Sah, ertastete hier und da von mir noch gar nicht bemerkte Kratzer, die er für behandlungswürdig fand. Klar, auch das Übliche beachtete er, Herztöne und Blutdruck, Puls und was es so gibt. Die Reflexe. Ich musste, als wäre ich besoffen, auf einer Linie gehen, balancieren, den Finger an die Nase halten und dergleichen. Derlei Unsinn erbrachte selbstverständlich nichts Verwertbares. An sich hätte der Untersuchende Beweise genug finden können, schon lagen sie in seiner Praxis, die Blättchen, selbst aus meiner Unterbekleidung fiel die eine oder andere vergessene Blüte zu Boden.

Schließlich hatte ich mein hier und da etwas defektes Gewand wieder vollständig an und saß ihm gegenüber. „Gute Frau,“ sagte er, und das überzeugte mich bereits, dass er mich eben doch nicht ernst nahm und mir auch nicht wirklich etwas zu sagen hatte, nichts gefunden, nichts gesehen hatte, „wo waren sie eigentlich, genau in dieser ihrer grünen Arbeitskleidung eben, vorhin? Wo kommen sie her?“

„Na,“ was für eine blöde Frage, das konnte man doch sehen, hätte er schon an der Rosenschere, die noch in meiner tiefen Beintasche steckte, an dem Bindebast, an dem ich nervös herumfingerte erkennen können, „aus meinem Garten!“ „Und – was sind sie von Beruf?“ „Gärtnerin!“ „Bitte, versuchen sie es doch einmal mit diesem Gedanken: Sie sind häufig im Garten. Inmitten der Gewächse, unter Sträuchern, Büschen mitunter. Da fallen Pflanzenteile, Blütenblätter sowieso, herab. Und bleiben hängen, in ihren Haaren, an der Kleidung. Und diese kleinen, unauffälligen Begleiter fallen dann bei Gelegenheit auch wieder herab.“

Sie können sich denken, dass ich beleidigt abrauschte. Und zu diesem Kurpfuscher nie wieder ging! Vor dem Grabscher würde ich mich nicht mehr entblättern. Der hat doch keine Ahnung!

(ich wußte erst auch nicht, wie das einzusortieren ist – sollte so ein bißchen in der undramatischen Art von (12) sein)