Die einheitliche Feldtheorie

(Das Ding mit dem Blog ist ja unheimlich! – ich hab grad mal was reingeschrieben, schon hat’s wer gelesen – das war mein zweiter Eintrag (und offenbar auch noch mit Genuß/Freude, danke sehr!), irgendwie geht mir das zu schnell, ich blicke ja noch gar nicht durch, wie das so funktioniert… aber sei’s drum: wie versprochen, mal ohne Dackel:
Science. Fiction. Hoffe ich doch.)

Nachdem die einheitliche Feldtheorie vom großen Dr. Prof. Alexander endlich erfolgreich entwickelt war brach unbeschreiblicher Jubel los. Die Physiker und Mathematiker, ja, alle Naturwissenschaftler und ein gut Teil der verständigeren Geisteswissenschaftler fielen einander in die Arme: die Welt, sie ist erklärt, verstanden, das Rätsel aufgelöst, der gordische Knoten der Welterklärung zerschlagen.

Aber es blieb noch Arbeit, Entwicklungsarbeit. Arbeit für die Ingenieure eben. Ein Gerät, sie zu messen, sie sichtbar und also erfahrbar zu machen. Das fehlte noch. Das heißt, hinter den sich so gern, fast wie aus Bosheit widersprechenden Quanten und atomaren und subatomaren Teilchen die tatsächliche Wirkkraft hinter den Universen zu sehen, zu messen, zu quantifizieren. Es war eine Herkulesarbeit! Aber sie gelang. Unseren ausgezeichneten Technikern war es letztendlich gelungen zu messen, zu sehen, was noch keines Menschen Auge sah.

Wir verglichen mit anderen Geräten, jagten den großen Hadronenbeschleuniger hoch und die Angst der Menschlein vor schwarzen Löchern noch höher, nutzten Spektralanalyse und Röntgen und was es alles gibt: es stimmte. Alle Messwerte passten zur Theorie und zu unseren neuen Methoden. Wir konnten das Maß der Welt, das Maß der großen Einheitsformel bestimmen und sichtbar machen.

Beim ersten Testlauf nahmen wir nur Verschwommenes wahr. Es war das übliche, keine Überraschung, diverse Parameter mussten nachjustiert werden. Aber das Prinzip stimmte, es war offensichtlich.

Nun kam der erste echte Meßversuch. Die berühmtesten Physiker der Welt waren, wo schon nicht anwesend so doch über Internet direkt verbunden. Es war ein Weltereignis. Ein gigantischer Durchbruch.

Das Gerät begann surrend seine Tätigkeit. Ein Bild zeichnete sich ab – eine Darstellung jenseits der Quanten und atomaren Teilchen, ein Bild dessen, was die Welt im Innersten zusammenhält um mit Dr. Faust zu sprechen. Es wurde deutlicher. Ein Abbild eines Raumes wurde deutlich, eine Art Büro zeichnete sich ab.

Und da saß er, winzig klein statt riesig groß, aber genau, wie beschrieben. Ein seltsam dreieckiges Auge auf der Stirn, weißer Rauschebart, langes, weißes, wallendes Gewand. Er winkte uns freundlich zu. Ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht, eine offensichtliche Reaktion auf unser ungläubiges Staunen. „Ja doch, da bin ich“ sagte er in einem recht netten Tonfall, der zum einen Überraschung auf seiner Seite ausschloss, zum anderen uns offenbar einen unkomplizierten, ja, sozusagen menschlichen Zugang zu ihm öffnen sollte.

Wir schalteten das Gerät sofort ab, es wurde zerlegt, die Pläne vernichtet, die Formel zerrissen, wir kehrten zurück zur hilflos getrennten Physik der Unvereinbarkeit und konstruierten einfache, verständliche Dinge, Atombomben für Machthaber und andere hübsche technische Errungenschaften.

Und überließen die unbeweisbaren Dinge wieder den wirren Ausführungen der Philosophen und Theologen aller sich befehdender Schulen. Ach ja, der Nobelpreis für Herrn Alexander wurde widerrufen, zurückgenommen, er hatte sich ja bekanntlich in allen Punkten getäuscht.

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Autor: gerlintpetrazamonesh

Ich schreibe Texte und veröffentliche sie. Selbstverständlich, bitte beachten, unter Copyright, also keine gewerbliche Verwendung ohne Einverständnis, private Verwendung gestattet, aber mit Nennung des Autors! Da bin ich stur, es mag ja sein, es ergibt sich noch die eine oder andere Möglichkeit, einen meiner Texte ( um nur die Naheliegenden zu erwähnen: Literaturnobelpreis, Hollywood...) weiter zu verwenden! Selbstverständlich, nicht wahr. So selbstverständlich wie der Autorenname, wie sich der eine oder andere gleich gedacht hat, wie man heute sagt Fake ist, so ein P-Name - ganz ehrlich, so heiß ich nicht, nicht richtig, nicht wirklich. In dieser Realität, z.B. in Ausweispapieren. Aber hier, für meine Geschichten, da nennt mich Petra. Nur der Vollständigkeit halber, die Person auf dem Bild, und hier muß ich mit der Änderung des Bildes schnell auch den Text ändern, das bin nicht ich, sondern mein selbstgewähltes Wappentier, nebenbei schon seit Kindertagen. (Vormals lautete der Text zum da noch passenden ersten Bild, na ja, halt auch so ein Vierbeiner im Blog: die Dame vom See, das bin auch nicht ich und es ist nur ein Gerücht, dass sie mir einen Füllfederhalter namens Excalibur aus dem Gewässer apportierte. Aber das war ja auch ein Hund, ein richtiger Hund - auch mein Hund (hätte ich sie Morgana le Fay nennen sollen? Vielleicht den Nächsten) - an einem Alpensee, der, nein, die, die hätte das auch gekonnt, so ein toller Hund!) Bestimmt schreibe ich auch über sie mal was, aber: Dackel, um das klarzustellen, sind keine Hunde. Zumindest nicht im herkömmlichen, landläufigen Sinn. Dackel sind Wesen höherer Art, wobei boshafte Menschen oft auch einwenden: niedrigerer Art. Aber dazu in ungefähr, also keine Sorge, jedem 100. Textbeitrag mehr! Also gleich im ersten, ersteingestellten, der hier der automatischen Reihung nach der Allerletzte ist. Was jeder Dackel gleich versteht.

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