The real horror of the heights

(was ist das? Science fiction, Fantasy? Ja, so was, in der Tradition des großen englischen Esoterikers und Detektivromanschreibers Doyle, zumindest auf einer seiner unbekannteren Geschichten beruhend)

In der Zeit, in der ich wie so vieles versuchte, den Flugschein, den Pilotenschein, na, wie sag ich’s richtig für Laien, den Schein für Luftfahrzeugführer zu machen, nur PPL-N, also für Leichtflugzeuge, nichts Besonderes, und wir brauchen auch nicht weiter drüber zu reden, ich versagte kläglich, mein Englisch für den Sprechfunk wäre ja vielleicht noch knapp ausreichend gewesen, aber in Mathe, na, wie immer halt, hatte ich ein seltsames Erlebnis, das mich bis heute nicht losgelassen hat. Ich weiß immer noch nicht, was ich davon zu halten habe und werde es wohl auch nicht herausfinden. Bisher habe ich es für mich behalten, aber es beschäftigt mich und ich möchte es gerne loswerden. Wie gesagt, keine Ahnung meinerseits, was davon zu halten ist – möglicherweise purer Unsinn, verwirrte Reden verwirrter Leute, was aber um so bedenklicher wäre, wenn man überlegt, dass solche da über uns herumfliegen, starten und landen und möglichst wenig Unfug mit ihren Geräten treiben sollen.
Jedenfalls, es war also die Zeit, in der ich mir einbildete, ich könnte mal eben den Pilotenschein machen und mich also, innerhalb und außerhalb der vorgesehenen Stunden, am Flugplatz herumtrieb. Gern natürlich auch an der Bar, an der sich die Piloten trafen, nicht nur die, wie ich, bereits erfolgreichen oder künftigen oder Möchtegern – Führer irgendwelcher kleiner einmotoriger Gras- und Wolkenhüpfer, sondern auch die von richtigem Fluggerät, kommerziellem, von Verkehrsflugzeugen, denn es war ja immerhin der traditionsreiche, betriebsame, wenn auch nicht große Flughafen von F…
Ich saß da also gerne rum, trank was, lauschte den Fachsimpeleien über Turbinen und Turbulenzen, Strings, String Tangas, Stewardessen und Hostessen, halt alles, was den Piloten üblicherweise so anspricht. Einmal, da hörte ich zwei Männern neben mir zu, die ihren Uniformen zufolge keine absoluten Neulinge wie etwa ich waren. Seltsam genug war aber, was sie sprachen. Gut, sie wechselten ein paar Sätze über die gehäuften Flugzeugunglücke letzter Zeit, die zwar unsere Breiten zum Glück nicht betrafen, aber, seltsam genug, einige recht wenig erschlossene, eher wenig überflogene Weltgegenden, es war in der Presse schon hysterisch die Reden von den neuen Bermudadreiecken, und tatsächlich stocherten die Techniker im Dunkel eines mysteriösen Heuhaufens: wo immer man Reste, Trümmer von Flugzeugen gefunden hatte waren diese eigenartig verformt und zerschunden, wie zerkratzt, teilweise auch zerfetzt. Und es gab keinerlei Hinweise, was natürlich auch an den eher wenig überwachten, entlegenen Weltgegenden lag, auf technische Probleme, kritische Wetterlagen, weder auf Terrorakte noch auf kriegerische Einwirkung. Noch öfter freilich fanden sich nur einzelne, nichtssagende Teile oder gar nichts mehr. Aber am seltsamsten waren die glimpflich verlaufenen Unfälle gewesen! Die Besatzungen und überlebenden Passagiere berichteten, dass ohne irgend einen bemerkbaren Anlass, ohne äußere Anzeichen die Maschine mit einem Mal heftig durchgerüttelt wurde, fast wie in schweren Turbulenzen, wobei eigenartige Nickbewegungen überwogen, wie wenn abwechselnd vorne und hinten etwas Schweres abwechselnd drücken und reißen würde, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Kreischen und Kratzen. Die Piloten waren bei diesen Gelegenheiten sofort in einen Sinkflug zu einem nahegelegenen Ausweichlandeplatz übergegangen und ebenso schlagartig, wie der Beginn, war das Ende der unheimlichen Bewegung und der Geräusche gekommen. Auch hier, nach der Landung, wirkte das Flugzeug zerkratzt. Auf den Flugschreibern übertönte das Kreischen alle anderen Geräusche.
Das stand alles schon längst in der Zeitung, kam auch in den Nachrichten. Aber die beiden Herren in Pilotenuniformen spekulierten weiter und ich lauschte, wie gesagt, da ich ihnen zunächst saß und nichts Besseres zu tun hatte und im Übrigen auch nicht das Gefühl hatte, einem Geheimnis zu lauschen, da es doch in einem öffentlichen Raum, in einer Bar, ausgesprochen wurde.
„Auf was führen sie diese Ereignisse denn dann zurück? Das sind doch keine Zufälle mehr!“ „Nun, sie kennen doch sicher die Geschichten von Sir Arthur Ignatius Conan Doyle?“ „Der Detektiv? Elementar, Dr. Watson? Was hat das damit zu tun?“ „Nein, eine andere Geschichte. Ohne überschlauen Detektiv. Vielmehr die Geschichte eines einsamen Himmelsheroen. Sie erinnern sich bestimmt: in den oberen Luftschichten lauern Ungeheuer, Wesen, die zwischen Wolkenformation und Nordlichtflackern passen, ungeheuer groß und teilweise gefährlich, ja, richtig angriffslustig und das besonders dann, wenn sie ihrerseits angegriffen wurden.“ „Ja doch, ich erinnere mich, etwas vage freilich. Aber was kann das damit zu tun haben? Eine Phantasiegeschichte, an den Haaren herbeigezogen und nun die Wirklichkeit in Form wiederholter Abstürze über bestimmten Gebieten? Sie können doch nicht im Ernst an Wolkenungeheuer oder Drachen glauben, nicht bei der gegebenen Erforschung der Atmosphäre, nicht bei dem bestehenden Luftverkehr?“ „So hätte ich das auch nicht formuliert. Aber überlegen sie doch mal, was außer, nun, nennen wir es ganz ursprünglich UFO, also schlicht ein unbekanntes Flugobjekt, nicht mehr, nicht weniger, könnte diese Abstürze denn hervorrufen?“ „Können wir so stehen lassen. Aber meine Frage: etwas, das groß genug ist, ein ausgewachsenes Flugzeug zu zerkratzen, ja, in Stücke zu reißen – das müsste doch längst bekannt sein? Davon müssten Behörden, Flugsicherheit, ja, nicht zuletzt wir etwas wissen?“ „Gegen was, glaubst du denn, sprühen sie? Meinst du etwa, der Unsinn, den die Chemtrail – Phantastiker von sich geben, Sinn ergibt? Nein, mein Lieber, das hat ganz andere und angsteinflößendere Gründe! Schon längst wissen wir, dass da zwischen Himmel und Erde mehr ist, als wir uns bisher zugestanden haben. Größeres und Kleineres und wie immer weiß man nicht gleich, was da eigentlich das Gefährlichere ist!“ „Du denkst also, dass da wirklich etwas Lebendiges herumfliegt?“ „Du fragst mich Zuviel, wenn du glaubst, ich wüsste was Konkretes über das, was dort draußen und dort droben ist. Aber ich weiß, dass da etwas ist. Und ich weiß, dass, seit wir viele und einigermaßen stabile, zuverlässige Flieger da hochgeschickt haben – also für die Menschheit heißt das logischerweise bewaffnete Kriegsflugzeuge, für was sonst wird investiert! Und das jetzt also fast seit Anfang letztes Jahrhundert! – ein vorher unbekanntes Problem aufgetreten ist. Verkürzt gesagt: unerklärliche Abstürze und unbekannte fliegende Objekte, vom Flugpersonal, vom Boden, von technischen Geräten wie Funkfrequenzmessgeräten wahrgenommen. Das gibt es und es gibt die Geschichten von früher. Was aber tust du dagegen? Oder was tust du gegen die manchmal rasant verlaufende Materialermüdung, die ja auch nicht immer erklärlich ist, sondern einen glauben lässt, dass es da irgendwas gibt, einen aggressiven Stoff oder irgendwelche winzigen Mistviecher, die die Dichtungen und Verbindungen anfressen? Na, du überlegst, was denen nicht bekommen könnte und sprühst! Wie gegen Moskitos! In der Hoffnung, dass die Viecher verrecken oder zumindest sich verziehen. Und was ist passiert? Sie haben sich verzogen! Und ich sag dir noch was: die, die überlebt haben und sich in die Regionen verzogen haben, in denen wir jetzt das Problem haben, die sind eben das, Überlebende, also zäher, robuster, wahrscheinlich resistent gegen das ganze Gift, das sie – weißt schon, Chemtrails – über unsere Länder sprühen. Womöglich kommen sie zurück.“
Ich übte damals für Navigation und Meteorologie, war ganz auf dem nüchternen Technik- und Naturwissenschaftstrip. sie wissen schon, Mathe und Newtonsche Physik und so. Ich trank aus, zahlte und ging. Nur zwei Verschwörungsschwätzer. Wenn auch, anscheinend, erfahrene Piloten. Womöglich der eine oder andere Drink zu viel. Aber, wie gesagt, es geht mir bis heute nicht aus dem Sinn.

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Autor: gerlintpetrazamonesh

Ich schreibe Texte und veröffentliche sie. Selbstverständlich, bitte beachten, unter Copyright, also keine gewerbliche Verwendung ohne Einverständnis, private Verwendung gestattet, aber mit Nennung des Autors! Da bin ich stur, es mag ja sein, es ergibt sich noch die eine oder andere Möglichkeit, einen meiner Texte ( um nur die Naheliegenden zu erwähnen: Literaturnobelpreis, Hollywood...) weiter zu verwenden! Selbstverständlich, nicht wahr. So selbstverständlich wie der Autorenname, wie sich der eine oder andere gleich gedacht hat, wie man heute sagt Fake ist, so ein P-Name - ganz ehrlich, so heiß ich nicht, nicht richtig, nicht wirklich. In dieser Realität, z.B. in Ausweispapieren. Aber hier, für meine Geschichten, da nennt mich Petra. Nur der Vollständigkeit halber, die Person auf dem Bild, und hier muß ich mit der Änderung des Bildes schnell auch den Text ändern, das bin nicht ich, sondern mein selbstgewähltes Wappentier, nebenbei schon seit Kindertagen. (Vormals lautete der Text zum da noch passenden ersten Bild, na ja, halt auch so ein Vierbeiner im Blog: die Dame vom See, das bin auch nicht ich und es ist nur ein Gerücht, dass sie mir einen Füllfederhalter namens Excalibur aus dem Gewässer apportierte. Aber das war ja auch ein Hund, ein richtiger Hund - auch mein Hund (hätte ich sie Morgana le Fay nennen sollen? Vielleicht den Nächsten) - an einem Alpensee, der, nein, die, die hätte das auch gekonnt, so ein toller Hund!) Bestimmt schreibe ich auch über sie mal was, aber: Dackel, um das klarzustellen, sind keine Hunde. Zumindest nicht im herkömmlichen, landläufigen Sinn. Dackel sind Wesen höherer Art, wobei boshafte Menschen oft auch einwenden: niedrigerer Art. Aber dazu in ungefähr, also keine Sorge, jedem 100. Textbeitrag mehr! Also gleich im ersten, ersteingestellten, der hier der automatischen Reihung nach der Allerletzte ist. Was jeder Dackel gleich versteht.

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